SYNTRAL: Wissens- und Technologietransfer im Leichtbau neu denken

SYNTRAL entwickelt neue Wege, um Wissen und Leichtbau-Technologien schneller in die betriebliche Praxis zu bringen. Handwerksbetriebe und Unternehmen werden dabei aktiv in den Transferprozess eingebunden.

Wie gelangen neue Materialien, Konstruktionsansätze oder Fertigungstechnologien schneller in die betriebliche Praxis? Und warum gelingt der Austausch zwischen Forschung und Unternehmen oft nur begrenzt? Genau an diesen Fragen setzt SYNTRAL – der Synergetische Transferraum Lausitz – an. 

Im Unterschied zu klassischen Innovationsprojekten stehen hier nicht fertige Lösungen im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, den Wissens- und Technologietransfer selbst zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Unternehmen werden dabei nicht als reine Anwender verstanden, sondern als aktive Partner in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess. 

Thematischer Schwerpunkt ist der Leichtbau. Dieser umfasst ein breites Spektrum – von Materialleichtbau mit Aluminium oder Faserverbundwerkstoffen über strukturoptimierte Konstruktionen bis hin zu ressourcenschonenden und kreislauffähigen Ansätzen. Entscheidend ist jedoch nicht nur das „Was“, sondern vor allem das „Wie“: Wie kann Wissen so vermittelt werden, dass es im Betrieb tatsächlich ankommt und genutzt wird? 

Unternehmen als Mitgestalter von Transferprozessen 

SYNTRAL setzt bewusst auf die aktive Einbindung von Unternehmen. Ziel ist es, reale Anforderungen aus der Praxis direkt in die Entwicklung neuer Transferformate einfließen zu lassen. 

Das bedeutet konkret: 

  • Unternehmen bringen eigene Fragestellungen und Problemstellungen ein  
  • sie beteiligen sich am Austausch mit Wissenschaftspartnern auf Augenhöhe  
  • sie wirken an der Entwicklung neuer Kooperations- und Transferformate mit  
  • sie erproben und reflektieren neue Formen der Zusammenarbeit  
  • sie gestalten Schnittstellen zwischen Forschung und Praxis aktiv mit  

Der Mehrwert liegt damit nicht nur im Zugang zu aktuellem Wissen, sondern vor allem in der Mitgestaltung zukünftiger Strukturen des Wissenstransfers. 

Ansprechpartner

Daniel Hübschmann
Abteilungsleiter

Tel:0351 4640-948
Fax:0351 4640-34948
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Werkstattprojekte als Experimentierfelder 

Die praktische Umsetzung erfolgt über sogenannte Werkstattprojekte. Diese verstehen sich nicht als klassische Entwicklungsprojekte, sondern als gezielte Experimentierräume für neue Formen des Austauschs im Leichtbau. 

Beispiele für diese Formate sind: 

  • Weiterbildung bei Dir 
    Neue Ansätze der betrieblichen Weiterbildung werden direkt im Unternehmen erprobt. Lernen findet dort statt, wo gearbeitet wird – praxisnah, flexibel und eng an den tatsächlichen Anforderungen orientiert.  
  • DigiTrain 
    Digitale Formate wie Simulationen, 3D-Modelle oder virtuelle Lernumgebungen werden genutzt, um komplexes Wissen anschaulicher und zugänglicher zu machen.  
  • Shared Factory / Industriecampus 
    Untersucht wird, wie gemeinsame Infrastruktur und geteilte Ressourcen die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen verändern können.  
  • Dezentraler Lausitz-Campus 
    Ziel ist es, Wissenszugang und Austausch unabhängig von Ort und Institution zu organisieren – regional vernetzt und digital unterstützt.  
  • TR!ABI – Transfer- und Bildungsinitiative 
    Entwickelt niedrigschwellige Formate der Wissensvermittlung und bindet unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen stärker in Innovationsprozesse ein.  

Diese Werkstattprojekte zielen nicht auf einzelne Produkte, sondern auf die Weiterentwicklung des gesamten Transfersystems. 

Ein Reallabor für neue Formen der Zusammenarbeit 

SYNTRAL ist Teil der T!Raum-Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Der Transferraum fungiert dabei als Reallabor: Neue Formen der Zusammenarbeit werden nicht nur konzipiert, sondern unter realen Bedingungen erprobt und bewertet. 

Im Zentrum steht eine grundlegende Fragestellung: 

Wie müssen zukünftige Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft gestaltet sein, damit Wissen schneller fließt, besser verstanden wird und in der Praxis wirksam wird? 

Unternehmen übernehmen dabei eine zentrale Rolle. Sie helfen, 

  • bestehende Transferwege kritisch zu hinterfragen  
  • Barrieren zwischen Wissenschaft und Praxis sichtbar zu machen  
  • neue Austauschformate zu testen und weiterzuentwickeln  
  • funktionierende Ansätze in die Breite zu tragen  

Der Transferraum wird so selbst zum Gegenstand gemeinsamer Entwicklung. 

Mitwirken und Perspektiven nutzen 

SYNTRAL richtet sich an Unternehmen, die im Leichtbau tätig sind oder sich mit Material-, Struktur- und Konstruktionsfragen beschäftigen. Im Fokus steht nicht die Nutzung einzelner Angebote, sondern die aktive Beteiligung an einer zentralen Zukunftsfrage: 

Wie muss Wissens- und Technologietransfer gestaltet sein, damit er im betrieblichen Alltag tatsächlich funktioniert? 

Unternehmen, die sich einbringen, erhalten die Möglichkeit, neue Formen der Zusammenarbeit frühzeitig kennenzulernen, eigene Anforderungen einzubringen und den Transfer zwischen Forschung und Praxis aktiv mitzugestalten.