Handwerkskammer Dresden lehnt eine Erhöhung der Gewerbesteuer in Dresden ab

Unternehmen in aktueller Situation nicht zusätzlich belasten – Steuerpolitik ist immer auch Standortpolitik

Auf der Sitzung des Dresdner Stadtrates, bekräftigt die Handwerkskammer Dresden ihre Ablehnung der debattierten Gewerbesteuererhöhung in der Landeshauptstadt.

Olaf Behrends, Hauptabteilungsleiter Recht der Handwerkskammer Dresden, hat heute (11. Dezember) im Stadtrat die Sicht des Handwerks auf die mögliche Anhebung der Steuer erläutert. Er sagte: „Eine Steuererhöhung in der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage wäre äußerst kontraproduktiv. Denn dies würde die Handwerksbetriebe in der Landeshauptstadt weiter unter Druck setzen. Dabei müssen viele von ihnen heute schon mit spitzer Feder rechnen, um weiterhin am Markt zu bestehen. Daher spricht sich das Handwerk gegen diese Steuererhöhung aus.“

Behrends betonte darüber hinaus: „Steuerpolitik ist immer zugleich auch Standortpolitik. Die Hebesätze der Gewerbesteuer in Dresden gehören sowohl im sächsischen Vergleich als auch auf Bundesebene schon heute zu den höchsten. Doch nicht erst seit dem Einsturz der Carolabrücke stehen die Wagen der Handwerker viel zu oft im Stau in der Stadt. Die Stadt muss ihre Hausaufgaben erledigen, um ihre Attraktivität für Gewerbetreibende zu erhöhen und sie nicht durch Steuererhöhungen zu verschlechtern.“