Ausbilden leicht gemacht

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Ausbilden leicht gemacht

Sie möchten erstmals ausbilden, Lehrlinge finden, haben Fragen zur Ausbildung oder möchten die Qualität der Ausbildung in Ihrem Betrieb weiter verbessern?

Wir stehen Ihnen für alle Fragen vor und während der Ausbildung gern zur Verfügung. Sie erhalten Anregungen, Hilfestellungen und Informationen. Auch bei Ausbildungsproblemen und Konfliktsituationen stehen wir Ihnen beratend zur Seite.

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Fax: 0351 4640-34965
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Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Anpassung der Förderbedingungen und Förderung der Auftrags- und Verbundausbildungen ab November 2020

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

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Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ unterstützt das Bundesbildungsministerium Ausbildungsbetriebe in allen Bereichen der Wirtschaft und ausbildende Einrichtungen in den Gesundheits- und Sozialberufen, die in der aktuellen Situation wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, und hilft, dass Auszubildende auch bei pandemiebedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten ihres Ausbildungsbetriebs ihre Ausbildung fortsetzen und erfolgreich abschließen können.

Das Bundeskabinett hatte Ende Juni 2020 finanzielle Hilfen für Ausbildungsbetriebe auf den Weg gebracht, welche in zwei Förderrichtlinien konkretisiert wurden.

Für die erste Förderrichtlinie können seit Anfang August 2020 Anträge bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt werden. Die Änderungen sind am 11. Dezember 2020 in Kraft getreten und gelten auch rückwirkend. Anträge auf Förderungen können innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war, die aber von den geänderten Voraussetzungen erfasst sind. Dies gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag aus diesen Gründen abgelehnt worden ist. Alle Prämien werden rückwirkend für alle Ausbildungsverhältnisse, die die Voraussetzungen erfüllen und die im Ausbildungsjahr 2020/2021 ab dem 1. August 2020 beginnen, gezahlt. Über die Vergabe der Fördermittel wird nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen entschieden. Die Auszahlung der Prämien erfolgt nach erfolgreicher Probezeit.

Ende Oktober 2020 hat das Bundesbildungsministerium die zweite Förderrichtlinie des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“ veröffentlicht. Seit Anfang November 2020 können Fördermittel für die Auftrags- und Verbundausbildung über die Deutsche Rentenversicherung – Knappschaft-Bahn-See beantragt werden.

Was wird gefördert?

  1. Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus: Ausbildungsbetriebe werden mit Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 Euro gefördert, wenn sie im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr) und dabei weiterhin in einem Umfang ausbilden wie in den drei Jahren zuvor. Die Durchführung von Kurzarbeit wird dabei auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt (bisher: nur erstes Halbjahr 2020). Ausbildungen, die vom 24. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, werden in die Ausbildungsprämie miteinbezogen.

  2. Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus: Eine Ausbildungsprämie in Höhe von 3000 Euro erhalten Betriebe, die trotz Kurzarbeit (mindestens ein Monat) oder Umsatzeinbußen von 60 Prozent in den Monaten April und Mai 2020 (im Vergleich zu Vorjahresmonaten) ihr Ausbildungsengagement im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen.

  3. Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit: Betriebe, die trotz eines Arbeitsausfalles von 50 Prozent ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist. Die Zuschüsse werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis einschließlich Dezember 2020).

  4. Übernahmeprämie: Betriebe, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, erhalten eine Prämie von 3000 Euro pro übernommenen Auszubildenden. Dies ist unabhängig von der Betriebsgröße (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten). Solche Übernahmen werden bis zum 30. Juni 2021 gefördert (bisher: bis zum 31. Dezember 2020).
     
  5. Auftrags- und Verbundausbildung (2. Förderrichtlinie): Wenn kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) die Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht fortsetzen können, können andere KMU, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister befristet die Ausbildung übernehmen und dafür eine Prämie von 4.000 Euro je Auszubildender bzw. Auszubildendem erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden KMU vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern (ursprünglicher Ausbildungsbetrieb hat zumindest einen Monat Kurzarbeit durchgeführt oder der Umsatz ist in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken). Die Vereinbarung über die Auftrags- oder Verbundausbildung muss zwischen dem 24. Juni 2020 und dem Ablauf des 30.06.2021 geschlossen werden. Die hierin vereinbarte Auftrags- oder Verbundausbildung muss eine Dauer von mindestens sechs Monaten haben.

Wie lange wird gefördert?

  • Ausbildungsprämie und Ausbildungsprämie plus: für das Ausbildungsjahr 2020/2021
  • Zuschuss zur Ausbildungsvergütung: bis zum 30. Juni 2021
  • Übernahmeprämie: bis zum 30. Juni 2021
  • Auftrags- und Verbundausbildung: bis zum 30. September 2021
Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wird für das Ausbildungsjahr 2021/22 verlängert und erweitert. Alle vorgesehenen Änderungen finden Sie im oben stehenden Artikel - Förderrichtlinie "Ausbildungsplätze sichern" für das Ausbildungsjahr 2021/22.

 

Wie erfolgt die Antragstellung?

Als Handwerkskammer Dresden bestätigen wir Ihnen über das Formular "Bescheinigung der zuständigen Stelle" die neuen und bestehenden Ausbildungsverhältnisse sowie die vereinbarte Ausbildungsvergütung. Bitte senden Sie hierfür die vorausgefüllte "Bescheinigung der zuständigen Stelle" möglichst per E-Mail an Lehrlingsrolle@hwk-dresden.de. Wir schicken Ihnen anschließend die Bescheinigung(en) unterschrieben zurück.

Ansprechpartner

Berufsausbildung
Göran Zerbe
Abteilungsleiter

Telefon: 0351 4640-971
Fax: 0351 4640-34971
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Claudia Kalinka
Referentin Bildungspolitik/Grundsatzfragen

Telefon: 0351 4640-968
Fax: 0351 4640-34968
E-Mail schreiben

Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung - Förderung im Nachgang zu Corona

Das Bundeskabinett hatte Ende Juni 2020 finanzielle Hilfen für die Auftrags- und Verbundausbildung auf den Weg gebracht. Es wird hierfür ein zweite Förderrichtlinie geben. Sobald diese vorliegt, werden wir Sie informieren.

Ziel der Förderung ist die Stimulierung der stärkeren Nutzung von Auftrags- und Verbundausbildung im Ausbildungsjahr 2020/2021 für Auszubildende in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ihre Ausbildung pandemiebedingt temporär nicht im eigenenen Betrieb weiterführen können. Die Auftrags- und Verbundausbildung kann in anderen kleineren und mittleren Unternehmen (KMU), in überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (UBS) oder durch andere etablierte Ausbildungsdienstleister durchgeführt werden.

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