Veranstaltungsrückblick der Handwerkskammer Dresden


3. Sitzung des Europa-Ausschusses des sächsischen Handwerks

© Handwerkskammer Dresden

3. Sitzung des Europa-Ausschusses des sächsischen Handwerks

20 Milliarden Euro sind über die EU-Strukturfondsförderung in den vergangenen 20 Jahren in den Freistaat Sachsen geflossen. Diese beeindruckende Zahl nannte Fritz Jaeckel, Sächsischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, im Rahmen des 3. Europaausschusses der sächsischen Handwerkskammern am 8. Dezember 2017.

Europaminister Jaeckel: „Europa ist zu einem Großteil für die Erfolge in Sachsen mitverantwortlich.“ Doch dies komme so nicht immer bei den Bürgern an, meinte er. Viele würden die EU eher mit Überregulierung und zusätzlichem Bürokratieaufwand verbinden. Daher herrschte unter den Europaausschuss-Teilnehmern, die vordergründig über handwerkspolitische EU-Themen wie die Entsenderichtlinie und die Fortführung der EU-Strukturfondsförderung nach 2020 sprachen, auch Einigkeit darüber, dass man den Bürgern im Freistaat die Vorzüge der Europäischen Union als friedensstiftende Wertegemeinschaft besser aufzeigen müsse.

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, äußerte sich diesbezüglich, dass Europa zwar Kollateralkosten habe, der Frieden, die grenzenlose Freiheit und der wohlfahrtsstärkende Binnenmarkt diese aber wert seien. Und: „Wir – Handwerksorganisationen und sächsische Staatsregierung – haben gemeinsam viel Einfluss, den wir in Brüssel aber auch geltend machen müssen“, machte Dittrich deutlich. Staatsminister Jaeckel warb daher auch für eine stärkere Präsenz von Staatsregierung und Handwerksorganisation in Brüssel, zum Beispiel in Form von gemeinsamen Veranstaltungen.