Das Handwerk bildet trotz schwacher Konjunktur weiter aus

2.170 Frauen und Männer haben eine Ausbildung im Handwerk begonnen – Wirtschaftliche Krise schlägt langsam auf Ausbildungsmarkt durch

Die Betriebe im Handwerk sind unzufrieden mit der Wirtschaftslage – ihre Ausbildungsbereitschaft bleibt jedoch ungebrochen: 486 Frauen und 1.684 Männer haben in diesem Jahr eine Lehre bei einem Handwerksbetrieb im Kammerbezirk Dresden angefangen. Diese insgesamt 2.170 neuen Lehrverträge (Stand 30. September) bedeuten einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Damals hatten noch 2.250 Frauen und Männer eine Ausbildung in einem Handwerksbetrieb in der Region begonnen.

„Die Stimmung in einer wachsenden Zahl von Handwerksbetrieben in der Region ist dramatisch schlecht. Die kürzlich angehobenen Wachstums-prognosen für Deutschland schlagen sich nicht im Handwerk in der Region nieder. Noch hat diese negative Stimmung aber keine signifikanten Auswirkungen auf den Ausbildungsmarkt“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. „Die Handwerksbetriebe setzen auch weiterhin auf die eigene Ausbildung, um sich ihre Fachkräfte von morgen zu sichern. Sie übernehmen Verantwortung. Nichtdestotrotz sind die ersten Folgen der wirtschaftlichen Krise auch auf dem Ausbildungsmarkt in der Region angekommen.“

Hintergrund zur Ausbildung im Handwerk in Ostsachsen:

In mehr als 80 Berufen – von A wie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bis Z wie Zimmerer – bilden die Handwerksbetriebe in der Region aus.

Die beliebtesten Berufe im Handwerk in Ostsachsen sind (nach Zahl der neu-abgeschlossenen Lehrverträge sortiert): Kraftfahrzeugmechatroniker (320 neue Lehrverträge), Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (186), Elektroniker (181), Tischler (102), Friseur (98), Maler und Lackierer (96), Dachdecker (85) sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (82).