Mehr Mut! Wir brauchen Berufsschulnetzplanung aus einer Hand!

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Mehr Mut! Wir brauchen Berufsschulnetzplanung aus einer Hand!

Handwerkskammerpräsident Dr. Jörg Dittrich zur Novelle des Sächsischen Schulgesetzes.

12.01.2016

Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth und der stellvertretende sächsische Ministerpräsident Martin Dulig haben heute den Entwurf für ein neues Schulgesetz im Freistaat vorgestellt. Ein Punkt in der Novelle greift das Thema „Schulnetzplanung für Berufliche Schulzentren“ auf. Demnach soll die Schulnetzplanung der Landkreise für Berufliche Schulzentren künftig in Abstimmung mit den regionalen Planungsverbänden erfolgen. Dazu Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden:

„Die Novelle des Sächsischen Schulgesetzes geht dem Handwerk in der Berufsschulnetzplanung nicht weit genug. Wir brauchen eine Planung aus einer Hand durch das Kultusministerium – das ist das Ergebnis der von uns beauftragten Studie des Ifo-Instituts Dresden. Abstimmen können sich Landkreise und Planungsverbände schon heute – das Ergebnis ist die ungewisse Zukunft für viele BSZ vor allem im ländlichen Raum. Das Handwerk wird sich daher aktiv in die Anhörungen einbringen.“

Hintergrund:
Die Handwerkskammer Dresden und die IHK Dresden setzen sich seit 2013 für eine Berufsschulnetzplanung aus einer Hand auf Ebene des Freistaates ein. Denn, Berufliche Schulzentren wie Ausbildungsbetriebe brauchen mit Blick auf Ausbildungsbereitschaft und Ausbildungserfolg Planungssicherheit und stabile Ausbildungsabläufe. Der Wechsel von Fachklassenstandorten bzw. ihre latente Infragestellung führt bei allen am Ausbildungsprozess Beteiligten zu permanenter Verunsicherung und zu Missmut.

Die derzeitige Form der Schulnetzplanung kann vor dem Hintergrund der geänderten demografischen Rahmenbedingungen mit der Folge notwendig größerer Einzugsgebiete – zu Lasten der beruflichen Schulzentren im ländlichen Raum – nicht mehr hinreichend gegensteuern. Daher ist eine zentrale Steuerung der Schulnetzplanung im berufsbildenden Bereich durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus und die damit verbundene Novellie-rung des Schulgesetzes dringend geboten.

Zur Untermauerung ihrer Forderungen hatten die beiden Kammern im November 2013 eine Berufsschulstudie, ausgeführt durch das Ifo-Institut Dresden, veröffentlicht.

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