Europäische Handwerksvertreter sprechen sich für  Erhalt der EU-Strukturfondsförderung aus

© André Wirsig

Europäische Handwerksvertreter sprechen sich für Erhalt der EU-Strukturfondsförderung aus

Sechs Handwerksorganisationen aus Deutschland, Frankreich, Polen und Tschechien unterzeichnen gemeinsame Resolution

24.11.2017

„Handwerk stärken. Regionen fördern. Europa leben.“ – Eine Resolution mit diesem Titel hat heute (24.November) die Handwerkskammer Dresden gemeinsam mit ihren fünf Partnerkammern – der Regionalhandwerkskammer l’lle-de France, der Handwerkskammer Val de Marne (beide Frankreich), der Handwerkskammer Breslau, der Handwerkerschaft Gostyn (beide Polen) und der Kreiswirtschaftskammer Děčín (Tschechien) – unterzeichnet. Vor dem Hintergrund der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Europa, u. a. mit dem beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der EU, wollen die Handwerksvertreter mit dem Positionspapier ein Signal der Geschlossenheit senden und zugleich mit starker Stimme klare Forderungen an die politischen Entscheidungsträger in Brüssel richten.

Damit das Handwerk auch künftig als Rückgrat der mittelständischen Wirtschaft fungieren kann, fordern die Handwerksvertreter entsprechende Weichenstellungen, vor allem in der Finanzierungsstruktur der EU. Die EU-Strukturfondsförderung ist dabei von besonderer Bedeutung. Diese sei auch nach Ende der aktuellen Förderperiode 2020 unverzichtbar und weiterhin für alle Regionen der Europäischen Union offenzuhalten, um bestehende Unterschiede in der ökonomischen Leistungsfähigkeit der Mitgliedstaaten nachhaltig abzubauen. Klare Position bezieht das Resolutionspapier daher auch bei der künftigen Ausgestaltung des mehrjährigen Finanzrahmens der EU. Der durch den Brexit zu erwartende Rückgang im Haushalt darf nicht dazu führen, dass erzielte Erfolge in den Übergangsregionen gefährdet werden.

Auch mit Blick auf die künftige strukturelle Ausgestaltung der Europäischen Union haben die Handwerksvertreter aus Deutschland, Frankreich, Polen und Tschechien klare Vorstellungen: Aus Sicht des Handwerks sollte sich die EU künftig vornehmlich um die großen Linien und globalen Fragen der Union, wie Außen-, Sicherheits- und Energiepolitik sowie Digitalisierung, kümmern. Im Gegenzug tritt die Resolution dafür ein, das Brüssel den Regionen Europas im Sinne des Subsidiaritätsgrundsatzes in Zukunft mehr Spielraum für das eigenständige Agieren gewährt.

Dem Thema Europa widmet sich die Handwerkskammer Dresden auch im Rahmen ihrer  Meisterfeier, die unter dem Motto „Grenzübergreifend + regional = gemeinsam“ steht.

Hintergrund:

Die Handwerkskammer Dresden, die Regionalhandwerkskammer l’lle-de France, die Handwerkskammer Val de Marne, die Handwerkskammer Breslau, die Handwerkerschaft Gostyn und die Kreiswirtschaftskammer Děčín vertreten gemeinsam die Interessen von über 220.000 Handwerksunternehmen mit 680.000 Beschäftigten und 40.000 Lehrlingen in vier europäischen Nationen. Sie verstehen sich als starke Stimme des Handwerks in ihrer jeweiligen Region und setzen sich auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene aktiv für die Belange ihrer Mitglieder ein.

Dabei wurde in den vergangenen Jahren die Zusammenarbeit zwischen den Partnerkammern stetig intensiviert, z. B. durch Lehrlingsaustausche, das wechselseitige Engagement auf Messen und die gemeinsame politische Interessenvertretung, u. a. mit dem Europa-Forum im Herbst 2015 in Brüssel.

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