Meisterfeier 2022 der Handwerkskammer Dresden: 286 Frauen und Männer erhalten ihren Meisterbrief

© André Wirsig

Meisterfeier 2022 der Handwerkskammer Dresden: 286 Frauen und Männer erhalten ihren Meisterbrief

Jörg Dittrich: „Viele Handwerker sorgen sich derzeit – dennoch kann das Handwerk zur Lösung der Krise beitragen.“

17.09.2022

286 neue Meister – 48 Frauen und 238 Männer – haben heute (17. September) in Dresden ihre Meisterbriefe erhalten. Unter dem Motto „Denk mal zuerst ans Handwerk!“ hatte die Handwerkskammer Dresden zur Meisterfeier in die Messe eingeladen, um die Absolventen im feierlichen Rahmen vor rund 2.000 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gebührend zu ehren.

Als Festredner sprach Bundesfinanzminister Christian Lindner zu dem Thema „Die Zukunft des Handwerks aus dem Blickwinkel der Bundespolitik“. Zudem begrüßte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die neuen Meisterinnen und Meister in ihrem Berufsstand.

Von Meister zu Meister gab Dachdeckermeister Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, der neuen Generation ein paar Gedanken mit auf den Weg. „Freiheit ist die Grundlage unternehmerischen Handelns. Die Auswirkungen des Krieges zeigen uns jedoch auf, dass Freiheit und Wohlstand in Deutschland nicht in Stein gemeißelt sind“, so der 53-Jährige.

Doch so groß die Herausforderungen auch seien, dass Handwerk sei nicht ängstlich und habe in der Vergangenheit immer wieder seine große Problemlösungskompetenz bewiesen. „Wir können umgehen mit Krisen“. An die neuen Meister gerichtet betonte Dittrich: „Auch sie werden dank ihrer exzellenten Qualifikation die Zukunft entscheidend mitgestalten. Sie werden Trends setzen.“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Beitrag und die entscheidende Rolle des Handwerks beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Erhöhung der Energieeffizienz.

Deutschland stehe derzeit vor großen Herausforderungen, so der Präsident der Handwerkskammer Dresden. Es sei notwendig, sich in vielen Bereichen strategisch neu aufzustellen. Dies betreffe insbesondere die Energiepolitik. „Viele Handwerker sorgen sich angesichts explodierender Preise zurecht um ihre Existenz.“ Der Staat sei jetzt gefordert, schnell für bezahlbare Energie zu sorgen und die Energieversorgung auch langfristig zu sichern. Dafür sei ein „Kurswechsel“ notwendig. Ziel müsse es sein mehr Energie in Deutschland zu produzieren. Denn nur wenn das Angebot an Energie fortgesetzt erhöht wird, werde sich das auch in den Preisen widerspiegeln. „Erst wenn die Richtung feststeht, können die Unternehmen sich strategisch neu aufstellen“, so Jörg Dittrich.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer beglückwünschte die Absolventen: „Ich freue mich sehr über so viele motivierte Menschen, die heute ihren Meisterbrief erhalten. Sie haben Zeit und Energie in ihre Ausbildung investiert und zeigen: Das Handwerk hat Zukunft. Der Meisterbrief ist ein Qualitätssiegel für alle Absolventinnen und Absolventen, aber auch für den Freistaat, der jetzt neue, junge Expertinnen und Experten gewinnt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung!“

Stellvertretend für die 286 neuen Meister sprach Malermeisterin Franziska Selle aus Freital zu den Gästen und Meistern. „Kreativität, Hingabe und Qualität – für das und vieles mehr steht der Meisterbrief“, betonte die 25-Jährige. „Wer einen Handwerksberuf erlernt hat, hat hervorragende Zukunftsperspektiven. Ich wünsche mir aber, dass die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung auch auf der Kostenseite zu erkennen ist.“

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Zahlen und Fakten zum Meisterjahrgang 2022

In 28 unterschiedlichen Gewerken haben die 286 neuen Meister ihren Abschluss gemacht. Die größte Gruppe stellen mit 45 neuen Meistern die Kraftfahrzeugmechatroniker. Es folgen Bäcker (41), Elektrotechniker (32) und Tischler (19). Im Handwerk des Karosserie- und Fahrzeugbaus, in der Informationstechnik, im Maßschneiderhandwerk sowie im Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerk hat jeweils ein Meisterschüler seinen Abschluss in diesem Jahr gemacht.

219, und damit der Großteil, der insgesamt 286 neuen Meister (rund 77 Prozent) stammen aus Sachsen. 13 Frauen und Männer sind aus Thüringen, elf aus Brandenburg in den Freistaat gekommen, um hier ihren Meisterabschluss zu machen. Auch aus allen anderen deutschen Bundesländern zog es Handwerker nach Dresden für ihr Meisterstudium – lediglich aus dem Saarland und der Hansestadt Hamburg war in diesem Jahrgang kein Absolvent.

Der jüngste neue Meister ist ein 20 Jahre alter Maurer und Betonbauer, der älteste ein 57 Jahre alter Gebäudereiniger.

Im Kammerbezirk Dresden, zu dem die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Landeshauptstadt Dresden gehören, haben seit 1990 über 17.500 Handwerker ihr Meisterstudium erfolgreich abgeschlossen.

Tag des Handwerks – 17. September

Die Meisterfeier der Handwerkskammer Dresden fiel in diesem Jahr zusammen mit dem Tag des Handwerks. Der bundesweite Aktionstag findet jedes Jahr am dritten Samstag im September statt. Mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen machen Unternehmen und Handwerksorganisationen an diesem Tag auf die Bedeutung und die Leistungsfähigkeit des Handwerks aufmerksam. In diesem Jahr fand der Tag des Handwerks zum zwölften Mal statt.

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