Sport- und Outdoorforum Lausitz 2026

Premiere am Dreiweiberner See: das erste Sport- und Outdoorforum Lausitz

Was hat eine Fahrradmanufaktur aus der Lausitz mit Olympia-Ausrüstung zu tun? Eine ganze Menge, fand die Handwerkskammer Dresden und lud am 19. September 2026 zum ersten Sport- und Outdoorforum Lausitz an den Dreiweiberner See. Das Bootshaus Lohsa wurde für einen Tag zum Treffpunkt für Handwerker, Sportler und sportinteressierte Besucher mit ihren Familien. Bei strahlendem Spätsommerwetter wurde die Premiere zum Netzwerktreffen, das allen Interessierten die Möglichkeit bot, Produkte und Ideen aus der Lausitz kennenzulernen und auszuprobieren.

Vom Institut für die Entwicklung von Sportgeräten bis zur Bike Economy Sachsens

Den Auftakt des Fachforums machte ein Mann, der weiß, wie Weltklasseausrüstung entsteht: Michael Nitsch, Direktor des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) in Berlin. Das FES entwickelt für deutsche Athletinnen und Athleten Sportgeräte bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Paralympische Wettkämpfen. In seiner Keynote zeigte Michael Nitsch, wie aus der Kombination von Forschung, handwerklicher Fertigung und Athleten am Ende Ausrüstung entsteht, die den Spitzensport erfolgreich macht.

Danach kamen die Praktiker aus der Region zu Wort: Cornelia Buhse von der Outdoormarke Nordisk in Görlitz sprach über Sonderanfertigungen als Nische und Jonas Krenz von NIJO Components aus Cottbus über die Entwicklung und Reparatur von Carbonbauteilen für Fahrräder. Den Abschluss des Fachprogramms machte Roman Elsner vom Cycling Saxony e.V. Er zeigte wirtschaftliche Potenziale des Fahrradsports in Sachsen auf.

Sport- und Outdoormesse sowie Mitmachparcours: Vielfalt aus der ganzen Lausitz

Ab 15 Uhr öffnete sich das Gelände für alle Sportinteressierten. Auf der Sport- und Outdoormesse zeigten Unternehmen aus der Lausitz und Sachsen ihre Dienstleistungen und Produkte: handgefertigte Fahrräder von JJ Bikes aus Zittau und Sour Bikes aus Dresden, maßgeschneiderte Outdoortextilien von Sandra Kannis aus Arnsdorf, modulare Camper-Einbauten von Ebicos aus Rothenburg, Glampingzelte und Schlafsäcke der internationalen Outdoormarke Nordisk aus Görlitz, geführte Rennradtouren von VeloVenture aus Löbau und Yoga auf dem SUP von Wunderwerk aus Hoyerswerda. Darüber hinaus präsentierten sich der KnappenMan e.V. aus Hoyerswerda, die Segelschule Dreiländereck, Görlitz, der Kreissportbund Bautzen, der Oberlausitzer Kreissportbund aus Görlitz und die Handwerkskammer Dresden. 

Eine Messe dieser Art gab es in der Region bislang noch nicht.

Wer nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden wollte, konnte Drachenboot fahren, Yoga auf dem Wasser ausprobieren, Jonglieren oder verschiedene Fahrradtypen testen. Den Abschluss des Tages sollte ein Auftritt der jungen Band Rainer Rauhut aus Hoyerswerda bilden, der leider wegen Erkrankung der Sängerin abgesagt werden musste.

Fazit: Eine Premiere, die neugierig macht

Das erste Sport- und Outdoorforum Lausitz hat gezeigt, dass Sport und Handwerk mehr miteinander zu tun haben, als man auf den ersten Blick denkt. Zwischen Olympia-Ausrüstung aus Berlin und einer Fahrradmanufaktur aus der Oberlausitz zeigte sich beim Sportforum ein Netzwerk, das die Lausitz als Standort für Sport- und Outdoortechnologie sichtbar macht.

Eine Woche zuvor hat das Team sein Projekt Sport- und Outdoortechnologie Lausitz und einige seiner Netzwerkpartner auf der Messe Bespoked in Dresden präsentiert. Einen kleinen Rückblick gibt es auf der Website der Wirtschaftsförderung Sachsen: BESPOKED Dresden 2026: Ein Wochenende im Zeichen der Bike-Community

Impressionen vom Sport- und Outdoorforum Lausitz am 19.09.2026

Das Projekt Sport- und Outdoortechnologie Lausitz

Mit dem Projekt Sport- und Outdoortechnologie Lausitz zielt die Handwerkskammer Dresden darauf ab, ein regionales Innovationsnetzwerk an der Schnittstelle von Handwerk, Sport und Wissenschaft aufzubauen. Es richtet sich an Betriebe, um Ideen und Innovationen im Sport- und Outdoor-Bereich sowie neue Technologien im Handwerk voranzutreiben. Dabei sollen Handwerksbetriebe untereinander sowie Handwerk, Wissenschaft und Sport vernetzt werden.

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