Konjunkturberichte der Handwerkskammer

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Konjunkturberichte der Handwerkskammer

Um die wirtschaftliche Situation der Handwerksbetriebe besser analysieren zu können, führt die Handwerkskammer zweimal jährlich (Frühjahr und Herbst) eine Unternehmensbefragung unter rund 3.000 eingetragenen Mitgliedsbetrieben durch.

Die Ergebnisse werden als Konjunkturbericht der Handwerkkammer Dresden veröffentlicht.

Außerdem fließen diese Ergebnisse in den sächsischen Konjunkturbericht ein, der vom Sächsischen Handwerkstag herausgegeben wird.

Konjunkturbericht Herbst 2019

Handwerk auf hohem Niveau stabil

Trotz Abflauens der Industriekonjunktur hat das ostsächsische Handwerk nur wenig eingebüßt und eine gute Position behaupten können. Der Geschäftsklimaindex im Handwerk hat im Vergleich zum Herbst 2018 nur vier Punkte verloren und liegt momentan bei 130 Punkten. Grund dafür ist nach wie vor die stabile Bauwirtschaft und die günstige Binnenkonjunktur. Dennoch macht sich auch im Handwerk Verunsicherung breit.

Ausgelöst durch globale und politisch verursachte Krisen, Handelskonflikte und Umstrukturierungen in der Fahrzeugindustrie sind hauptsächlich die Unternehmen für den gewerblichen Bedarf und Autohäuser betroffen.

Entwicklung des Geschäftsklimas seit 1994

Zwei Drittel der befragten Betriebe schätzten ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut ein. 29 % beurteilten die Geschäftslage als zufriedenstellend und nur 5 % als schlecht. In den nächsten Monaten sehen 13 % der Befragten Verbesserungen ihrer Geschäftserwartungen, aber 8 % befürchten Verschlechterungen. Die Auftragslage ist zum Vorjahr etwas rückläufig. Dennoch verzeichneten 23 % der Befragten in diesem Quartal steigende Auftragseingänge. Die Auftragsreichweiten betrugen unverändert elf Wochen.

Nahezu identisch zu den vergangenen drei Herbstquartalen meldeten 29 % der Befragten im dritten Quartal Umsatzsteigerungen, 57 % stabile und 14 % fallende Umsätze. Die durchschnittliche Betriebsauslastung erreichte 90 %. Obwohl mehr Dynamik in der Beschäftigtenentwicklung entstand, konnte sich die Beschäftigtenzahl nur unwesentlich erhöhen. Die große Investitionsbereitschaft erhöhte sich weiter.

Ansprechpartner

Bärbel Leipnitz

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