20.000 Schüler, 20.000 Perspektiven: Handwerk erreicht Meilenstein in der Berufsorientierung

Jörg Dittrich: „Berufsorientierung ist eine Erfolgsgeschichte“ – Schüler der Gemeinschaftsschule Campus Cordis stellvertretend geehrt

20.000-mal Handwerk zum Ausprobieren: Hans Schöne von der Gemeinschaftsschule Campus Cordis aus Dresden ist der 20.000. Teilnehmer eines Berufsorientierungsangebots der Handwerkskammer Dresden. In der Holzwerkstatt der Handwerkskammer wurde dieser besondere Meilenstein heute begangen.

Seit dem Start des Programms im Jahr 2009 erhalten junge Menschen in der Handwerkskammer Dresden die Möglichkeit, Handwerk nicht nur kennenzulernen, sondern selbst mit anzupacken und praktische Einblicke zu gewinnen. Sie sägen, schrauben, gestalten, probieren verschiedene Gewerke aus und entdecken dabei oft ganz neue Talente und berufliche Perspektiven.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, hebt hervor: „Der 20.000. Teilnehmer steht dabei stellvertretend für eine Erfolgsgeschichte: Berufsorientierung schafft Chancen, baut Berührungsängste ab und macht die Vielfalt des Handwerks erlebbar.“

Mit praxisnahen Angeboten, Workshops und Einblicken in verschiedene Gewerke unterstützt die Handwerkskammer Dresden Schüler der siebten und achten Klasse dabei, ihre berufliche Zukunft aktiv zu gestalten. „Wir freuen uns sehr, mit unserem Angebot so viele junge Menschen für das Handwerk begeistern und ihnen Perspektiven für ihren weiteren Weg aufzeigen zu können“, so Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden.

Pro Schuljahr schnuppern aktuell etwa 1.400 Mädchen und Jungen in der Handwerkskammer Dresden Praxisluft in über 20 Berufsfeldern. Dazu zählen zum Beispiel Holz, Raumausstattung, Textil, Zahntechnik, Metall, Schilder- und Licht-Reklame sowie Mediengestaltung. Die Handwerkskammer Dresden arbeitet mit 25 Schulen zusammen – von Gymnasien über Oberschulen bis hin zu Förderschulen. Die Bildungseinrichtungen sitzen neben der Landeshauptstadt Dresden auch in Radebeul, Freital, Radeberg, Kamenz, Pulsnitz, Schmiedeberg und Ebersbach.

Um die Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortschreiben zu können, mahnt Jörg Dittrich Reformen an: „Berufliche Bildung wird bis heute strukturell schlechter gefördert als akademische. Das muss sich ändern. Hier braucht es mehr und vor allem verlässliche Investitionen, gerade in die Bildungszentren des Handwerks. Eine flächendeckende und frühe Berufsorientierung, insbesondere auch und insbesondere an den Gymnasien, kann dabei helfen, mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.“