Vor der entscheidenden Sitzung des Dresdner Stadtrates am 3. September zur Carolabrücke, positioniert sich das Handwerk klar für den Bau einer vierspuriger Carolabrücke in der Innenstadt.
Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, verdeutlicht: „Das Wichtigste aus Sicht des Handwerks ist die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der neuen Brücke. Der Liefer- und Güterverkehr muss reibungslos über die Elbquerung fließen können. Am besten gelingt das durch eine vierspurige Carolabrücke, die möglichst schnell steht.“
Kreishandwerksmeister Michael Möckel betont: „Für Kundentermine, Materialtransporte, Notdienste, Montage- und Baustellenfahrten sind Handwerker in Dresden unterwegs. Dabei gilt: Zeit ist Geld. Wenn Handwerker im Stau stehen, ist das für die Betriebe genauso ärgerlich und teuer, wie für die Kunden. Daher macht sich das Dresdner Handwerk für eine vierspurige Carolabrücke stark. Denn was von Anfang an zu schmal geplant ist, lässt sich später kaum verbreitern – und wird schnell zum Nadelöhr.“
Gerade auch vor dem Hintergrund der jüngst veröffentlichten Dresdner Verkehrsprognose für das Jahr 2040 ist eine leistungsfähige Carolabrücke von entscheidender Bedeutung für die Stadt. Die Verkehrsprognose sagt aus, dass der motorisierte Individualverkehr und der Wirtschaftsverkehr nur minimal sinken werden und der Schwerverkehr ansteigt. Jörg Dittrich betont: „Bei allen Debatten um die Ausrichtung einer modernen Verkehrspolitik, darf der Wirtschaftsverkehr nicht vernachlässigt werden. Er ist kein Selbstzweck, sondern für die Versorgung der Menschen existenziell. Entscheidend ist, dass man sich langfristig auf etwas verlassen kann. Das Handwerk denkt in Generationen – nicht in Wahlperioden.“
In einem gemeinsamen Brief an die Mitglieder des Dresdner Stadtrates haben die Kreishandwerkerschaft Dresden und die Handwerkskammer Dresden ihre Argumente vorgebracht. Darin heißt es u. a. „Der Stadtrat hat im vergangenen Jahr einen klaren Beschluss gefasst: Vier Kfz-Fahrstreifen für den Ersatzneubau der Carolabrücke. Dieser Beschluss war das Ergebnis eines intensive und notwendigen Abwägungsprozesses. Wir bitten Sie daher, am Beschluss festzuhalten und einen zügigen, rechtssicheren und zukunftsorientieren Wiederaufbau zu ermöglichen.“
