Zur Verabschiedung des neuen sächischen Schulgesetzes: „Ein wichtiger Schritt, aber wir müssen im Dialog bleiben“

© André Wirsig

Zur Verabschiedung des neuen sächischen Schulgesetzes: „Ein wichtiger Schritt, aber wir müssen im Dialog bleiben“

Präsident Jörg Dittrich zu den entscheidenden Punkten aus Sicht des ostsächsischen Handwerks

11.04.2017

Über ein Jahr nach der Vorstellung des ersten Entwurfs hat heute der Sächsische Landtag das neue Schulgesetz des Freistaates verabschiedet. Dazu Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden:

„Wir begrüßen vor allem die Ansätze für den Erhalt und die Stabilisierung einer leistungsfähigen Berufsschullandschaft, gerade auch unter Berücksichtigung der ländlichen Regionen. Dass die Schulnetzplanung für Berufliche Schulzentren künftig zentral in den Händen des Kultusministeriums liegt und BSZ und Betriebe damit Planungssicherheit erhalten, entspricht einem unserer Kernanliegen. Ebenso positiv bewerten wir die stärkere Verankerung von Berufsorientierung an Gymnasien, mit der gleichwertig über eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule informiert werden soll. Damit wird eine weitere, seit langem bekannte Forderung des Handwerks erfüllt.“

Ein weiteres Kernanliegen des ostsächsischen Handwerks ist und bleibt die Stärkung der Oberschulen, aus denen 80 Prozent des Handwerksnachwuchses kommt. „Mit einer breiteren Aufstellung der individuellen Förderung an Oberschulen für eine passgenaue Persönlichkeitsentwicklung und Lebens- und Berufsorientierung der Schüler durch Unterstützung von Schulsozialarbeitern und Praxisberatern werden zweifellos wichtige Schritte gemacht. Ausreichend sind diese, wie auch andere zu begrüßende Vorhaben aus dem neuen Gesetz, aber nicht, um die Attraktivität der Oberschulen und des Schulsystems insgesamt spürbar zu erhöhen“, betont Dittrich, dem zugleich die hohe Anzahl an Seiteneinsteigern an sächsischen Oberschulen Sorge bereitet. Zum aktuellen Schuljahr 2016/2017 sind knapp 60 Prozent der neu eingestellten Lehrer an Sachsens Oberschulen Quereinsteiger.

Dittrich appelliert daher: „Erinnert sei daran: Auf der Agenda stand als Vorhaben ein Gesetz zur Weiterentwicklung des Schulwesens im Freistaat Sachsen. Dieses Ziel haben wir noch nicht an allen Stellen erreicht – der Dialog dazu muss fortgeführt werden.“

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