Für eine zuverlässige und verlässlich planbare Energiepolitik in Deutschland

Für eine zuverlässige und verlässlich planbare Energiepolitik in Deutschland

Lausitzer Wirtschaftsvertreter wenden sich mit offenem Brief an Bundeskanzlerin

28.04.2015

Aus Sorge um die Strukturentwicklung in der Lausitz in Verbindung mit den Themen Braunkohle, Energieversorgung und dem von Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel geplanten Klimabeitrag geht es in dem offenen Brief, den die Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL), die Handwerkskammern Cottbus und Dresden sowie der Unternehmerverband Brandenburg Berlin jetzt an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt haben.

Darin heißt es u. a.: "Die Braunkohle ist mit über einer  Milliarde  Euro aus Auftrags-  und Dienstleistungsverträgen und über einer halben Milliarde  Euro aus Lohnzahlungen ein zentraler  Wirtschaftsfaktor für das Wachstum  und die Wertschöpfung in der Region."

Und weiter: "ln der von der WiL beauftragten ifo-Studie ,Industrie-  und Wirtschaftsregion Lausitz: Bestandsaufnahmen und Perspektiven' von 2013 ist die Bedeutung von Kohle und Energie sowie der anderen Wirtschaftsbranchen detailliert aufgezeigt. Aber es wurde  auch deutlich herausgearbeitet, welche Chancen und Potenziale die Lausitz besitzt. Um diese Chancen und Potenziale in die Realität umzusetzen, ist eine gemeinsame, konzeptionelle und länderübergreifende Strukturpolitik notwendig. Dies ist aber immer nur im langfristigen Kontext mit der Braunkohle zu gestalten."

Die ifo-Studie kommt zu dem Ergebnis: "Die große Mehrheit der Braunkohlenkraftwerksblöcke wäre vom Klimabeitrag unmittelbar betroffen und würde noch im Jahr 2017 zu zahlreichen Schließungen führen. Dies hat für das Rheinische, das Mitteldeutsche  Revier und insbesondere  für das Lausitzer Revier fatale Folgen. Tausende Arbeitsplätze sind gefährdet, da nicht nur die Arbeitsplätze  in den direkten Unternehmen der Tagebaue und Kraftwerke wegfallen, sondern wie in der bereits erwähnten  ifo-Studie ausgewiesen, nochmal das Doppelte an indirekten Arbeitsplätzen bei den klein-  und mittelständigen Betrieben für Service, Instandsetzung und Dienstleistung wegfallen. Dabei ist noch nicht der Einfluss auf Handwerk, Handel, Versorgung, Tourismus, Sport, Kultur und andere Branchen und Bereiche des öffentlichen  Lebens durch den Wegfall der Kaufkraft in der Region berücksichtigt.

Die vier Unterzeichner betonen in dem Brief, dass sie nicht gegen den Klimaschutz und die erneuerbaren Energien sind, jedoch eine zuverlässige und vor allem verlässlich planbare Energiepolitik in Deutschland fordern.

Ansprechpartner

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Pressesprecherin

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Daniel Bagehorn
Pressereferent

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