Controlling

© Manfred Grünwald

Controlling

Tragende Säule einer guten Betriebsführung

Gebündelte Informationen für alle Handwerksunternehmer, die an einer Optimierung betriebswirtschaftlicher Abläufe im Unternehmen interessiert sind. Ergänzt durch Checklisten und Informationen für ein aufbauendes Gespräch mit einem Betriebswirtschaftlichen Berater.

Bezugsmöglichkeiten: Handwerksunternehmer des Kammerbezirks Dresden können das Heft über die Handwerkskammer Dresden unentgeltlich beziehen. Interessenten außerhalb des Wirtschaftsbereichs Handwerk der Region zahlen pro Heft eine Schutzgebühr von 2,50 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner

Andreas Leidig

Telefon: 0351 4640-935
Fax: 0351 4640-34935
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Dr. Kerstin Loth

Telefon: 03581 407171
Fax: 0351 4640-34172
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Dirk Siegmund

Telefon: 0351 4640-947
Fax: 0351 4640-34947
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Hinweis:
Die aufgeführten Ansprechpartner gelten ebenfalls für die nachfolgend aufgeführten Kategorien.

Absatz und Verkauf

Eine Kernaufgabe Ihres Unternehmens: Absatz von Produkten, Dienstleistungen an Kunden.

Als Bestandteil des Marketings hat sich der Vertrieb im Laufe der Zeit evolutionär weiterentwickelt. Ausgehend von einem einmaligen Verkaufsvorgang hin zu einem, auf langfristigen Kundenbeziehungen beruhenden, systematischen Verkaufsprozess.

  • Lohnt sich eine weitere Verkaufsniederlassung?
  • Rechnet sich ein weiterer Vertriebsmitarbeiter?
  • Sollten wir zukünftig auch Online verkaufen?

Aufgrund des strategischen und daher langfristigen Charakters Ihrer Absatzpolitik entstehen hohe Risiken und Kosten, daher empfiehlt es sich die eigene Strategie im Vorfeld zu planen.

1. Analyse der Vertriebssituation

Ergründen Sie Ihren eigenen Standpunkt im Vergleich zur Konkurrenz und leiten Sie realistische Absatzziele ab. Beispielsweise die Erhöhung der Absatzmengen, die Sicherstellung des Preisniveaus und die Senkung der Vertriebs- und Logistikkosten.

2. Entwicklung einer Absatzstrategie

Entwickeln Sie einen Orientierungsrahmen für alle Absatzmaßnahmen. Hierzu zählen die Einteilung der Endverbraucher, die Vertriebsorgane(Verkäufer) und in Frage kommende Absatzkanäle.

3. Durchführung und Kontrolle der Absatzmaßnahmen

Die Durchführung der festgelegten Strategie sollte im Einklang mit dem vorher festgelegten Vertriebsbudget stehen. Beispielsweise können Anreiz- oder Vergütungssysteme einen entscheidenden Einfluss auf die Absatzmenge haben. Anschließend ist immer zu prüfen, welche Absatzziele nicht erreicht wurden und welche Anpassungen notwendig sind.

Im Handwerk findet der Leistungsaustausch größtenteils zwischen dem Produzenten und dem Endverbraucher statt. Daher wird sich Ihr Vertriebssystem vorzugsweise am Direktvertrieb orientieren. Folgende Formen finden in der Praxis Anwendung. 

  • Unternehmenseigene Verkaufsniederlassung
  • Direktverkauf beim Kunden (durch angestellte Verkäufer)
  • Telefonverkauf des Herstellers
  • E-Commerce des Herstellers
  • Kommissionsverkauf (die Ware bleibt Eigentum des Herstellers)
  • Direktvermietung (direktes Leasing, Charter)
  • Direkttausch

Ihr Verkaufspersonal sollen Sie dabei so einsetzen, dass Ihre Absatzziele erreicht werden. Dazu müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter einerseits gut geschult sind und des Weiteren am Erfolg teilhaben können.

Ansprechpartner

Daniel Hujer

Telefon: 0351 4640-487
Fax: 0351 4640-34487
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Einkauf und Beschaffung

Der Einkauf als eine stetige, strategische Aufgabe

Der Einkauf ist ein operativer als auch ein strategischer Baustein für eine erfolgreiche Unternehmensführung, der insbesondere die Lieferantenauswahl und das Lieferantenmanagement umfasst.

Dabei spielen Faktoren wie

  • Einkaufspreise,
  • Warenverfügbarkeit,
  • Produktqualität, 
  • Lieferzeit und Transportwege
  • Verlässlichkeit

bei der Auswahl von Lieferanten eine wichtige Rolle.

Grundsätzlich ist eine kontinuierliche Marktbeobachtung wichtig, um einerseits neue Einkaufsmöglichkeiten zeitnah zu erkennen und andererseits auch neue Kundenbedürfnisse zu identifizieren und auf diese beim Einkauf reagieren zu können.

Darüber hinaus sind Bestell- und Lieferwege zu beleuchten sowie Zahlungs- und Controllingprozesse zu etablieren. Im Rahmen der zunehmenden betrieblichen Digitalisierung geht es darüber hinaus aber auch um Schnittstellen sowie die Optimierung der Einkaufsprozesse dank technischer Anbindungen.  

Von immer größerer Bedeutung werden in diesem Zusammenhang auch die Themen Nachhaltigkeit sowie Recycling. Diese müssen bereits bei der Planung und Konzeption des Einkaufs mit berücksichtigt werden.

Auf dieser Grundlage können Lieferanten ausgewählt, Rahmenverträge geschlossen und Budgets festgelegt werden.

 

Der Einkauf als Alleinstellungsmerkmal für Ihr Unternehmen

Die Auswahl passender, vielleicht auch besonderer Ausgangsprodukte und Zulieferer kann zum Alleinstellungsmerkmal für Ihr Unternehmen werden. Umgekehrt existieren häufig Produktstandards, die Sie bieten „müssen“, um am Markt bestehen zu können. Hierzu sollten Sie strategisch relevante und einfache Basisprozesse identifizieren und unterscheiden.

In vielen Bereichen ist es ein Abwägen zwischen verschiedenen Alternativen, um ein für ihr Unternehmen passendes, strategisches Einkaufsmanagement aufzusetzen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • eine „spitze“ vs eine „breite“ Produktpalette,
  • direkte Verfügbarkeit dank eigener Lagerhaltung vs geringere Kapitalbindung dank Beschaffung nach Auftragseingang,
  • Anbindung an große, etablierte Zulieferer vs Auswahl spezieller, unbekannterer Produkte

und vieles mehr.

Diese Entscheidungen sollten nach Abwägung aller Optionen und einer umfangreichen Markt- und Unternehmensanalyse getroffen und auch regelmäßig überprüft werden.

Der operative Beschaffungsprozess  

Der operative Beschaffungsprozess betrifft unterschiedliche Teilbereiche des Unternehmens vom Produktionsmitarbeiter über die Buchhaltung bis zur Geschäftsleitung. Er unterteilt sich in folgende Prozessschritte: 

  1. Bedarfsermittlung
  2. Bestandskontrolle
  3. Bestellfreigabe
  4. Bestellauslösung
  5. Bestellüberwachung
  6. Warenannahme
  7. Qualitätskontrolle
  8. Rechnungsprüfung
  9. Zahlungsabwicklung

Hinzu kommen die weiterführenden internen Prozesse wie Lagerverwaltung, interne Logistik und Weiterverarbeitung, die auch hinzugerechnet werden können.

Diese konkreten Prozessschritte sollten stetig überwacht und Optimierungspotentiale identifiziert und umgesetzt werden. Gleichzeitig fließen die praktischen Erfahrungen und Entwicklungen als regelmäßige Optimierungsmaßnahmen in die strategische Weiterentwicklung der Einkaufsprozesse.

 

Kontaktieren Sie Ihren Betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammer Dresden. Wir unterstützen Sie bei allen operativen und strategischen Aufgaben im Bereich Einkauf und Beschaffung.

Ansprechpartner

Dr. Kerstin Loth

Telefon: 03581 407171
Fax: 0351 4640-34172
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Daniel Hujer

Telefon: 0351 4640-487
Fax: 0351 4640-34487
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Andreas Leidig

Telefon: 0351 4640-935
Fax: 0351 4640-34935
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Hinweis:
Ihre Ansprechpartner für eine Beratung zur öffentlichen Auftragsvergabe: Auftragsberatungsstelle Sachsen e.V.

Hinweis:
Zu Themen des Vergaberechts berät Sie gern die Rechtsabteilung der Handwerkskammer Dresden.

Finanzierungsformen

Unternehmensfinanzierung

Die Hauptaufgabe eines jeden Unternehmer ist es dafür zu sorgen, dass sein Unternehmen mit ausreichenden Finanzen ausgestattet ist. Die Betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammer Dresden sind Ihr Ansprechpartner für alle Aspekte des Leistungsprozesses in der Betriebsführung. Hierbei nimmt die Finanzierung von Unternehmen eine wichtige Rolle ein.

Nach der Ermittlung des Kapitalbedarfs stellt sich die Frage der Finanzierung des Vorhabens. Bei den meisten Gründungsvorhaben wird das notwendige finanzielle Kapital aus mehreren Quellen zusammengetragen.

Eigenkapital

Jedes Unternehmen sollte ausreichend Eigenkapital zur Verfügung haben. Es kann in Form von Ersparnissen und/oder als Sacheinlagen eingebracht werden. Sacheinlagen sind neben Gegenständen des Anlagevermögens (Maschinen, Einrichtungen, Fuhrpark etc.) auch immaterielle Güter (Patente oder andere Rechte) ebenso möglich.

Fremdkapital - Darlehen von Kreditinstituten

Eigenkapital allein reicht oftmals nicht aus. Deshalb ist der Kapitalbedarf mittels Fremdkapital in Form von Krediten aufzustocken. Darlehen von Banken dienen der Finanzierung des Anlagevermögens und von Teilen des Umlaufvermögens. Die Laufzeit der Darlehen sollte dabei mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Anlagevermögens übereinstimmen. Darlehen sind „banküblich" abzusichern und können zu festen oder zu variablen Zinssätzen ausgezahlt werden. Die Zinsen der Bankkredite liegen im Regelfall über denen öffentlicher Förderkredite.

Dabei sind die folgenden Finanzierungsgrundsätze zu beachten:

  • Goldene Bilanzregel: Das Anlagevermögen sowie das dauernd gebundene Umlaufvermögen sollten durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt werden.
  • Goldene Finanzierungsregel: Die Tilgungsdauer des von einem Unternehmen aufgenommenen Fremdkapitals muss sich mit der Lebensdauer der angeschafften Anlage decken.

 

Eigenkapital:

Sie können Eigenkapital in Form von Ersparnissen und/oder als Sacheinlagen einbringen

Beteiligung:

Auch über Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH) ist eine Finanzierung möglich. Derartige Gesellschaften beteiligen sich jedoch nur eine bestimmte Zeit – in der Regel 10 Jahre – an einem Unternehmen.

Kredite:

Kreditgeber sind die Hausbank und die Förderbanken des Landes (Sächsische Aufbaubank GmbH) und des Bundes (KfW - Mittelstandsbank). Eine Übersicht über aktuelle Darlehensprogramme finden Sie unter Öffentliche Förderung.

Zuschüsse / Zulagen:

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Handwerkskammer nach Investitionszuschüssen, Zuschüssen zur Existenzgründung und gegebenenfalls bei Investitionen.

Leasing / Mietkauf:

Leasing oder Mietkauf stellen eine mögliche Alternative zu Darlehen der Banken dar. Jedoch sollten Sie auf Grund der vielfältigen Vertragsgestaltung sehr sorgfältig mit diesen Finanzierungsinstrumenten umgehen.

Fremdmittel wie Hausbankdarlehen und öffentliche Fördermittel sind im Regelfall “banküblich“ abzusichern. Dies bedeutet, in der Mehrzahl der Fälle ist das gesamte Privatvermögen als eigene Sicherungsmöglichkeit einzusetzen. Eine Risikobeschränkung gegenüber dem Geldinstitut ist kaum möglich.

Im Falle fehlender Sicherheiten besteht die Möglichkeit bei der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH einen Antrag auf Übernahme einer Ausfallbürgschaft zu stellen.

Je ein Muster für die Berechnung des Kapitalbedarfs und Finanzierungsplan stehen als Download zu Verfügung.

Bonität der Kreditnehmer entscheidet zukünftig über die Kreditkosten

Die Eigenkapitalrichtlinien für Banken, verändern die Kreditkosten. Jedes Unternehmen genau unter die Lupe genommen - es wird geratet. Fällt das Rating schlecht für das Unternehmen aus muss es mehr an zinsen zahlen.

Bei der Bewertung der Unternehmen werden sowohl Finanzkennzahlen als auch sogenannte qualitative Faktoren berücksichtigt. Die Finanzkennzahlen (Angaben zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) werden aus den Jahresbilanzen und aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Unternehmen ermittelt. Ergänzt werden die Kennzahlen durch die qualitativen Faktoren, wie beispielsweise Angaben zu Einkaufsbedingungen, Lagerbeständen, Preisgestaltungen, Know-how des Führungspersonals und Kundenbeziehungen. Dabei ist die Gewichtung der Fragen für einzelne Branchen unterschiedlich. So spielt die Auslastung von Produktionsanlagen für Maschinenbauunternehmen eine wesentlich wichtigere Rolle als für Unternehmen, die reine Lohnleistungen anbieten. Des Weiteren ist die Frage des Personalmanagements bei großen Unternehmen bedeutungsvoller als bei Unternehmen mit lediglich einem Mitarbeiter. Unabhängig von Größe und Branche sind allerdings die Angaben zum Kontoverhalten und Zahlungsgewohnheiten, zum Einsatz von betriebswirtschaftlichen Planungs- und Controllinginstrumenten sowie zu Fragen der Nachfolgeregelung.

Für jedes Rating unabhängig von welcher Bank oder Sparkasse durchgeführt gilt allerdings, dass das Ergebnis in hohem Maße von den Unterlagen und Informationen, die der Unternehmer zur Verfügung stellt, abhängt. Jede nicht beantwortete Frage wird als höchst negativ bewertet. Deshalb sollten Sie folgende Unterlagen bei einem anstehenden Rating bereithalten:

  • Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, eine aktuelle Monatsauswertung,
  • Gesellschafterverträge,
  • Ehevertrag,
  • Unterlagen zu Kreditsicherheiten,
  • eine aktuelle Aufstellung des Forderungs- und Warenbestandes,
  • eine aktuelle Aufstellung mit den Angaben zu den wichtigsten Verbindlichkeiten,
  • eine Erfolgs- und Liquiditätsvorschau,
  • einen Investitionsplan (wenn vorhanden),
  • eine Umsatz-, Kosten- und Ertragsplanung für die kommenden drei Jahre,
  • ggf. Unterlagen über privat wirtschaftliche Verhältnisse.
Ansprechpartner

Andreas Leidig

Telefon: 0351 4640-935
Fax: 0351 4640-34935
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Kalkulation

Zur erfolgreichen Führung eines Handwerksbetriebes reicht eine hervorragende fachliche Qualifikation allein nicht aus. Um sich im harten Konkurrenzkampf behaupten zu können, ist eine zukunfts- und ertragsorientierte Kalkulation unabdingbare Voraussetzung.
Dabei spielen Fragen nach Kosteneinsparungen, Kostenanalyse, Gewinn- und Verlusthöhen bei einzelnen Produkten oder Leistungen, Marktstrategien, optimaler Betriebsgröße und Preisuntergrenzen eine besondere Rolle.

Grundlage jeder Kostenrechnung ist eine aussagefähige Buchhaltung.

Die Stundensatzkalkulation ist eine im Handwerk weit verbreitete einfache Methode. Die Kalkulation geht von der produktiven Kapazität und den Kosten des Unternehmens aus. Mit dieser Methode können Handwerker aller Branchen ihre Stundenverrechnungssätze kalkulieren. Sie kennen dann die Kostenbestandteile des Stundenverrechnungssatzes und wissen, welchen Stundenverrechnungssatz sie mindestens brauchen, um rentabel zu arbeiten.

Jede Kalkulation ist aber nur so gut, wie sie in der Praxis realisiert wird. Die Nachkalkulation des Auftrages gibt die Antwort, in wie weit der angewandte Stundenverrechnungssatz realisiert wurde.

Je ein Kalkulationsschema für die Stundensatzermittlung und für die Nachkalkulation stehen als Download zur Verfügung.

Weitere Auskünfte und Terminvereinbarungen geben Ihnen unsere betriebswirtschaftlichen Berater.

Leistungsprozess

Kostenrechnung, Kalkulation, Umsatz- und Ertragsvorschau

Kostenrechnung und Kalkulation

Um sich im Wettbewerb behaupten zu können, ist eine zukunfts- und ertragsorientierte Kalkulation unabdingbare Voraussetzung.

Die Stundensatzkalkulation ist eine im Handwerk weit verbreitete einfache Methode. Die Kalkulation geht von der produktiven Kapazität und den Kosten des Unternehmens aus. Mit dieser Methode können Handwerker aller Branchen ihre Stundenverrechnungssätze als Basis für die Angebotskalkulation errechnen.

Jede Kalkulation kann nur so gut sein, wie sie praktisch realisiert wird. Die Nachkalkulation des Auftrages gibt die Antwort, in wie weit der angewandte Stundenverrechnungssatz realisiert wurde.

Je ein Kalkulationsschema für die Stundensatzermittlung und für die Nachkalkulation steht als Download zur Verfügung.

Unterstützungsangebot  – Kalkulation Kosmetikleistungen

Das gegenwärtige auf Grund der Corona-Pandemie veränderte gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Leben stellt uns alle trotz der sich langsam vollziehenden Lockerungen vor neue Herausforderungen. Zu Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeit gibt es wichtige einzuhaltende Vorschriften und Beschränkungen, die sich letztendlich auf den unternehmerischen Erfolg niederschlagen werden.

Unterstützend dazu haben die betriebswirtschaftlichen Berater zunächst für die Kosmetiker ein Kalkulationswerkzeug entwickelt. Die Basisversion stellen wir unseren Mitgliedsbetrieben hier kostenfrei zum Download zur Verfügung. Selbstverständlich können ergänzend unsere bisherigen kostenfreien Beratungsangebote direkt im Betrieb, in der Handwerkskammer oder auch als online-Beratung genutzt werden. Bitte kontaktieren Sie uns bei Bedarf zur Vereinbarung eines Termins. Ihre Ansprechpartner finden Sie hier.

Umsatz- und Ertragsvorschau

Die Geschäftsplanung des Unternehmens bzw. Umsatz- und Ertragsvorschau stellt die Zielstellung des Unternehmens in der Regel für die kommenden drei Jahre dar. Die Geschäftsplanung des Unternehmens wird auch als Rentabilitätsvorschau bezeichnet.

Die Planung von Betriebsleistung, Wareneinsatz, Personal- und Sachkosten, Zinsen, Abschreibungen und Überschuss bzw. Gewinn bildet die Grundlage für eine zielorientierte rentable Unternehmensführung.

Es bestehen zwei Möglichkeiten der Herangehensweise an die Erstellung der Umsatz- und Rentabilitätsvorschau.

  1. Mindestumsatzplanung: Vom erforderlichen Überschuss ausgehend werden die zu planenden betrieblichen Kosten sowie der Wareneinsatz hinzugerechnet. Daraus errechnet sich der erforderliche Mindestumsatz des Unternehmens.  
  2. Kapazitätsumsatzplanung: Die im Unternehmen vorhandene produktive Kapazität bildet die Grundlage für den möglich zu realisierenden Umsatz. Nach Abzug des Wareneinsatzes und der Betriebskosten errechnet sich der Überschuss des Unternehmens. 

Bei der Beantragung von Bankfinanzierungen, Förderdarlehen sowie Zuschüssen ist eine Umsatz- und Ertragsvorschau für die kommenden drei Jahre notwendiger Bestandteil der Antragsunterlagen.

Schemata für die Erstellung der Umsatz- und Ertragsvorschau steht für die Mindestumsatzermittlung und für die Kapazitätsumsatzermittlung als Download zur Verfügung.

Ansprechpartner

Dr. Kerstin Loth

Telefon: 03581 407171
Fax: 0351 4640-34172
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Liquidität

Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen termingerecht und in vollem Umfang nachzukommen. Dazu ist ein ausreichendes Volumen an liquiden Mitteln in Form von Geld Voraussetzung. Dieses Geldvolumen muss für einen zukünftigen Zeitrahmen zur Verfügung stehen. Um beides sicherzustellen, ist ein Liquiditätsplan notwendig, der die Zahlungsströme im Unternehmen (Einzahlungen und Auszahlungen pro Periode) abbildet.

Ist die Liquidität nicht gewährleistet, kommt es zu Zahlungsstörungen Sie werden in der Regel durch die Geschäftspartner geahndet. Dauerhafte Zahlungsstörungen können unter Umständen in eine Insolvenz und zum Marktaustritt führen. Deshalb ist die Sicherstellung der Unternehmensliquidität eine der wichtigsten Aufgaben des Unternehmers.

Kennzahlen

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen relativieren die absoluten Werte aus der Betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) sowie dem Jahresabschluss oder der Gewinnermittlung. Sie verdichten die Informationen über die Vermögens-, Ertrags- und die Liquiditätslage, die Kapitalstruktur und den Cash-Flow. Sie dienen als Analysehilfsmittel, sowohl unterjährig als auch zum Ende des  Wirtschaftsjahres. Kennzahlen können im Rahmen des Controllings Zielgrößen sein und dienen so der erleichterten Orientierung im Rahmen des Soll-Ist-Vergleichs. Sie ermöglichen auch den Vergleich zwischen Unternehmen innerhalb und außerhalb der Branche, zum Beispiel im Rahmen eines Betriebs- oder  Zeitvergleichs.

Als besonders wichtig im Rahmen einer schnellen Unternehmensanalyse werden folgende Kennzahlen erachtet:

  • Gesamtkapitalrentabilität: GKR in % = ((Gewinn + Zinsen) : Bilanzsumme) x 100
  • Eigenkapitalquote: EK-Quote in % = (EK : Bilanzsumme) x 100
  • Umsatzrendite: UR in % = (Betriebsergebnis : Umsatz) x 100
  • Kapitalrückfluss: KR in % = (CF : Bilanzsumme) x 100
  • Entschuldungsdauer: ED in Jahren = (Nettoverschuldung : CF) x 100
  • Working Capital: WC in % = (Umlaufvermögen : kurzfristiges Fremdkapital) x 100
  • Cash-Flow-Rate: CF-Rate in % = (CF : Betriebsleistung) x 100

Unternehmenssicherung

Krisenbewältigung

Es ist für jeden klein- und mittelständischen Unternehmer von besonderer Bedeutung die Zahlen seines Betriebes zu kennen, einordnen zu können und ggf. entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung einer Krise einzuleiten. Auch Ihnen als Mitgliedsbetrieb wollen wir mit den nachfolgenden Informationen einen Leitfaden für entsprechendes Handeln und Reagieren zur Verfügung stellen.

Kontaktieren Sie bei diesen Fragen oder bereits aufgetretenen Problemen am besten unverzüglich die betriebswirtschaftlichen Berater Ihrer Handwerkskammer als Ansprechpartner. Auch diese Beratung gehört zu unserem kostenfreien Dienstleistungsangebot für Mitgliedsbetriebe.

Existenzsicherung ist die Hauptaufgabe aller kleinen und mittleren Betriebe. Wer Krisen frühzeitig erkennt und sein Unternehmen den Markt- und Kundenanforderungen rechtzeitig anpasst, wird die finanziellen Auswirkungen der Krise meistern und gestärkt aus ihr hervorgehen.

Für Krisen gibt es 2 Hauptgründe: 

  • der Markt verändert sich unerwartet
  • die Zahlungsfähigkeit ist gefährdet oder eine Überschuldung droht 

Unternehmenskrisen sind fast immer „hausgemacht“. Das bedeutet: Die Gründe liegen oft in Fehlern der Unternehmensführung.

Ursachen für Unternehmenskrisen:

  • Unternehmerperson (mangelnde kaufmännische Qualifikation)
  • Fehlende Unternehmensplanungen (Controlling)
  • Unternehmensführung (Mitarbeiter, Produkt, technische Ausstattung)
  • Finanzen (keine Liquiditätsplanung, späte Rechnungslegung, zu hohe Kosten)
  • Kunden (verspätete Zahlung, Forderungsausfälle)

Der typische Ablauf einer Unternehmenskrise kann wie folgt dargestellt werden:

→  Strategische Krise
(Differenz zwischen Plan- und Ist-Umsatz) Die Differenz bezeichnet man als strategische Lücke. Dem Unternehmer wid angezeigt, dass seine Bemühungen auf dem Markt unzureichend sind.

—---→  Ertragskrise
Verlusterwirtschaftung durch das Unternehmen Die Ertragskrise führt zum Aufbrauchen des Eigenkapitals. Es besteht die Gefahr der Überschuldung.

——----→  Liquiditätskrise
Bestehen einer konkreten und akuten Gefahr der Zahlungsunfähigkeit oder bereits Erlöschen der Zahlungsfähigkeit

——-----—→  Insolvenz
Eintritt von (drohender) Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung.
Informationen zur Insolvenzvermeidung und -verlauf finden Sie auch auf der Homepage der Stadt Dresden. Das Kommunalforum Dresden hat dazu eine Broschüre erarbeitet.

Kommunikation in Krisenzeiten:

Denken Sie auch in schwierigen Zeiten immer daran: Liquidität geht vor Rentabilität!

Informieren Sie Mitarbeiter, Auftraggeber, Lieferanten und Banken rechtzeitig über Ihre schwierige Lage. Hinweise dazu finden Sie hier. (link ist nicht mehr aktuell!)

Erschließen Sie Ihre betrieblichen Liquiditätsreserven durch:

  • Kontrolle und Überwachung des Forderungsbestandes mit dem Ziel der Minimierung der Außenstände
  • Einführung eines internen Mahnwesens und Forderungsmanagements
  • Kontrolle des Materiallagers mit dem Ziel des Abbaus von Beständen
  • Kontakt mit Steuerberater und /oder Finanzamt mit dem Ziel der Anpassung Ihrer Steuervorauszahlungen (Einkommensteuer und Gewerbsteuer an die aktuelle Ertragssituation)
  • Kontakt mit der Bundesagenturagentur für Arbeit zur Klärung der Möglichkeiten einer Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld. Beurlauben Sie Ihre Mitarbeiter nicht, sondern nutzen Sie die Angebote zur Qualifizierung und Fortbildung.

Weitere Auskünfte und Terminvereinbarungen geben Ihnen unsere betriebswirtschaftlichen Berater.

Unternehmenssicherung

Der Wille zur Leistung, ein ausreichendes Startkapital und die Bereitschaft zum Risiko sind wichtige Voraussetzungen zum Aufbau einer selbständigen Existenz. Sie reichen jedoch nicht aus, um ein Unternehmen langfristig zu sichern. Ebenso unerlässlich für den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg ist daher eine planmäßige Unternehmensführung. Allein mit dem viel gerühmten Fingerspitzengefühl und mit Intuition kann auch ein kleiner Betrieb nicht mehr erfolgreich geführt werden.

Jeder mittelständische Unternehmer muss heute über die aktuelle finanzielle und wirtschaftliche Lage seines Betriebes sowie über Entwicklungstendenzen im Markt genau informiert sein. Nur wer die Situation und die Stellung seines Unternehmens am Markt genau kennt, kann rechtzeitig reagieren und Krisen vermeiden. Gerade auch kleinere Unternehmen sollten daher moderne Planungs- und Führungstechniken einsetzen, um Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken des Betriebes konkret analysieren und entsprechende Maßnahmen geplant, gezielt und konsequent durchführen zu können.

Mit der Unternehmensanalyse bietet ihre Handwerkskammer eine Dienstleistung an, die Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens zu erkennen und diese weiter auszubauen oder zu beseitigen.

Die erfolgs- und zielorientierte Unternehmensführung wird mit Controlling bezeichnet. Damit ist nicht nur das nachträgliche Kontrollieren von betriebswirtschaftlichen Zahlen gemeint. Zentrale Frage des Controllings ist:  Was soll bzw. will das Unternehmen erreichen ?

Mit der permanenten Überprüfung der gesteckten Ziele mit den erreichten Ergebnissen (Soll–Ist–Kontrolle) wird der Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmensführung gelegt. Zugleich können Abweichungen von der Zielstellung schnell erkannt und die Ursachen dafür analysiert werden. Grundlage jedes Controllingsystems ist ein gut funktionierendes Rechnungswesen, das zeitnah alle wichtigen Unternehmensdaten zu Verfügung stellt. Ein einfaches Controllingschema steht als Download zur Verfügung.

Schriftenreihe-Heft "Controlling im Wirtschaftsbereich Handwerk. Instrumente, Kennzahlen und Wege für eine erfolgreiche Führung kleiner und mittlerer Unternehmen"

Gebündelte Informationen für alle Handwerksunternehmer, die an einer Optimierung betriebswirtschaftlicher Abläufe im Unternehmen interessiert sind.

Schriftenreihe-Heft "Controlling im Wirtschaftsbereich Handwerk. Instrumente, Kennzahlen und Wege für eine erfolgreiche Führung kleiner und mittlerer Unternehmen"

Anliegen/Inhalt: Gebündelte Informationen für Handwerksunternehmer, die auf eine Optimierung kaufmännischer und betriebswirtschaftlicher Abläufe im Betrieb setzen. Ergänzt durch Checklisten für eine Bestandsaufnahme im eigenen Betrieb in Vorbereitung auf die individuelle Konsultation eines Betriebswirtschaftsexperten der Handwerkskammer Dresden

Zielgruppe: alle am Thema interessierten Führungskräfte in kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks

Auflage: 2., überarbeitete und ergänzte Auflage 2017

Bezugsmöglichkeiten: Handwerksunternehmer des Kammerbezirks Dresden können das Heft über die Handwerkskammer Dresden unentgeltlich beziehen. Interessenten außerhalb des Wirtschaftsbereichs Handwerk der Region zahlen pro Heft eine Schutzgebühr von 5,00 EUR.

Ansprechpartner

Fanny Richter

Telefon: 0351 4640-931
Fax: 0351 4640-34931
E-Mail schreiben

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