Vor dem Hintergrund der startenden Bürgerbeteiligung zum Wiederaufbau der Carolabrücke und mehrerer aktueller Einwürfe, die insbesondere das Aussehen des Viadukts in den Fokus nehmen, erinnert das Handwerk daran, die wirtschaftliche Bedeutung des Bauwerks stärker in den Fokus zu nehmen.
Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, betont: „Das Wichtigste bei der Debatte um die schöne Ausgestaltung der neuen Carolabrücke wird aus Sicht des Handwerks zu leicht vergessen. Die neue Brücke muss leistungsfähig sein. Das Bauwerk muss so geschaffen werden, dass der Liefer- und der Güterverkehr reibungslos über sie hinweg rollt, dass der ÖPNV fließt und auch das Fußgänger und Radfahrer sicher und schnell das andere Ufer erreichen können.“
Der Verkehr in der Stadt hat sich seit dem Einsturz der alten Carolabrücke verlagert. Das heißt aber nicht, dass der Verkehr aktuell problemlos läuft. „Viel zu oft stehen die Handwerker im Stau auf der Marienbrücke. Viel zu oft ärgern sie sich über den oftmals stockenden Verkehr auf der Albertbrücke und der Waldschlößchenbrücke. Auch die Abgas- und Feinstaubbelastung in der Stadt hat sich dementsprechend verlagert und muss Beachtung finden“, sagt Jörg Dittrich. „Gerade vor dem Hintergrund der massiven Investitionen im Dresdner Norden ist es um so wichtiger, dass die Waren- und Dienstleistungsströme durch die Stadt reibungslos laufen. Dazu sind leistungsfähige Verkehrsachsen das A und O.“
Der Präsident der Handwerkskammer Dresden unterstreicht: „Entscheidend ist, dass die neue Carolabrücke so schnell wie möglich steht. Weitere Verzögerungen sind bei dem ohnehin nicht sehr ambitionierten Zeitplan unbedingt zu vermeiden. Der Beschluss des Stadtrates für den Ersatzneubau muss umgesetzt werden. “
