Das Handwerk begrüßt Debatte zur Altersarmut, mahnt aber, die Selbständigen dabei nicht zu benachteiligen

© André Wirsig

Das Handwerk begrüßt Debatte zur Altersarmut, mahnt aber, die Selbständigen dabei nicht zu benachteiligen

Präsident Jörg Dittrich zur Grundrente: „Auch die Lebensleistung von Handwerkern muss angemessen berücksichtigt werden.“

04.02.2019

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat ein Konzept für die von der großen Koalition vereinbarte Grundrente vorgelegt. Dazu erklärt Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden:

„Wir begrüßen, dass nun Lösungsansätze gegen die Altersarmut gemacht werden. Es ist notwendig die Lebensleistung der Frauen und Männer, die mehr als 35 Jahre gearbeitet haben, zu würdigen. Das ist auch eine Frage des Respektes gegenüber den Menschen, die ihren Lebensunterhalt über viele Jahre hinweg selbst verdient haben.

Doch auch die Lebensleistung selbstständiger Handwerker muss angemessen finanziell gewürdigt werden. Wer als selbstständiger Handwerker über Jahrzehnte für seine Kunden geschuftet hat, hat ebenso ein Anrecht auf eine entsprechende Grundrente oberhalb des Grundsicherungsbedarfes. Das ist eine Frage des Respektes vor der Arbeit der Handwerkermeisterinnen und Handwerksmeister.

Das vorgelegte Konzept des Bundesarbeitsministeriums greift zu kurz, da es einseitig nur die Leistungen abhängig Beschäftigter in den Fokus nimmt. Unabhängig davon, muss Klarheit über die Finanzierung der Grundrente herrschen. Es darf nicht sein, dass Wohltaten zu Lasten der künftigen Generationen verteilt werden. Die Diskussion muss also auch die Finanzierung der Sozialsysteme an sich beinhalten. Eine alternde Gesellschaft mit digitalen Geschäftsmodellen kann die Sozialsysteme nicht nur aus dem Faktor Arbeit finanzieren.“

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