Leitmesse des deutschen Handwerks: Ostsächsisches Handwerk war mittendrin

© Handwerkskammer Dresden

Leitmesse des deutschen Handwerks: Ostsächsisches Handwerk war mittendrin

Vom digitalen Pferderückenabbilder über den Rollstuhladapter für Rasenmäher bis zur exklusiven Loungemöbelserie

03.03.2016

Mit 131.500 Besuchern an sieben Messetagen und rund 1.000 Ausstellern stellte die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München vom 24. Februar bis 1. März 2016 einmal mehr unter Beweis, dass sie die Leitmesse des deutschen Handwerks ist. Dabei präsentierte sich nicht nur die Handwerkskammer Dresden als Schaufenster-Partner Ost des neuen Kompetenzzentrums Digitales Handwerk, auch fünf Betriebe aus dem Kammerbezirk Dresden waren als Aussteller vor Ort.

„Bei uns steht 'digital' nicht drauf, bei uns steckt es drin!“ lautete das diesjährige Motto der IHM, die einen Schwerpunkt auf die Digitalisierung setzte. Dass diese in vielen Bereichen des Handwerks bereits Einzug gehalten hat, beweist das Beispiel der Sattlerei Tom Büttner aus Dresden. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Dresden präsentierte der Betrieb sich bei der Sonderschau „Fokus.Handwerk 4.0“ mit seinem digitalen Pferderückenabbilder. Die Sattelherstellung erfolgt durch diesen in einer ganz neuen Qualität. Nachdem zunächst mit 3D-Scan oder konventionell der Pferderücken vermessen und die Daten am PC verarbeitet wurden, kann der Pferderückenabbilder aufbauend auf diesen Informationen die Form des Pferdes detailliert, dreidimensional und in realer Größe wiedergeben und ist damit ein wichtiges Instrument für Prüfung der Passform bei der Sattelanpassung. „Schon allein durch die mediale Präsenz und den damit verbundenen Marketingeffekt hat sich die Messeteilnahme für uns gelohnt“, zieht Sattlermeister Thomas Büttner ein positives Fazit. „Zudem war es sehr interessant für uns zu sehen, was gerade im Bereich der Digitalisierung noch gezeigt wurde.“

Die Bühne für die Vorzeigebetriebe des Handwerks ist alljährlich die Sonderschau „Land des Handwerks“ auf der IHM. Diese Plattform konnte in diesem Jahr – gemeinsam mit acht weiteren Firmen aus ganz Deutschland – die Dresdner Bisch-Chandaroff Werkstätten GmbH für sich nutzen. Sie präsentierte ihre Loungemöbelserie „BC2“ aus eigener Manufaktur, die gemeinsam mit dem Designbüro StephanPartner entwickelt wurde und bei der sich Sitzpolster und Lehnen durch ein Stecksystem vielfältig kombinieren lassen. „Ziel der Serie ist es, Wünsche bei Kunden zu wecken, anstatt nur auf Wünsche zu reagieren“, erklärt Geschäftsführer Ralf Bisch-Chandaroff, der gemeinsam mit seinem Bruder Jörg den 1970 gegründeten Familienbetrieb führt und erstmalig auf der IHM vertreten war. „Dass wir von der Handwerkskammer Dresden für die Sonderschau nominiert wurden und uns auf dieser als Vertreter des sächsischen Handwerks zeigen durften, ist ein großer Gewinn für uns.“

Eine ganz andere Innovation stellte die Multikon GmbH aus Großenhain auf der IHM vor: einen Rollstuhladapter. „Mit diesem innovativen Tool können erstmalig auch Menschen mit Querschnittslähmung eigenständig und sicher Rasenmähen, Schneeräumen oder Wege kehren“, erklärte Geschäftsführer Mike Freudemann, der mit seiner „Rasenmäherschmiede“ bereits mehrfach auf der IHM vertreten war und 2014 auf dieser auch den Bayerischen Staatspreis für die Entwicklung des Multifunktionsrasenmähers erhielt. Er nutzte die Messepräsenz, um Kontakte für die Erschließung neuer Vertriebswege für die behindertengerechte Multikon-Variante zu knüpfen.

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