Der Weg führt nur über eine gleichwertige Berufs- und Studienorientierung an den Gymnasien

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Der Weg führt nur über eine gleichwertige Berufs- und Studienorientierung an den Gymnasien

Dr. Jörg Dittrich zu den Ausbildungszahlen 2015 des Statistischen Bundesamtes

13.04.2016

Deutschlandweit wurde 2015 erneut ein Rückgang an Jugendlichen, die eine duale Ausbildung begonnen haben, verzeichnet. Dies vermeldete das Statistische Bundesamt heute (13. April). 516.000 abgeschlossene Ausbildungsverträge bedeuten einen Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (im Bereich der Industrie lag er bei 1,1 Prozent, im Handwerk bei 0,2 Prozent). Dazu Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden:

„Entgegen diesem Trend konnten wir in den vergangenen drei Jahren im Kammerbezirk Dresden die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge – auch dank unserer aktiven und kontinuierlichen Arbeit gemeinsam mit den Betrieben, den Innungen und den Kreishandwerkerschaften – Jahr für Jahr steigern. Doch um die Attraktivität der dualen Ausbildung langfristig bei den Jungendlichen zu steigern, bedarf es mehr. Die aktuellen Zahlen belegen einmal mehr die Wichtigkeit einer unserer zentralen Forderungen an das neue sächsische Schulgesetz: Wir brauchen eine flächendeckende und gleichwertige Berufs- und Studienorientierung an den Gymnasien, um den jungen Menschen die Möglichkeiten, die eine Ausbildung bietet, aufzeigen zu können. Auch im Hinblick darauf, dass ein Drittel ihr aufgenommenes Studium wieder abbricht, weil es offensichtlich nicht der richtige Weg war.“

Hintergrund:

Bisher ist an den Gymnasien in Sachsen ausschließlich eine Studien-, nicht aber eine Berufsorientierung Pflicht. Das Handwerk kämpft daher seit langem für eine gleichwertige Studien- und Berufsorientierung.

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