Erfolgreiches Projekt zur Berufsorientierung wird im kommenden Schuljahr fortgeführt

Erfolgreiches Projekt zur Berufsorientierung wird im kommenden Schuljahr fortgeführt

Parlamentarischer Staatssekretär des BMBF, Stefan Müller MdB, übergibt Förderbescheid an die Handwerkskammer Dresden

20.01.2015

Acht Prozent Steigerung bei den neuen Lehrverträgen in 2014 – das Handwerk im Kammerbezirk Dresden hat im vergangenen Jahr besonders erfolgreich um neuen Fachkräftenachwuchs geworben. 1.917 junge Leute unterschrieben einen Lehrvertrag bei Handwerksbetrieben im Kammerbezirk. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Seinen Anteil daran hat auch das Projekt „Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Bildungsstätten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), an welchem sich die Handwerkskammer Dresden seit dem Schuljahr 2009/2010 mit ihrem Bildungszentrum in Dresden beteiligt. Mittlerweile durchlaufen pro Schuljahr rund 800 Schüler jeweils eine zehntägige sehr praktisch ausgerichtete Berufsorientierungsphase bei der Handwerkskammer.

An diesen Erfolg kann die Handwerkskammer Dresden auch in dem kommenden Schuljahr 2015/2016 anknüpfen. Stefan Müller, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, hat heute der Handwerkskammer Dresden einen Förderbescheid für das Projekt „Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Bildungsstätten“ für den Zeitraum 1.1.2015 bis 31.8.2016 übergeben. Dadurch können in der neuen Förderperiode weitere 1.046 Schüler an dem Projekt teilnehmen.

Müller ermunterte die anwesenden Schülerinnen und Schüler: „Nutzt die Tage hier in den Werkstätten, um einmal ganz praktisch den Berufsalltag zu erleben! Ihr werdet sehen, dass für jeden von euch etwas Interessantes dabei ist und ihr werdet erfahren, dass in jedem von euch Talente stecken, von denen ihr vielleicht noch gar nichts wusstet.“

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises, Arnold Vaatz, ergänzte: „Die Zusammenarbeit von Beruflichem Fortbildungszentrum und Schule ist ein Gewinn für die Region. Hier werden erste Weichen gestellt, um die künftigen Fachkräfte für die Betriebe zu gewinnen und den jungen Menschen eine berufliche Perspektive aufzuzeigen.“

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden erläuterte: „Der neue Förderbescheid ist für uns Wertschätzung und Ansporn, in unseren Aktivitäten rund um die Berufsorientierung von Schülern nicht nachzulassen. Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg unserer Handwerksbetriebe hängt am guten Fachkräftenachwuchs. Eine frühzeitige und umfangreiche Berufsorientierung ist die Basis für die Berufswahl und den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung. Schüler, die ihre Stärken und auch Schwächen sowie ihre Neigungen und Interessen kennen, gehen besser vorbereitet in die Ausbildung. Das hilft, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden – die für Lehrling und Betrieb bitter sind.“

Zahlen und Fakten zum Projekt:

Seit dem Schuljahr 2009/2010 haben im Rahmen des Projektes „Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Bildungsstätten“ bei der Handwerkskammer Dresden 3.396 Schüler (zumeist aus der Klassenstufe 7 und 8) an den Werkstatttagen im Bildungszentrum der Handwerkskammer in Dresden teilgenommen. Bis zum Ende des Schuljahres 2014/2015 werden es 4.099 Schüler in den Werkstätten gewesen sein.

Innerhalb des Projektes kooperiert die Handwerkskammer Dresden zurzeit mit 19 Schulen aus der Landeshauptstadt Dresden sowie den Landkreisen Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Ablauf der zehntägigen Berufsorientierung:

Während einer zweiwöchigen Berufsorientierung in den Bildungszentren der Handwerkskammer in Dresden und Pirna sowie bei handwerklichen Kooperationspartnern (Bäckerfachschule, Gebäudereinigerinnung, das Haus des Kfz-Gewerbes, das SUFW sowie das ÜAZ Dresden/Pirna) lernen die Schüler in Theorie und vor allem Praxis  5 handwerkliche Berufsfelder kennen, die sie aus insgesamt 15 angebotenen Feldern auswählen können. Unter der Anleitung eines Ausbilders können sie sich erproben und die angefertigten Arbeitsstücke mit nach Hause nehmen.

Jeweils zwei Tage widmen sich die Schüler einem Berufsfeld. Dabei fertigen sie u. a. im Bereich Holz ein Schachbrett mit Intarsienarbeiten bzw. ein Vogelhaus, im Metallbereich eine Blechkiste bzw. einen Würfel als Briefbeschwerer und in der Informationselektronik einen elektronischen Würfel an. Bei der Beschäftigung mit Farbe und Raumgestaltung können die Schüler tapezieren, schablonieren und sich an Polsterübungen und Applikationsarbeiten im textilen Bereich versuchen.

Vor der praktischen Erprobung muss jeder Teilnehmer eine Potenzialanalyse bei der Handwerkskammer Dresden durchlaufen. Dabei geht es um ein Ausloten der Stärken und Schwächen sowie Interessen und Fertigkeiten mit Blick auf die zukünftige Berufswahl. Neu innerhalb des Projektes ist ein Begleitheft für jeden Schüler. Darin wird  das Projekt dokumentiert und es ist gleichzeitig Bestandteil des Berufsorientierungsprozesses.

Schüler, die sich über das Projekt hinaus praktisch über Berufe informieren wollen, können dies über ein Betriebspraktikum tun. In der Online-Praktikumsbörse der Handwerkskammer Dresden unter www.hwk-dresden.de/praktikum befinden sich Praktikumsangebote von Handwerksbetrieben im gesamten Kammerbezirk Dresden.

Ansprechpartner

Carolin Schneider
Pressesprecherin

Telefon: 0351 4640-406
Fax: 0351 4640-34406
E-Mail schreiben

Peggy Michel
Pressereferentin

Telefon: 0351 4640-404
Fax: 0351 4640-34404
E-Mail schreiben

Daniel Bagehorn
Pressereferent

Telefon: 0351 4640-405
Fax: 0351 4640-34405
E-Mail schreiben