Handwerk befürwortet regelmäßige Sichtkontrollen an deutschen Außengrenzen

Handwerk befürwortet regelmäßige Sichtkontrollen an deutschen Außengrenzen

Kriminalität gefährdet Handwerksbetriebe und ist Standortnachteil

15.06.2015

Als Reaktion auf die erfolgreichen Sichtkontrollen an den deutschen Grenzen während des G-7-Gipfels in Elmau und des G7-Finanzministertreffens in Dresden – bei denen zahlreiche Kriminelle gefasst sowie viele Flüchtlinge aufgegriffen wurden – fordern nun Bayerns Finanzminister Söder (CSU) sowie der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU), die Freizügigkeit in Europa einzuschränken und wieder (gelegentliche) Einreisekontrollen an den deutschen Außengrenzen einzuführen.

Dazu Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Diesen Vorstoß, wieder regelmäßige Sichtkontrollen an den deutschen Außengrenzen einzuführen, kann das Handwerk nur befürworten. Die Handwerkskammer Dresden vertritt die Interessen von 23.000 Mitgliedsbetrieben. Und in deren Interesse liegt eine stabile Sicherheitslage und der Schutz des betrieblichen und privaten Eigentums – im gesamten Kammerbezirk Dresden und insbesondere in den grenznahen Regionen.

Seit längerem führen die Handwerkskammern Dresden und Cottbus jährliche Umfragen zur Sicherheitslage in den Grenzregionen durch. Sie haben gezeigt: Zahlreiche Betriebe sind in den vergangenen Jahren zum Teil mehrfach und in erheblichem finanziellem Umfang durch Kriminalität betroffen gewesen. In Bezug auf die gefühlte Sicherheitslage bewerteten im November 2014 jeder zweite Handwerksbetrieb in Südbrandenburg (50 Prozent) und mehr als jeder dritte in Ostsachsen (40 Prozent) die Sicherheitslage in seiner Region als „schlecht“. In den Regionen in Grenznähe fallen die Bewertungen noch negativer aus. Hier zeigt sich ein erheblicher Handlungsbedarf, denn Kriminalität gefährdet Handwerksbetriebe und ist ein Standortnachteil.

Eine aktuelle Umfrage zur Sicherheitslage wird gerade unter ostsächsischen und südbrandenburgischen Handwerksbetrieben durchgeführt. Wir erwarten keine positiven Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Ergebnisse werden im Spätsommer vorgestellt.“

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