Das Gebiet entlang der sächsisch-tschechischen Grenze ist von kleinen und mittelständischen Unternehmen des produzierenden Gewerbes geprägt. Um deren Wirtschaftlichkeit langfristig zu sichern und Umweltbelastungen zu reduzieren, ist eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz erforderlich. Für eine solche Verbesserung sind umfassende und qualitativ hochwertige Daten aus den Produktionsprozessen notwendig.
In diesen Prozessen geht Wärme an vielen Stellen verloren, sei es an ungedämmten Rohrleitungen, Ofenwandungen, Abluftströmen oder Druckluft- und Kühlsystemen. Solche Verluste lassen sich anders als der gewöhnliche Stromverbrauch nicht am Zähler ablesen. Sie verteilen sich genauso räumlich wie zeitlich und das macht sie für klassische Energieberatungen oft schwer messbar.
Ziel und Ansatz des Projekts EnMo
Bei EnMo handelt es sich um ein grenzübergreifendes Projekt unter der Leitung der TU Bergakademie Freiberg. Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines Messinstruments und eines Leitfadens, mit dem kleine und mittlere Unternehmen Wärmeverluste in ihren eigenen Prozessen sichtbar machen können – ohne auf derzeit teure externe Messtechnik oder Beratungen angewiesen zu sein. Die aus dem Messverfahren gewonnenen Daten bilden eine Grundlage, um damit konkrete Maßnahmen abzuleiten und zu bewerten. Im Rahmen des Projekts werden Vororttreffen, Feldmessungen, Gespräche mit Unternehmen und die praxisnahe Entwicklung umgesetzt, um das Bewusstsein für Wärmeverluste zu stärken und die Verbesserung der Energieeffizienz nachhaltig zu fördern.
Damit das Messverfahren zu den Anforderungen aus der Praxis passt, führt die Universität Freiberg derzeit eine Umfrage unter Handwerks- und Produktionsbetrieben durch.
Umfrage teilnehmen
Ihre Antworten fließen später direkt in die Entwicklung ein. Gleichzeitig ist die Umfrage der erste Schritt, um interessierte Unternehmen als Partner für die späteren Feldmessungen im Betrieb zu gewinnen.