Elektromobilität

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Elektromobilität

Wussten Sie, dass ein Achtzylindermotor aus 1200 Teilen besteht, ein Elektromotor nur aus 17 Teilen? In der Folge fallen auch weniger Reparaturen und Wartungen an. Gleichzeitig steigt der Beratungsbedarf, denn die Verunsicherung in der Bevölkerung ist weiterhin groß. 

Das Kfz-Handwerk sollte sich daher jetzt auf neue Geschäftsmodelle einlassen. Wenn der Umsatz in den Werkstätten zurückgeht, müssen neue Dienstleistungen gefunden werden. Auch Elektro- und Informationstechniker sind aufgefordert, sich das notwendige Wissen rund um die Ladesäulen und das Tanken mit eigenem Solarstrom anzueignen.

Die Handwerkskammer Dresden verfügt über ein breites Netzwerk an Experten und informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen wie neue Fahrzeugmodelle oder gesetzliche Rahmenbedingungen. Wer mehr wissen möchte, sollte sich für die Teilnahme am Kurs Berater für Elektromobilität (HWK) in unserem Bildungszentrum entscheiden. Wir beraten Sie gern!

Ansprechpartner

Andreas Pludra
Technische Beratung Schwerpunkt Energie und Umwelt

Telefon: 0351 4640-487
Fax: 0351 4640-34487
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Errichtung von Ladesäulen – was ist zu beachten?

Wenn ein Ladepunkt oder eine Ladesäule zur Nutzung von Elektromobilität errichtet werden soll, müssen zahlreiche Fragen beantwortet werden. Dazu gehört die Entscheidung, ob es sich um eine nur intern zu nutzende Lademöglichkeit oder eine öffentlich zugängliche Ladestation handeln soll. Welche Art des Ladevorgangs mit welcher Leistungsfähigkeit soll ermöglicht werden? Sind die netztechnischen Voraussetzungen an dem geplanten Standort gegeben?

Am unkompliziertesten ist die Errichtung einer Ladestation dann, wenn diese ausschließlich privat genutzt wird. Auch wenn das Laden der Batterie eines Elektrofahrzeuges über eine Schutzkontaktsteckdose der Hausinstallation prinzipiell möglich ist, sollte diese sehr zeitaufwendige Variante nicht als elektrotechnisch geeignete Lösung angesehen werden. Die Installation einer Wallbox ist hier angeraten. Ab einer Leistung von 3,7 kW muss die Installation einer solchen Box durch eine Elektrofachfirma erfolgen. Die Installation ist bei dem zuständigen Netzbetreiber anzuzeigen. Ist die Anschlussleistung größer als 11 kW, muss der jeweilige Netzbetreiber zustimmen. Dadurch soll verhindert werden, dass eventuelle Netzrückwirkungen das Niederspannungsnetz beeinflussen. Das entsprechende Formular (Datenblatt „Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge") finden Sie auf der Webseite der DREWAG.

Interessenten können sich darüber hinaus auch unmittelbar an die DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH, Herrn Holger Theis (Tel.: 0351 860-4388) oder auch an die ENSO NETZ GmbH, Herrn René Mäke (Tel.: 0351 468-4383) wenden. Nach erster Kontaktierung erfolgt in aller Regel ein Vorortbesuch, um die konkreten Gegebenheiten und Nutzungsmerkmale einer zukünftigen Ladestation in Erfahrung zu bringen. Diese Informationen werden dann an den für das Gebiet zuständigen Mitarbeiter für Netzbetrieb weitergeleitet, um die standortbezogenen Netzbedingungen für den geplanten Ladepunkt zu prüfen. Ebenso kann über zahlreiche technische Lösungen informiert werden und nach getroffener Entscheidung die entsprechende Lieferung erfolgen.

Besondere Anforderungen an die Zugänglichkeit von Ladesäulen in Verbindung mit komplexer technischer Ausstattung für Messung und Abrechnung sowie hinsichtlich eines anteiligen Ökostrombezuges sind dann zu erfüllen, wenn Förderungen in Anspruch genommen werden. Investitionssummen von 10.000 bis 15.000 Euro pro Ladepunkt können schnell erreicht werden. Weiterhin sind regelmäßige Kosten für Wartung und Service einzuplanen. Die Förderung beträgt derzeitig um die 6.000 Euro. Die Fördersumme wird über mehrere Jahre mit dem Energieversorger verrechnet. Fördermittelgeber ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

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Andreas Pludra
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