Phillip Auerswald ist der beste Fleischer-Geselle Deutschlands 2025. Bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk belegte der 20-Jährige den ersten Platz. Mehr noch: Der junge Handwerker aus Herzogswalde, einem Ortsteil von Wilsdruff, hat inzwischen auch schon seinen Meisterbrief in der Tasche. Den großen Befähigungsnachweis legte er vor wenigen Tagen in Augsburg ab.
Phillip Auerswald hat seine Ausbildung bei Vorwerk Podemus in Dresden absolviert. Aus tiefster Überzeugung widmet man sich dort seit 1991 dem organischen Landbau und der Herstellung hochwertiger ökologischer Lebensmittel. 230 Mitarbeiter sind in den verschiedensten Geschäftsbereichen beschäftigt. Pro Jahr werden knapp zehn Lehrlinge ausgebildet – in der Landwirtschaft, im Einzelhandel, Büro und Fleischerei. In der Hoffleischerei hat Phillip Auerswald seinen Beruf gelernt. „Die Ausbildung war sehr gut. Die Arbeit im Team hat mir viel Spaß gemacht. Es wurde viel verlangt, aber der Umgang war immer respektvoll und wertschätzend“, beschreibt Auerswald. Tierhälften zerlegen, Wurst herstellen: Er mag alles an seinem Job.
Schon als kleiner Junge wurde Phillip Auerswald in die Arbeit eingebunden. Sein Opa war Jäger, sein Vater ist Landwirt. Dazu gehörte auch die Schlachtung von Schweinen. Da er nicht studieren wollte, entschied er sich nach dem Abitur für den Beruf des Fleischers.
Phillip Auerswald geht ab Mitte nächsten Jahres nach Bayern, um als Fleischermeister zu arbeiten. „Ich will noch viel Erfahrungen sammeln.“ Das Ziel ist ein eigenes Unternehmen.
Weitere Gewinner:
Neben Phillip Auerswald aus Wilsdruff erreichten vier weitere Gesellen aus dem Kammerbezirk Dresden[1] bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk den zweiten Platz. Fünf Gesellen wurden Dritte in ihrem Gewerk.
Einer der Zweitplatzierten ist Joshua Hermann Graff aus Kubschütz (Landkreis Bautzen). Der Metallbauer zeigte beim Bundesfinale eine exzellente Leistung und wurde in der Fachrichtung Konstruktionstechnik Deutschlands zweitbester Metallbauer. Die Arbeit, auch wenn sie körperlich anstrengend ist, macht Joshua Hermann Graff trotzdem Spaß. Mit seinen eigenen Händen etwas zu erschaffen oder zu reparieren, kann nicht jeder, wie der Metallbauer sagt. Er hat früher auf dem heimischen Hof viel repariert und geschweißt. So lag der Beruf des Metallbauers nahe. „Nächstes Jahr will ich mit der Meisterschule anfangen“, blickt der 21-Jährige voraus. Er will auf jeden Fall in der Lausitz bleiben. „Das ist meine Heimat, sie gibt mir so ein gutes Gefühl.“
Im Fahrzeuglackiererhandwerk errang Nelly Edler aus Rabenau den zweiten Platz. Ihre Begeisterung für das Lackiererhandwerk begann früh: Schon in der fünften Klasse stieß sie durch einen Schulvortrag auf ihren heutigen Beruf. „Ich wollte etwas Kreatives machen und das mit meinem Beruf verbinden“, erzählt die 20-Jährige. Beim Wettbewerb bewies Nelly ihr Können unter anderem bei der Lackierung einer gewölbten Motorhaube mit vorgegebenem Design. Hier kam es auf Präzision, exaktes Abkleben und ein sicheres Gespür für Farbverläufe. Gleichzeitig konnte sie bei der freien Gestaltung eines Carshapes ihre Kreativität einbringen und verschiedene Techniken kombinieren.
Auf Anfrage stellen wir Ihnen gern Kontaktdaten zu den einzelnen Handwerkern zur Verfügung.
Zudem besteht die Möglichkeit ein Foto von Phillip Auerswald, Joshua Hermann Graff und Nelly Edler zu beziehen.
Hintergrund zur Deutschen Meisterschaft im Handwerk:
[1] Zum Kammerbezirk Dresden zählen die Landkreise Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Landeshauptstadt Dresden
