Auftragsausführung in der Europäischen Union (EU)

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Auftragsausführung in der Europäischen Union (EU)

In den Staaten der Europäischen Union gelten die so genannten vier Grundfreiheiten, wonach der europäische Binnenmarkt den freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital gewährleistet.

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Katja Schleicher

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Arbeitnehmerfreizügigkeit

Arbeiten in der Europäischen Union (EU)

Unionsbürger haben das Recht der freien Arbeitsplatzwahl in allen Mitgliedsstaaten, das heißt dass deutsche  Arbeitnehmer seit dem 1. Juli 2015 ohne eine gesonderte Arbeitserlaubnis in jedem Land der EU ein Anstellungsverhältnis eingehen können. Das bedeutet aber gleichermaßen, dass EU-Bürger anderer Mitgliedstaaten bedingungsfrei ein Arbeitsverhältnis mit deutschen Arbeitgebern eingehen können.

Sie wollen Ihre Mitarbeiter ins Ausland entsenden?

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist jedoch ebenso die Grundlage dafür, dass Unternehmer mit Sitz in der EU Ihre angestellten Arbeitnehmer – sofern Sie Unionsbürger sind – für grenzüberschreitende Leistungserbringung vorübergehend in jeden anderen Mitgliedstaat entsenden können.

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Dienstleistungsfreiheit

grenzüberschreitende Leistungserbringung

Sie haben einen Auftrag, den Sie im Ausland ausführen sollen?

Selbständige können in jedem anderen Mitgliedsstaat der EU ihre gewerbliche Tätigkeit des Herkunftslandes ohne sich niederzulassen grenzüberschreitend und vorübergehend ausüben. Dabei sind nationalstaatliche Regelungen zu beachten, das heißt: dem EU-Bürger ist die Erbringung der Dienstleistung in einem anderen Mitgliedstaat nur soweit gestattet, wie er die Bedingungen erfüllt, die auch von den Inländern gefordert werden. Er muss also die Befähigung nachweisen und nach den Vorschriften des Gastlandes arbeiten. Der Nachweis der Befähigung ist mittels einer EU-Bescheinigung, die in Deutschland von den Handwerkskammern ausgestellt wird, möglich.

Zu diesem Zweck können die Unternehmen ihre Mitarbeiter zur Verrichtung von Arbeiten ins europäische Ausland entsenden. Dies ist ein Sonderfall der Arbeitnehmerfreizügigkeit, bei dem zum Teil etwas andere Regelungen gelten, als wenn ein europäischer Arbeitnehmer sich direkt von einem ausländischen Arbeitgeber anstellen lässt. 

 

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Niederlassungsfreiheit

Die Gründung eines Betriebes in der EU erfolgt auf der Basis der Gewährung der Niederlassungsfreiheit. Diese besagt, dass jeder EU-Bürger ein Unternehmen und jedes Unternehmen aus einem EU-Mitgliedsland eine Betriebsstätte im Land seiner Wahl innerhalb der Europäischen Union gründen kann. Nationale gewerberechtliche Voraussetzungen einer Betriebsgründung sind jedoch auch von Ausländern zu erfüllen, damit nicht Inländer strengeren Regeln unterworfen werden als Ausländer und es zu keine Wettbewerbsverzerrung kommt.

Es werden für diese Betriebe auch alle anderen Vorschriften wie die Steuergesetzgebung, Gesellschaftsrecht und Arbeitsrecht nach den jeweiligen nationalen Bestimmungen angewandt. Der Immobilienerwerb zur Nutzung für die gewerbliche Tätigkeit ist uneingeschränkt möglich.

 

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Kapitalverkehrsfreiheit

Die Kapitalverkehrsfreiheit stellt eine notwendige Begleitmaßnahme für alle anderen Freiheiten dar.

Sie garantiert, dass Geldströme über nationale Grenzen der EU ohne Behinderung fließen können.

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Katja Schleicher

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Lernen in Europa

Für Auszubildende besteht die Möglichkeit, während oder nach der Ausbildung einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren. Auch als Ausbilder können Sie Ihre Erfahrungen und Kenntnisse durch einen Auslandsaufenthalt vertiefen, Kollegen oder Partner vor Ort unterstützen oder sich mit anderen Lehrpersonen austauschen. Innerhalb von Europa gibt es finanzielle Unterstützung durch verschiedene Förderprogramme - zum Beispiel durch das Programm ERASMUS+.

Die Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer berät Sie als Unternehmen, junge Fachkraft oder Auszubildenden umfassend zu allen organisatorischen und finanziellen Fragen und unterstützt Sie bei der Planung.

Ansprechpartner

Uta Müller
Mobilitätsberaterin

Telefon: 0351 4640-546
Fax: 0351 4640-34546
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EU-Bescheinigung über ausgeübte Tätigkeiten

In ausgewählten Fällen wird bei der Beteiligung an Ausschreibungen, bei der Gründung von Niederlassungen in anderen EU-Mitgliedsstaaten und bei der Ausübung von Berufen mit Zulassungsbeschränkungen von den zuständigen Behörden des anderen EU-Staates eine EU-Bescheinigung über ausgeübte Tätigkeiten verlangt. Dabei müssen allgemeine, kaufmännische oder fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten durch aussagekräftige Dokumente und eine bestimmte Dauer der ausgeführten Tätigkeiten in den jeweiligen Berufen nachgewiesen werden. Besonders häufig werden EU-Bescheinigungen für die Länder Luxemburg, Belgien, Tschechien und Österreich benötigt.

Diese Bescheinigung stellt die zuständige Handwerkskammer ihren Mitgliedsbetrieben auf Anfrage aus.

Ansprechpartner

Tobias Baer

Telefon: 0351 4640-465
Fax: 0351 4640-34465
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Sozialversicherung

Entsandte Arbeitnehmer können zeitlich befristet in einem anderen EU-Land arbeiten und weiterhin in Ihrem Heimatland sozialversichert bleiben, denn nach EU-Recht gelten für eine Person stets nur die Rechtsvorschriften eines einzigen Landes.

Bei Arbeitseinsätzen im Ausland müssen entsandte Arbeitnehmer ebenso wie Selbständige daher einen Nachweis für ihre im Heimatland bestehende Sozialversicherung mitführen. Hierzu dient die A1-Bescheinigung, die von der zuständigen Krankenkasse bzw. Rentenversicherungsträger ausgefüllt wird und bestätigt, welche Rechtsvorschriften über die soziale Sicherheit auf den EU-Bürger anzuwenden sind.

Die A1-Bescheinigung wird nur von dem Land ausgestellt, dessen Rechtsvorschriften für die betreffende Person gelten, d.h. wer eine deutsche A1-Bescheinigung hat, ist nicht verpflichtet, in anderen Ländern Sozialversicherungsbeiträge (Krankenversicherungsbeiträge eingeschlossen) zu zahlen.

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Katja Schleicher

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