Veranstaltungsrückblick der Handwerkskammer Dresden


2. Sitzung des Europa-Ausschusses des sächsischen Handwerks

© Handwerkskammer Dresden

2. Sitzung des Europa-Ausschusses des sächsischen Handwerks

Wie geht es weiter mit der Europäischen Union? Diese Frage, die auch immer wichtiger für das regionale Handwerk wird, stand im Mittelpunkt des Austauschs zwischen Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der sächsischen Handwerkskammern, dem EU-Abgeordneten Hermann Winkler (CDU), dem Landtagsabgeordneten Frank Hirche (CDU) sowie Vertretern der sächsischen Staatsregierung anlässlich der zweiten Sitzung des Europaausschusses des sächsischen Handwerks am 24. Mai 2017 in Dresden.

Der sogenannte Brexit, der beschlossene Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU, werde voraussichtlich auch für das sächsische Handwerk Konsequenzen haben – die sich zum Beispiel in künftig geringeren EU-Fördermitteln, auch für diverse Projekte des Handwerks, bemerkbar machen könnten, waren sich die Ausschussmitglieder einig. Denn mit dem Vereinigten Königreich fehle demnächst die zweitgrößte Volkswirtschaft in der EU. Die Zukunft der EU-Strukturfondsförderung in ihrer jetzigen Ausgestaltung, über das Jahr 2020 hinaus, sei damit noch unklar.

Wenn nur noch schwächer entwickelte Regionen ab 2021 Fördermittel erhielten, hätte dies erhebliche Folgen für den Freistaat Sachsen und damit auch für die kleinen und mittleren Handwerksunternehmen in Sachsen, die seit der Wiedervereinigung stark von der EU-Strukturfondsförderung profitiert hätten.

Ulrich Beyer, Leiter der Europa-Abteilung in der Sächsischen Staatskanzlei, machte dabei deutlich, dass durch EU-Förderung bisher Milliardenbeträge nach Sachsen geflossen seien, aber die zukünftige Entwicklung der Fördersummen noch nicht absehbar sei. Dementsprechend müsste Sachsen sich in Brüssel nun für zukünftige Fördermittel für die erfolgreichen Projekte im Freistaat stark machen.