Sommerfest der Handwerkskammer Dresden

FAE Elektrotechnik aus Heidenau gewinnt den  „Zukunftspreis – Handwerksbetrieb des Jahres 2026“

Innovative Elektroniker, nachhaltig agierende Bäcker und Solar-Pioniere sind die Gewinner im Wettbewerb der Handwerkskammer Dresden um den „Zukunftspreis – Handwerksbetrieb des Jahres 2026“. Beim Sommerfest der Handwerkskammer Dresden, am 12. Juni 2026 wurden drei Unternehmen aus der Region vor mehr als 400 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ausgezeichnet.

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Schirmherr des Wettbewerbes, und Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, zeichneten die FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG aus Heidenau mit dem „Zukunftspreis – Handwerksbetrieb des Jahres 2026“ aus. 14 Handwerksbetriebe aus der Region waren in diesem Jahr in das Rennen um den Preis gegangen.

Jörg Dittrich hob hervor, dass der Zukunftspreis-Gewinner 2026 beispielhaft für das nachhaltige Wirtschaften im Handwerk, dessen starke regionale Verankerung sowie dessen Engagement vor Ort steht. „Die Grundlage des Erfolges bilden sowohl die handwerkliche Exzellenz als auch die Leistungsbereitschaft für die Ausbildung und die fortlaufende und zielgerichtete Qualifizierung der Mitarbeiter“, so Dittrich.

Ministerpräsident Kretschmer betonte: „Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Es prägt unsere Regionen und ist zugleich Motor für Zukunft und Innovation. Die Preisträger des Zukunftspreises zeigen jeden Tag, wie das sächsische Handwerk Tradition und Fortschritt verbindet. Mit ihrem Engagement und ihrer Innovationskraft setzen sie wichtige Impulse für unsere Heimat und stehen beispielhaft für die Zukunftsfähigkeit des Handwerks in Sachsen. Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgerinnen und Preisträgern!“

Jörg Dittrich mahnte zugleich die Politik zum Handeln: „Die wirtschaftliche Not ist da. Es fehlt vielen Unternehmen aktuell schlicht an der Wettbewerbsfähigkeit. Notwendig ist daher ein ganzes Maßnahmenpaket, das Wachstum schafft und den Betrieben Rückenwind gibt. Wichtig ist eine spürbare Entlastung der Unternehmen bei den Lohnzusatzkosten, die dauerhafte Absenkung der Energiepreise und der konsequente Abbau der Bürokratie.“

Impressionen vom Sommerfest 2026

Zukunftspreis-Sieger: FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG aus Heidenau

Die FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG verwirklicht elektrotechnische Anlagen für Großkunden, stellt LED-Leuchten her und forscht an Brennstoffzellen. 1992 wurde das Unternehmen von Elektrotechniker Lutz Fleck in Dohna gegründet. Aus den kleinen Anfängen – 1992 mit zwei Mitarbeitern und einem Trabant – hat sich ein höchst innovativer und fest in der Region verankerter Mittelständler entwickelt. Heute arbeiten etwa 180 Mitarbeiter, darunter 21 Auszubildende und mehrere Studenten, für das Unternehmen, das nach der Jahrhundertflut eine neue Heimat in Heidenau fand. Sie erwirtschaften mehrere Millionen Euro Umsatz und haben rund ein Jahr Auftragsvorlauf.

FAE plant, entwickelt und realisiert Anlagen für die Industrie, öffentliche Hand, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie für die Kultur. Kunden sind zum Beispiel die TU Dresden, Fraunhofer-Institute, die Uniklinik, der Kulturpalast, die Kunstsammlungen oder das Landgestüt. Neben der klassischen Elektroinstallation gewinnen in jüngster Zeit weitere Bereiche an Bedeutung. FAE verfügt etwa über einen Schaltanlagenbau und eine eigene LED-Leuchtenproduktion. Zudem forscht das Unternehmen an mobilen Brennstoffzellensystemen, die emissionsfrei Strom erzeugen.

Platz 2: Unser Bäcker– Bäckerei und Konditorei GmbH aus Klipphausen

Fast 240 Mitarbeiter, 27 Fachgeschäfte, 2.500 Quadratmeter Produktionsfläche und 60.000 frisch gebackene Brötchen pro Tag – dafür steht „Unser Bäcker“ aus Klipphausen. Das Unternehmen, das 1992 gegründet wurde, setzt auf eine regionale Ausrichtung und auf nachhaltiges Agieren sowohl gegenüber den Partnern als auch den Mitarbeitern. Als Dinkel-Spezialist hat sich das Unternehmen einen Namen gemacht. Geschäftsführerin Rommy Schumann und ihr Kollege, Bäckermeister Thomas Johne, setzen auf Mehrwegsysteme, plastikfreie Verpackungen, eine energieeffiziente Produktion und modernste Technik in der Backstube. Flexible Arbeitszeitmodelle und kontinuierliche Weiterbildung fördern Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter. Hervorzuheben ist die Integration internationaler Fachkräfte: Acht vietnamesische Auszubildende schließen aktuell ihre Ausbildung ab.

Platz 3: TnT Neue Energien GmbH aus Dresden

Die TnT Neue Energien GmbH plant, baut und betreibt Photovoltaik-Anlagen, und entwickelt Bestandsimmobilien weiter. Wirtschaftsingenieur Tom Hoffmann und Betriebswirt Thomas Schulz – ihre Vornamen bilden TnT – gründeten das Unternehmen 2009 in Dresden mit dem Fokus auf erneuerbare Energien. Als Spezialist für Photovoltaik hat sich der Handwerksbetrieb mit seinen zehn Mitarbeitern – darunter ein Werkstudent, ein Auszubildender und zwei Menschen mit Handicap – im Markt etabliert. Zu den Kunden zählen Gewerbe-, Industrie- und Landwirtschaftsbetriebe in Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. TnT überzeugt mit Leistung. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: 119 Großanlagen mit bis zu 19 Megawatt-Peak Spitzenleistung haben die Dresdner bis heute errichtet und installiert. Über 171 Millionen Kilowattstunden Strom wurden erzeugt.

Hintergrund: „Zukunftspreis – Handwerksbetrieb des Jahres“

Seit 2012 zeichnet die Handwerkskammer Dresden Unternehmen mit dem Zukunftspreis aus, die sich durch intelligente Konzepte bei der Nachwuchssicherung, der Bindung von Fachkräften und dem innovativen Einsatz neuer Technologien sowie mit Aspekten der Nachhaltigkeit hervortun. Teilnahmeberechtigt sind alle Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk Dresden[1], die seit mindestens zwei Jahren wirtschaftlich erfolgreich am Markt tätig sind. Der Preis ist mit 3.000 Euro für den Sieger sowie 1.000 Euro für den zweiten Platz und 500 Euro für den Drittplatzierten dotiert. Die Schirmherrschaft hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer inne.


[1] Zum Kammerbezirk Dresden zählen die Landkreise Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Landeshauptstadt Dresden