Ostsächsisches Handwerk zieht positive Bilanz zum Jahresende

Ostsächsisches Handwerk zieht positive Bilanz zum Jahresende

Handwerkskammerpräsident Jörg Dittrich: „Herausforderungen 2016 fest im Blick.“

30.12.2015

Eine positive Bilanz zieht Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, zum Abschluss des Jahres 2015 und blickt zugleich auf die Herausforderungen, die im kommenden Jahr auf Handwerk und Politik warten:

„Das Handwerk ist, begünstigt durch die gute konjunkturelle Lage, aktuell gut aufgestellt. Wir dürfen uns aber an dieser Stelle nicht zufrieden zurücklehnen und die Hände in den Schoß legen, sondern müssen uns aktiv den vor uns liegenden Aufgaben stellen. Die Fachkräftegewinnung wird auch 2016 eines der dringenden Themen sein. Unser aktives Werben um Abiturienten und Studienaussteiger für eine Ausbildung im Handwerk wollen wir noch intensivieren.“

Auch die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern wird das Handwerk weiterhin beschäftigen. Dazu Dittrich: „Hier stehen wir aktuell noch am Anfang, doch wir sollten die Migration als Chance begreifen. Auch wenn wir bei den aktuellen Flüchtlingen eher von den Fachkräften von morgen oder übermorgen sprechen. Momentan geht es um den Erwerb entsprechender Sprachqualifikationen, bevor eine Ausbildung oder Beschäftigung im Handwerk aufgenommen werden kann.“

Ganz entscheidend ist es zudem, dass das Handwerk beim Thema Digitalisierung den Anschluss nicht verpasst. Jörg Dittrich: „In diesem Bereich wird die Handwerkskammer Dresden 2016 neue Angebote bereithalten, um die Handwerksbetriebe verstärkt auf die sich in dieser Hinsicht bietenden Chancen vorzubereiten und die Umsetzung zu fördern. Zugleich ist es jedoch wichtig, dass die Politik mit einem zügigen Ausbau des Breitbandangebotes im ländlichen Raum die passenden Rahmenbedingungen setzt.

In Richtung der Politik ergänzt Jörg Dittrich zudem: „Das Handwerk erwartet, dass die Politik die Menschen wieder stärker mitnimmt. Eine klare Sacharbeit direkt vor Ort ist es, was wir uns wünschen und was auch dringend benötigt wird, um die Gräben, die sich in unserer Gesellschaft in diesem Jahr aufgetan haben, wieder zu schließen.“

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