Handwerk zwischen Tradition und Moderne

© André Wirsig

Handwerk zwischen Tradition und Moderne

Region der kulturellen Vielfalt.

Am 25. Mai 2009 wurde der Landkreis Bautzen von der Bundesregierung mit dem Titel „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet. Dieser Titel würdigt den Facettenreichtum des Landkreises, der unter anderem mit der traditionsreichen Handwerkskunst in der Region begründet wurde.

Die Handwerkskammer Dresden versteht sich als starker Partner in der Region. Wir setzen uns in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Bautzen und den Innungen in der Region mit Nachdruck dafür ein, dass das Handwerk zwischen Bischofswerda und Hoyerswerda als wichtiges Bindeglied in der regionalen Wertschöpfungskette in seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nachhaltig gestärkt wird.

Dazu zählen eine aktive Wirtschaftsförderung, leistungsfähige Straßen- und Schienenwege, eine flächendeckende Breitbandversorgung im Gigabit-Bereich und gute Bildungsinfrastruktur von der Kita über die allgemeinbildenden Schulen bis zur Berufsschule. Des Weiteren setzen wir uns aktiv dafür ein, dass der Strukturwandel in der Braunkohle-Region planvoll und zukunftsorientiert verläuft.

Wir fordern einen ausgewogenen Branchenmix aus Industrie, Handwerk und Dienstleistungssektor. Dabei gilt es, die Stärken der Region im Bereich der Energiewirtschaft weiter zu stärken und die Oberlausitz zu einem Nucleus für die Energiewende und Elektromobilität in Deutschland weiterzuentwickeln.  

Nachfolgend finden Sie ein Positionspapier zur Weiterentwicklung der Wirtschaftsregion Lausitz, unsere Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2014 sowie eine Auswertung der Ergebnisse der Standortzufriedenheitsbefragung für den Landkreis Bautzen.

Ansprechpartner

Dorothea Engler
Referentin für Wirtschaftsförderung

Telefon: 0351 4640-944
Fax: 0351 4640-34944
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Standortzufriedenheitsanalyse 2014

Kommunale Standortbedingungen im Kammerbezirk Dresden im Fokus

Die Handwerkskammer Dresden und die IHK befragten im Jahr 2014 1.485 Unternehmen im Kammerbezirk, darunter 329 in der Landeshauptsadt Dresden, 272 im Landkreis Bautzen, 264 im Landkreis Görlitz, 309 im Landkreis Meißen und 311 im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, zur Bedeutung und Zufriedenheit mit ihren Standortbedingungen befragt. Die Unternehmen konnten mehr als 30 Faktoren, von der Verkehrsinfrastruktur, über kommunale Steuern und Abgaben, bis zu Sicherheit, Breitbandanbindung und Kinderbetreuungsangeboten nach Bedeutung und Zufriedenheit bewerten.

Es liegen Ergebnisse für den Kammerbezirk, die Landeshauptstadt Dresden und die einzelnen Landkreise einschließlich größerer Städte vor. Die nächste Umfrage ist im Jahr 2018 geplant.

Ansprechpartner

Bärbel Leipnitz

Telefon: 0351 4640-938
Fax: 0351 4640-34938
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Kommunalwahl 2014

Startes Handwerk. Starke Kommunen.

Das Handwerk ist integraler Bestandteil der sächsischen Kommunen. Der örtliche Bäcker, Tischler oder Schumacher sind häufig Inbegriffe kommunaler Identität. Ohne die ökonomische Leistungsfähigkeit des Handwerks als tragende Säule regionaler Wertschöpfungsketten ist eine gute kommunale Entwicklung undenkbar. 

Das Handwerk muss daher heute und in Zukunft ein Garant für nachhaltiges Wachstum, gute Ausbildung und sichere Beschäftigung bleiben. Dafür gilt es, nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 die richtigen Weichen zu stellen und Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu finden.

Wie steht es beispielsweise um die flächendeckende Breitbandversorgung und die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen und -immobilien? Wie entwickeln sich die kommunalen Strom- und Gaspreise? Werden die Grund- und Gewerbesteuern weiter erhöht? Sind ausreichend Parkplätze und Anlieferzonen vorhanden?

Diese und weitere Fragen bewegen die Handwerkerinnen und Handwerker und entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Handwerksunternehmen.

Die nachfolgenden Wahlprüfsteine der Handwerkskammer Dresden verdeutlichen, wo der Schuh besonders drückt und wo die neu gewählten Stadt- und Gemeideräte in den sächsischen Kommunen umgehend handeln müssen:

  • Vergabepolitik handwerksfreundlich nach anerkannten Grundsätzen der Fach- und Teillosvergabe gestalten.
  • Flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 50 Mbit/s gewährleisten. Kommunen bei den Kosten des Breitbandausbaus entlasten.
  • Kommunale Steuern- und Abgaben für Handwerksbetriebe moderat gestalten.  Grund- und Gewerbesteuern  nicht weiter anheben.
  • Verdrängung von Handwerksbetrieben aus den Innenstädten wirksam  unterbinden.
    Handwerksbetrieben Zugang zu günstigen Gewerbeflächen durch die bedarfsgerechte Umwandlung von brachliegenden Arealen erleichtern.
  • Sozialen Wohnungsbau als Standortfaktor begreifen. Bestehende Defizite beheben.
  • Energiepolitische Herausforderungen meistern. Handwerk als Aktivposten bei der energetischen Gebäudesanierung und dezentralen Energiekonzepten fördern.
  • Qualität und Quantität der regionalen Berufsschulstandorte nachhaltig sichern.
  • Kommunale Verkehrspolitik im Hinblick auf Verkehrsströme, Lichtsignalsteuerung, Beschilderung und Parkflächen handwerks-freundlicher gestalten.
  • Kommunale Investitionsquote erhöhen. Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken.
  • Kooperationen zwischen Handwerk und Kommune bei Fragen der Stadtentwicklungspolitik  sowie  des  Baustellen- und Verkehrsmanagements weiter intensivieren.
  • Wirtschaftskraft und persönliches Engagement des örtlichen Handwerks als Potenzial für die lokale Entwicklung und soziale Stabilität der Kommunen begreifen und nutzen.
  • Handwerk durch ständigen Sitz in Sparkassenverwaltungsräten eine starke Stimme verleihen.

Die Reihenfolge stellt keine Priorisierung dar.

Ansprechpartner

Dr. Andreas Brzezinski
Hauptgeschäftsführer

Telefon: 0351 4640-400
Fax: 0351 4718-600
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Stefanie Suppan-Schmidt
Referentin Handwerksförderung

Telefon: 0351 4640-403
Fax: 0351 4640-34403
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Wirtschaftsstandort Lausitz stärken und weiterentwickeln

Positionspapier der Handwerkskammern Cottbus und Dresden verabschiedet

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Lausitz in Brandenburg und Sachsen muss weiter gestärkt werden. Dafür sind Bundes- und Landesmittel gezielt einzusetzen. Das ist eine der Erwartungen, die die Vorstände der Handwerkskammern Cottbus und Dresden in einem gemeinsamen Positionspapier verankert haben. Verabschiedet wurde die Vorlage bei einer gemeinsamen Sitzung am heutigen Montagnachmittag in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz).

Der industrielle Strukturwandel in der Lausitz hat auch Auswirkungen auf die Unternehmen und Beschäftigten im Handwerk. Umso wichtiger ist es, dass das Handwerk als Motor für nachhaltiges Wachstum, gute Beschäftigung und Garant für eine hohe Ausbildungsleistung nachhaltig gestärkt wird. Das ostsächsische und südbrandenburgische Handwerk erwartet von den Ländern und vom Bund, sich klar zum Erhalt der Wirtschaftsregion und zur Vision einer Weiterentwicklung des Standortes zu bekennen. 

Dazu gehört die Stärkung einer vielfältigen Branchenstruktur aus Industrie, Dienstleistungen und Handwerk, von der das Handwerk als wichtiges Bindeglied regionaler Wertschöpfungsketten maßgeblich profitiert. Zudem soll die Lausitz langfristig zur Vorzeigeregion bei der Umsetzung der Energiewende weiterentwickelt werden. Durch gezielte Maßnahmen im Bereich der Energie- und Ressourceneffizienz kann das Handwerk neue Wertschöpfungsquellen erschließen. In Richtung der neuen Eigentümer der Braunkohlekraftwerke und -tagebaue formuliert das Handwerk die Erwartung, dass die Braunkohle als Brückentechnologie und wichtiger Beitrag im deutschen Energiemix erhalten bleibt. Der Eigentümerwechsel dürfe nicht zu einem massiven Stellenabbau führen.

Von Seiten der Politik fordert das Handwerk ein tragfähiges Konzept, das heute und in Zukunft die wirtschaftliche Vielfalt der Lausitzregion jenseits der Braunkohle stärkt. Dabei geht es um eine wegweisende Vision, die Perspektiven für Handwerk und Mittelstand aufzeigt und damit die Lausitz in eine erfolgreiche Zukunft führt.

Peter Dreißig, Präsident der Handwerkskammer Cottbus: „In unserer Region vergab Vattenfall in den letzten Jahren 500 Millionen Euro an Aufträgen. Ein Teil davon ist auch in das Handwerk geflossen. 8.000 unmittelbar Beschäftigte verdienen gutes Geld beim Energiekonzern und sind Kunden des Handwerks. Etliche unserer Unternehmen sind vom Braunkohleausstieg betroffen. Wir brauchen die Unterstützung der Länder und des Bundes für den Strukturwandel, in dem wir uns schon befinden. Die südbrandenburgische Lausitz hat dafür die Innovationsregion Lausitz GmbH gegründet, in der sich unsere Aktivitäten einordnen.“

Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden:  „Die derzeitige Ausgangslage ist für die Lausitz eine Zäsur, kann aber zugleich Katalysator für einen grundlegenden Strukturwandel in der Region sein. In erster Linie muss der Bieter für den Erhalt der Arbeitsplätze und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region sorgen. Die Politik steht in der Pflicht, dafür  entsprechende Rahmenbedingungen zu setzen. Aber auch die Handwerkskammern Cottbus und Dresden, als Vertreter des Handwerks in der Region, wollen sich aktiv in den Prozess einbringen. Wir werden unsere länderübergreifende Zusammenarbeit intensivieren und in diesem Zusammenhang unser Beratungs-, Informations- und Veranstaltungsangebot für Handwerksbetriebe in der Lausitz synchronisieren und strategisch erweitern.“

Ansprechpartner

Carolin Schneider
Pressesprecherin

Telefon: 0351 4640-406
Fax: 0351 4640-34406
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Peggy Michel
Pressereferentin

Telefon: 0351 4640-404
Fax: 0351 4640-34404
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Daniel Bagehorn
Pressereferent

Telefon: 0351 4640-405
Fax: 0351 4640-34405
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