Ostdeutsche Handwerkskammern fordern gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West

© André Wirsig

Ostdeutsche Handwerkskammern fordern gleiche Lebensverhältnisse in Ost und West

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Aktivitäten dürfen nicht zulasten ländlicher Regionen gehen.“

16.08.2019

Die Präsidenten der ostdeutschen Handwerkskammern fordern die Politik auf mehr für die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West zu tun. Bei ihrem Treffen in der Hansestadt Greifswald am 16. und 17. August verabschiedeten
die Ehrenamtsträger eine entsprechende Resolution.


„Es gibt Beispiele, die zeigen, dass eine aktive Wirtschafts- und Ansiedlungspolitik
flankiert von staatlicher Förderung sowie dem Ausbau der Infrastruktur zu innovativen Wachstumskernen in Ostdeutschland geführt haben“, sagt Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. „Die Konzentration wirtschaftlicher Aktivitäten auf Großstädte und deren Umland, darf aber nicht zulasten ländlicher Regionen geschehen. Daher muss das zukünftige Fördersystem des Bundes und der EU zur Entwicklung regionaler Wirtschaftsstrukturen auch künftig einen besonderen Schwerpunkt auf die Regionen in Ostdeutschland haben. Ich denke gerade auch vor dem Hintergrund des Braunkohleausstieges dabei insbesondere an die Lausitz.“


Die ostdeutschen Handwerkskammern fordern Investitionen in den Erhalt und
den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und des öffentlichen Personennahverkehrs,
stärkere Anstrengungen beim Breitbandausbau sowie die Ansiedlung von Einrichtungen und Behörden des Bundes sowie Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland.


Zudem regen die Handwerkskammern eine Anpassung der sogenannten Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) an. Aus deren Mitteln werden gewerbliche Investitionen und Investitionen in die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur gefördert. Die GRW-Förderung muss, so die Forderung der ostdeutschen Handwerkskammern, um Förderungen von lokalen Investitionen, Ausrüstungsgütern und Innovationen ergänzt werden, da zahlreiche Handwerksbetriebe als Nahversorger in einem geringeren Umkreis als die förderpolitisch geforderten 50 Kilometer agieren.

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