Ohne Brüssel läuft nichts mehr

© Handwerkskammer Chemnitz

Ohne Brüssel läuft nichts mehr

Sächsische Handwerkskammern richten ständigen Europaausschuss ein

16.03.2016

Europäische Gesetzesinitiativen, Themen und Prozesse, die sich unmittelbar auf das Handwerk auswirken, haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile kommen rund 65 Prozent aller Gesetzesvorlagen, die in Deutschland implementiert werden müssen, aus Brüssel. Vor diesem Hintergrund haben sich die sächsischen Handwerkskammern entschieden, ihre Aktivitäten auf europäischer Ebene auszuweiten und einen ständigen Europaauschuss des sächsischen Handwerks einzurichten.

Dieser informelle Gesprächskreis konstituierte sich am 11. März in Freiberg und trifft sich ab sofort zweimal jährlich in Sachsen sowie ein Mal pro Jahr zu einem Europaforum in Brüssel, das als Diskussionsplattform zur Erörterung handwerksrelevanter Themen mit Vertretern des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission dienen soll. „Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den sächsischen Handwerkskammern, den Europaabgeordneten sowie ausgewählten Abgeordneten des Sächsischen Landtages und Vertretern der Sächsischen Staatsregierung zu intensivieren, um das Bewusstsein für die Belange des Handwerks bei europäischen Themen zu steigern und die handwerksspezifische Interessenvertretung in Brüssel weiterzuentwickeln. Dafür ist es unabdingbar, dass die drei sächsischen Kammern einheitliche Positionen in der Europapolitik vertreten“, betonen Dietmar Mothes, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sowie Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig.

Im Fokus des ersten Treffens, an dem auch der Sächsische Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei Dr. Fritz Jaeckel, Barbara Meyer, Abteilungsleiterin Industrie, Mittelstand und Innovation im Sächsischen Wirtschaftsministerium, die beiden Europaabgeordneten Dr. Cornelia Ernst (Die Linke) und Hermann Winkler (CDU) sowie der Landtagsabgeordnete Frank Hirche (CDU), Vorsitzender des Europaausschusses des Sächsischen Landtages, teilnahmen, standen die Themen TTIP-Verhandlungen, digitaler Binnenmarkt und die Asylsituation. Die EU-Transparenzinitiative und die damit einhergehende Evaluierung reglementierter Berufe in Europa oder die neue Binnenmarktstrategie der EU-Kommission für Waren und Dienstleistungen sind weitere Beispiele für handwerksrelevante Vorgänge auf europäischer Ebene, die der neuformierte Europaausschuss auf seiner Agenda hat.

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