Damit 2019 gut wird: Das ostsächsische Handwerk stellt drei Forderungen an die Politik für das neue Jahr

© André Wirisig

Damit 2019 gut wird: Das ostsächsische Handwerk stellt drei Forderungen an die Politik für das neue Jahr

Auf dem Wunschzettel stehen die Wiedereinführung der Meisterpflicht, ein Ticket für Azubis und ein erhöhter Meisterbonus

20.12.2018

Das Jahresende ist die Zeit, ein Fazit der vergangenen Monate zu ziehen und Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Auch das ostsächsische Handwerk zieht eine erste Bilanz. „Die Mehrzahl der Betriebe hatte im abgelaufenen Jahr gut zu tun“, sagt Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. „Volle Auftragsbücher und eine hohe Auslastung haben für viele Unternehmen das Jahr geprägt. Immer drängender und zur zentralen Herausforderung wird dabei aber die Fachkräftesituation. Zahlreiche Handwerksbetriebe suchen händeringend Personal“, betont Dittrich.

Daher fordert das ostsächsische Handwerk die Politik auf

  •  die Meisterpflicht für weite Teile des Handwerks wieder einzuführen.
    „Der Meistertitel ist das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg des Handwerks in Deutschland“, hebt Jörg Dittrich hervor. „Es ist Zeit die Fehlentwicklungen, die durch die Novellierung der Handwerksordnung 2004 entstanden sind, zu korrigieren und den Meistertitel als Qualitäts- und Qualifizierungsausweis zu stärken.“
  • den Meisterbonus zu verdoppeln.
    Seit 2016 erhalten neue Meister, die ihren Hauptwohnsitz oder Beschäftigungsort in Sachsen haben, vom Freistaat einen Meisterbonus in Höhe von 1.000 Euro. Mit dem Meisterbonus soll Arbeitnehmern ein Anreiz geschaffen werden, sich beruflich weiterzubilden und die eigene Qualifikation zu stärken. Insbesondere auch vor dem Hintergrund der Kosten eines Meisterstudiums, die die Meister meist aus eigener Tasche begleichen. „Andere Bundesländer haben es vorgemacht und den Bonus deutlich erhöht. In Niedersachsen erhalten frischgebackene Handwerksmeister 4.000 Euro.“, so Jörg Dittrich.
  • endlich im Freistaat Sachsen ein Azubi-Ticket einzuführen.
    „Den Lehrlingen im Freistaat ihre Fahrten zwischen Wohnung und Berufsschule zu einem reduzieren Preis zu ermöglichen, ist ein wichtiger Schritt, um die Attraktivität der dualen Ausbildung in Sachsen nachhaltig zu stärken“, wirbt Dittrich für eine rasche Umsetzung des auch im Koalitionsvertrag verabredeten Vorhabens, das weiterhin seiner Umsetzung wartet. „Es ist an der Zeit, dass sich das Sächsische Wirtschaftsministerium, die Verkehrsverbünde und somit insbesondere die Landräte an einen Tisch setzten, um miteinander und nicht übereinander zu reden und eine Lösung finden“, so Dittrich.

Hintergrund:

Die Handwerkskammer Dresden, deren Kammerbezirk die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die Landeshauptstadt Dresden umfasst, vertritt die Interessen von rund 22.100 Mitgliedsbetrieben mit rund 125.000 Beschäftigten und etwa 5.200 Auszubildenden.

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