„Politik und Industrie müssen in der Debatte um die Dieselfahrzeuge endlich für Klarheit sorgen.“

© Andre Wirsig

„Politik und Industrie müssen in der Debatte um die Dieselfahrzeuge endlich für Klarheit sorgen.“

Wertverluste und drohende Fahrverbote treffen das ostsächsische Handwerk empfindlich – Unsicherheit lähmt die Betriebe

24.08.2017

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussionen um die Diesel-Fahrzeuge und anlässlich der Kritik des Bundesumweltministeriums an den Beschlüssen des Dieselgipfels, fordert Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sowohl die Ministerien als auch die Autobauer zum entschlossenen Handeln auf: „Politik und Industrie müssen in der Debatte um die Dieselfahrzeuge endlich für Klarheit sorgen. Das ostsächsische Handwerk erwartet ein für alle Mal Planungssicherheit.“

Die Auswirkungen der Debatte sind bereits heute zu spüren. „Die Unsicherheit bei der Frage nach der Zukunft des Diesels beunruhigt die Besitzer der Wagen außerordentlich und ist Gift für die Wirtschaft. Da viele Handwerksunternehmen vor allem mit Dieselfahrzeugen unterwegs sind, trifft diese Debatte die Betriebe ins Mark. Ihr Vertrauen ist erschüttert. Die absehbaren Wertverluste ihrer Wagen, die drohenden Fahrverbote und die eventuelle Nachrüstungspflichten erschweren die Arbeit des Handwerks ungemein.“ Die Ankündigung der Deutschen Umwelthilfe gegen mehr als 60 Städte, darunter auch Dresden, Verfahren einzuleiten, weil in ihnen nach Angaben der Umwelthilfe die Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten werden, schürt weitere Unsicherheiten.

Die Uneinigkeit zwischen dem Bundesverkehrsministerium und dem Bundesumweltministerium in der Diesel-Frage, die gestern erneut deutlich zu Tage trat, ist kontraproduktiv. Dittrich: „Die Dieselproblematik darf nicht für Wahlkampfzwecke instrumentalisiert werden. Es bedarf unverzüglich klarer Vorgaben aus der Politik. Gemeinsam mit der Automobil-Industrie muss die Frage nach der Zukunft der Mobilität geklärt werden. Viele Handwerker fragen sich, wie sie zukünftig zu ihren Kunden in den Innenstädten und auf die Baustellen kommen? Sollte es tatsächlich zu Fahrverboten kommen, benötigt das Handwerk Ausnahmen für die Unternehmen.“

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