Neue gesetzliche Pflichten für Arbeitgeber und Bauherren in Radonvorsorgegebieten

Karte der festgelegten Radonvorsorgegebiete nach § 121 Abs. 1 S. 1 Strahlenschutzgesetz © BfUL

Neue gesetzliche Pflichten für Arbeitgeber und Bauherren in Radonvorsorgegebieten

1.    Für Arbeitgeber

Radonvorsorgegebiete sind Gebiete, für die erwartet wird, dass die über das Jahr gemittelte Radon-222-Aktivitätskonzentration in der Luft in einer beträchtlichen Zahl von Gebäuden mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen den Referenzwert gemäß von 300 Bq/m³ überschreitet.

Für die Verantwortlichen für Arbeitsplätze, die in diesen Gebieten in Keller- und Erdgeschossräumen eine Beschäftigung ausüben oder ausüben lassen, ergeben sich Pflichten und Rechtsfolgen.

Das Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) verpflichtet die Verantwortlichen für Arbeitsplätze ab dem 31. Dezember 2020 zu einer 12-monatigen Messung der Radon-222-Aktivitätskonzentration, wenn sich die Arbeitsplätze im Keller oder Erdgeschoss von Gebäuden in Radonvorsorgebieten befinden. Die Messungen müssen innerhalb von 18 Monaten (also spätestens am 30. Juni 2022) abgeschlossen sein. Die Messgeräte sind bei einer vom Bundesamt für Strahlenschutz anerkannten Stelle zu beziehen. 

Als Arbeitsplatz ist jeder Ort definiert, an dem sich der Mitarbeiter während seiner Tätigkeit regelmäßig oder wiederholt aufhält (wie z.B. in Büroräumen, Werkstätten, Produktionshallen oder Verkaufsräumen). Bei Innenräumen (Lager-, Technikräumen, Archiven) obliegt es den Verantwortlichen einzuschätzen, ob diese Orte als Arbeitsplätze gelten. Dagegen sind Sanitärräume, Umkleiden sowie Fluren keine Arbeitsplätze. Damit entfällt die Messpflicht in diesen Bereichen.

Informationen zur Durchführung der 12-monatigen Messung der Radonaktivitätskonzentration an Arbeitsplätzen sind auf den Seiten des Ministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft zu finden.

Wird an einem Arbeitsplatz eine Überschreitung des Referenzwertes von 300 Bq/m³ festgestellt, sind innerhalb von 24 Monaten Maßnahmen zur Reduzierung der Radonwerte zu ergreifen und durch eine wiederholte Messung abzuschließen. Wird danach weiterhin der Referenzwert überschritten, sind die betroffenen Arbeitsplätze beim LfULG anzumelden und es ist eine Dosisberechnung durchzuführen. Der Referenzwert ist entsprechend der Definition im StrlSchG ein festgelegter Wert, der als Maßstab für die Angemessenheit von Maßnahmen dient. Ein Referenzwert ist kein Grenzwert.

2.    Für Bauherren

Nach § 123 Absatz 1 StrlSchG sind bei der Neuerrichtung von Gebäuden mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen geeignete Maßnahmen zu treffen, um den Zutritt von Radon aus dem Baugrund zu verhindern oder erheblich zu erschweren. Diese Pflicht gilt als erfüllt, wenn die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik erforderlichen Maßnahmen zum Feuchteschutz eingehalten werden.

In den Radonvorsorgegebieten reicht dieser Schutz allein nicht aus. Wer dort ein Gebäude mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen errichtet (ab dem 31. Dezember 2020), hat darüber hinaus Radonschutzmaßnahmen umzusetzen. (z.B. abdichtende Radonschutzfolien oder technische Einrichtungen zur Fassung und Ableitung von Radon).

Bei baulichen Veränderungen an einem Gebäude mit Aufenthaltsräumen oder Arbeitsplätzen, die zu einer erheblichen Verminderung der Luftwechselrate führen, sind gleichfalls Radonschutzmaßnahmen in Betracht zu ziehen und umzusetzen.

Weiterführende Informationen sind auf den Internetseiten des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) zu finden www.radon.sachsen.de.

Radonberatungsstelle Sachsen: 0371 46 124 221, radonberatung@smul.sachsen.de 

Das Radonvorsorgegebiet für den Freistaat Sachsen ist in dieser Karte dargestellt. Die betreffenden Orte/ Gebiete für den Kammerbezirk Dresden sind nachfolgend benannt.

Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge:

  • Altenberg, Stadt          
  • Tharandt, Stadt          
  • Hartmannsdorf-Reichenau      
  • Dippoldiswalde, Stadt
  • Bad Gottleuba-Berggießhübel, Stadt       
  • Klingenberg
  • Hermsdorf /Erzgeb.     
  • Dorfhain
  • Freital , Stadt                                               
  • Glashütte, Stadt
  • Kreischa   
  • Liebstadt, Stadt

Für die Orte / Gebiete des LK Mittelsachsen, dem Vogtlandkreis sowie den Erzgebirgskreis können Sie sich hier informieren.

Karte der Radonvorsorgegebiete Sachsen

Ansprechpartner

Andreas Pludra
Technische Beratung Schwerpunkt Energie und Umwelt

Telefon: 0351 4640-936
Fax: 0351 4640-34936
E-Mail schreiben

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