„Das ostsächsische Handwerk erwartet eine mittelstandsfreundliche Politik von der neuen Regierung.“

© André Wirsig

„Das ostsächsische Handwerk erwartet eine mittelstandsfreundliche Politik von der neuen Regierung.“

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, zur Wahl von Michael Kretschmer zum Ministerpräsidenten

20.12.2019

Anlässlich der Wahl von Michael Kretschmer zum Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen und der Vorstellung des neues Kabinetts, erklärt Jörg Dittrich, der Präsident der Handwerkskammer Dresden:

„Das ostsächsische Handwerk erwartet von der neuen Regierungskoalition im Freistaat eine mittelstandsfreundliche Politik. Entscheidend ist, dass das Unternehmertum gestärkt, der Gang in die Selbstständigkeit und die Übernahme einer Firma attraktiver ausgestaltet wird. An diesen Punkten werden wir die neue Regierung messen und nach fünf Jahren Bilanz ziehen. Dann schauen wir auf die Zahl der Existenzgründungen und wie sich die Zahl der Betriebe im Handwerk entwickelt hat.“

Zu einer mittelstandsfreundlichen Politik zählt insbesondere auch der Abbau der Bürokratie. „Unnötige Aufbewahrungs- und Nachweispflichten sowie komplizierte Datenschutzregelungen kosten die Firmen Geld und binden unnötig Personal. Aus dem Misstrauen gegenüber den Betrieben sind in den vergangenen Jahren immer mehr bürokratische Vorschriften erwachsen. Das muss sich schnellstens ändern.“

Aus Sicht des ostsächsischen Handwerks liegt eine weitere zentrale Aufgabe für die neue Regierung in der Stärkung der dualen Ausbildung. „Das A und O für die Handwerksfirmen ist die Fachkräftesituation. Immer öfter bremst das Fehlen von Fachkräften die Unternehmen in ihrer Entwicklung aus“, betont Jörg Dittrich. Die Gleichwertigkeit von dualer und akademischer Ausbildung müsse daher weiter vorangetrieben, die zentrale Berufsschulnetzplanung umgesetzt und die personelle und technische Ausstattung der Oberschulen und Beruflichen Schulzentren durch ein Investitionsprogramm signifikant verbessert werden.

„Die Zusage im Koalitionsvertrag den Meisterbonus zu erhöhen, begrüßen wir ausdrücklich“, sagt Jörg Dittrich. „Konkret erwarten wir eine Erhöhung auf mindestens 2.500 Euro, um der finanziellen Gleichstellung von beruflicher und akademischer Ausbildung auch in Sachsen näher zu kommen. Mit einem höheren Meisterbonus setzen wir nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung unserer angehenden Meisterinnen und Meister, sondern auch einen Anreiz zur Meisterausbildung und eine Grundlage für die zahlreichen anstehenden Unternehmensnachfolgen.“

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