Rückblick: Handwerk trifft Zukunftstechnologie - Jugendliche erleben Innovation im Handwerk hautnah

„Eine Frühschicht für meine Lausitz – gemeinsam Zukunft gestalten“; zehn Workshops zur Zukunft in der Lausitz

Ausgelöst durch den schrittweisen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung, betrifft der Strukturwandel nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch soziale, ökologische und kulturelle Strukturen. Insbesondere durch die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen soll sich die Lausitz zu einem Zukunftsraum mitten im Herzen Europas entwickeln. Mit dem Projekt "Eine Frühschicht für meine Lausitz - gemeinsam Zukunft gestalten" versucht die Sächsische Agentur für Strukturwandel GmbH junge Menschen aktiv in den Transformationsprozess einzubeziehen und ihre Ideen sichtbar zu machen.

Innovation praktisch erfahren

Wie sieht das Handwerk von morgen aus? In unserem Workshop setzten sich die Jugendlichen mit neuen Technologien im Handwerk auseinander. Dabei erfuhren sie hautnah, wie moderne Technologien das Handwerk bereits heute verändern und welche Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Schnell wurde klar: Handwerk ist längst weit mehr als klassische Werkbank und Werkzeugkoffer. Innovationen wie 3D-Druck, Robotik, Exoskelette, digitale Anwendungen und smarte Softwarelösungen prägen zunehmend den Arbeitsalltag vieler Gewerke. Im Workshop konnten die Teilnehmenden diese Technologien nicht nur kennenlernen, sondern direkt selbst ausprobieren und erleben, wie digitale Lösungen praktische Arbeit unterstützen und erleichtern können.

Besonders wertvoll für uns war der offene und ehrliche Austausch mit den jungen Menschen über ihre Vorstellungen vom Handwerk der Zukunft. Sie zeigten großes Interesse und diskutierten engagiert darüber, wie die Menschen von den technologischen Innovationen profitieren können und neue Berufsbilder geschaffen werden. Dabei wurde deutlich, dass das Handwerk spannende Perspektiven bietet — gerade auch für junge Menschen in der Lausitz.

 

Das Handwerk der Zukunft –erlebbarer, einfacher und weiblicher?

Die Präsentation der Workshopergebnisse vor den kommunalpolitischen Vertreterinnen und Vertretern machte deutlich, wie wichtig es ist, Jugendlichen den Zugang zu neuen Technologien zu ermöglichen und frühzeitig in die Transformationsprozesse einzubinden.

Am Ende des Tages lag der Fokus auf drei Themen:

  • Das Handwerk braucht ein besseres Image! Neue Technologien können handwerkliche Tätigkeiten unterstützen und erleichtern.
  • Das Handwerk muss für junge Menschen erlebbar sein! Egal ob im Schulunterricht, als Projekttag oder in der Freizeit – die frühzeitige und aktive Auseinandersetzung mit neuen Technologien ermöglicht jungen Menschen gänzlich neue berufliche Perspektiven.
  • Das Handwerk braucht mehr Gleichberechtigung! Neue Technologien können Frauen eine Karriere im Handwerk ermöglichen; es braucht ein sicheres Umfeld und eine Infrastruktur, die mehr Diversität erlaubt.

Nur wenn junge Menschen die Möglichkeit erhalten, Innovation aktiv zu erleben und mitzugestalten, können langfristig neue Zukunfts- und Bleibeperspektiven für die Lausitz entstehen.

Der Wandel im Lausitzer Revier lebt von Ideen, Offenheit und gemeinschaftlichem Engagement. Formate wie die „Frühschicht“ leisten dazu einen wichtigen Beitrag, indem sie Austausch ermöglichen, Begeisterung wecken und Zukunft praktisch erfahrbar machen.

Unser besonderer Dank gilt den beteiligten Schülerinnen und Schülern – für spannende und inspirierenden Gespräche und die vielen neuen Impulse.

Impressionen