Spitzenleistungen im Handwerk: Nachwuchshandwerker erzielen beste Ergebnisse auf Landesebene

© Werbeagentur Haas

Spitzenleistungen im Handwerk: Nachwuchshandwerker erzielen beste Ergebnisse auf Landesebene

Im praktischen Leistungswettbewerb (PLW) ihrer jeweiligen Gewerke sind ostsächsische Handwerker besonders erfolgreich

28.10.2019

"Für diesen Moment geben wir alles.“ – lautet ein Motto der Imagekampagne des Handwerks. Bravourös haben dies zahlreiche junge Handwerkerinnen und Handwerker unter Beweis gestellt. Beim Praktischen Leistungswettbewerb „Profis leisten was“ (PLW) in ihrem jeweiligen Gewerk haben in diesem Jahr 19 Gesellen aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer Dresden auf Landesebene gewonnen. Dabei reicht das Spektrum der Handwerksberufe von A wie Automobilkaufmann, über K wie Keramiker bis Z wie Zerspanungsmechaniker.

 

An dem Praktischen Leistungswettbewerb können junge Handwerker, die einen besonders guten Gesellenabschluss erreicht haben und noch keine 27 Jahre alt sind, teilnehmen. Zunächst werden die Besten auf der Ebene des Kammerbezirks ermittelt. Wer im nächsten Schritt auf Landesebene erfolgreich ist, qualifiziert sich für den Bundeswettbewerb. Gefragt sind Kreativität und hoher technischer Stand der fachlichen Ausführung. Gute Platzierungen sind nicht nur vortreffliche Visitenkarten bei anstehenden Bewerbungen. Für die Bestplatzierten pro Jahrgang und Branche auf Landesebene eröffnet sich zudem die Chance, einen Antrag auf ein Stipendium der Begabtenförderung für die berufliche Bildung zu stellen.

 

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden zeigt sich erfreut über so viel handwerkliches Know-How: „Wir können stolz sein auf solch‘ talentierten Berufsnachwuchs. Diese 19 jungen Handwerker zeigen, dass es sich für Betriebe lohnt, Zeit und Engagement in die Ausbildung zu stecken. Denn wirtschaftlicher Erfolg hängt auch an guten Mitarbeitern“.

 

Gesellen-Porträts:

Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei Nachwuchshandwerker aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer Dresden vor. Diese Porträts sowie die beiliegenden Bild können Sie unter Angabe des Fotografen (Conny Kohlsche: Handwerkskammer Dresden/Werbeagentur Haas und Iman Barati: Stempel & Schilderfabrik Albert Walther GmbH) kostenfrei einmalig für Ihre redaktionelle Berichterstattung über die erfolgreichen jungen Handwerker nutzen.

 

Porträt 1:
Conny Kohlsche, Malerin für Gestaltung und Instandhaltung, Schwepnitz

Für Conny Kohlsche stand schon in der Schulzeit fest, dass eine Arbeit hinterm Schreibtisch nichts für sie ist. Ein abwechslungsreicher Beruf war ihr Ziel, bei dem sie sich kreativ entfalten kann. Nach einem Einblick in verschiedene Berufe im Rahmen der Berufsorientierung  bei der Handwerkskammer Dresden war klar, dass es der Beruf des Malers und Lackierers werden soll. Schnell rückte das Malerunternehmen „Industrie und Raum GmbH“ aus Großröhrsdorf in die engere Auswahl der jungen Frau aus Schwepnitz. In den drei Lehrjahren erwarb sie anschließend die verschiedensten Fähigkeiten und Fertigkeiten in dem Handwerksberuf eines Malers. Diese solide Basis kann sie nun für ihre weitere berufliche Zukunft nutzen.

„Besonders gefällt mir an meinem Beruf, dass keine Baustelle gleich ist. Jeder Kunde hat andere Wünsche und Vorstellungen. Täglich wird man mit neuen Herausforderungen konfrontiert.“, sagt Conny Kohlsche.

Gefördert und unterstützt wird ihr berufliches Engagement auch von Andreas Zschornak, Malermeister und Geschäftsführer der Industrie und Raum GmbH. Er engagiert sich ganz aktiv im Innungsvorstand und als stellvertretender Obermeister der Maler- und Lackiererinnung Bautzen Hoyerswerda Kamenz in den Bereichen Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung.
Auch Erfahrung mit Medien hat die Malerin schon gesammelt – ob im Imagefilm der Malerinnung oder als Titelmotiv auf dem Ausbildungsjournal für den Landkreis Bautzen.

Ihr handwerkliches Geschick hat sie nun mit dem Abschluss als beste Malergesellin ihres Jahrgangs gekrönt. Ende September nahm sie am Praktischen Leistungswettbewerb „Profis leisten was“ im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Pirna der Handwerkskammer Dresden teil. Die Aufgabe für die Gesellen lautete: „Renovieren bzw. Gestalten eines Ladengeschäfts für Naturprodukte“. Zum Einsatz kamen viele naturnahe Materialien, wie Bast- und Korktapete, die das Thema des Wettbewerbs optisch und haptisch widerspiegelten. Siegerin Conny Kohlsche erzählt: „Zunächst war es schwer, herauszufinden, wie ich das Thema angehen will. Als das klar war, war die Umsetzung kein Problem.“
Die 19-Jährige vertritt Sachsen am 10. November beim Bundesleistungswettbewerb der Maler in Nürnberg.

 

Porträt 2:
Iman Barati, Mediengestalter Digital und Print, Dresden

Ein abwechslungsreicher Beruf, nette Kollegen und eine schöne Stadt – für
Iman Barati war die Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print ein echter Glückstreffer. Als er vor über fünf Jahren von Afghanistan nach Deutschland kam, stand das Erlernen der deutschen Sprache an erster Stelle.

Seine ursprüngliche Bewerbung in Löbau führte ihn schließlich zu dem Ausbildungsplatz in der Stempel & Schilderfabrik Albert Walther GmbH in Dresden. Drei Jahre erlernte der 21-Jährige hier das Handwerk des Mediengestalters Digital und Print in der Fachrichtung "Gestaltung und Technik".

Kreativität und Köpfchen sind hierbei gefragt – mit verschiedenen Softwaretools erlernte Barati die Gestaltung von Werbematerialien wie Visitenkarten, Flyern und Plakaten nach Kundenwunsch. Schriften, Farben, Grafiken und Bilder sind dabei seine Werkzeuge. Ebenso gehört die individuelle Beratung der Kunden zu seinem Aufgabenspektrum. „Das macht den Beruf so abwechslungsreich und spannend für mich“, sagt Iman Barati. Für den jungen Afghanen ist es eine besondere Freude, wenn er das fertig gestaltete Produkt in den Händen hält und es dem Kunden gefällt.

Iman Barati hat seine Ausbildung nicht nur durchlaufen, sondern er ist mit seinem sehr guten Prüfungsergebnis Sächsischer Landessieger in seinem Gewerk. Ganz bescheiden merkt er an, dass es lediglich sein Ziel war, die Prüfung zu bestehen. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so gut abschneide“, sagt Barati. Mit dieser Bescheidenheit und seiner Disziplin hat er trotz sprachlicher Barrieren einen tollen Abschluss gemacht und nun ein Arbeitsverhältnis in dem Dresdner Handwerksbetrieb angenommen.

Seinen ehemaligen Auszubildenden und jetzigen Gesellen schätzt auch Lukas Keßner, Betriebsleiter der Stempel & Schilderfabrik Albert Walther GmbH, sehr. Von Beginn an war Keßner von dem wissbegierigen jungen Mann überzeugt. „Sein Abschluss als bester sächsischer Geselle macht uns unheimlich stolz“, sagt er.
Der junge Afghane, der mittlerweile ein fast akzentfreies Deutsch spricht, ist fest in dem Betrieb der Kessner-Gruppe – die insgesamt 54 Mitarbeiter an den Standorten Dresden, Löbau und Weimar hat – integriert. „Mit Iman haben wir den besten Fachberater, den man sich wünschen kann“, so Keßner weiter. Denn seine gestalterischen Fähigkeiten seien eine gute Grundlage für die Arbeit im kaufmännischen Bereich.

 

 

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