Finanzierungsformen

Finanzierungsformen

Unternehmensfinanzierung

Die Hauptaufgabe eines jeden Unternehmer ist es dafür zu sorgen, dass sein Unternehmen mit ausreichenden Finanzen ausgestattet ist. Die Betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammer Dresden sind Ihr Ansprechpartner für alle Aspekte des Leistungsprozesses in der Betriebsführung. Hierbei nimmt die Finanzierung von Unternehmen eine wichtige Rolle ein.

Nach der Ermittlung des Kapitalbedarfs stellt sich die Frage der Finanzierung des Vorhabens. Bei den meisten Gründungsvorhaben wird das notwendige finanzielle Kapital aus mehreren Quellen zusammengetragen.

Eigenkapital

Jedes Unternehmen sollte ausreichend Eigenkapital zur Verfügung haben. Es kann in Form von Ersparnissen und/oder als Sacheinlagen eingebracht werden. Sacheinlagen sind neben Gegenständen des Anlagevermögens (Maschinen, Einrichtungen, Fuhrpark etc.) auch immaterielle Güter (Patente oder andere Rechte) ebenso möglich.

Fremdkapital - Darlehen von Kreditinstituten

Eigenkapital allein reicht oftmals nicht aus. Deshalb ist der Kapitalbedarf mittels Fremdkapital in Form von Krediten aufzustocken. Darlehen von Banken dienen der Finanzierung des Anlagevermögens und von Teilen des Umlaufvermögens. Die Laufzeit der Darlehen sollte dabei mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Anlagevermögens übereinstimmen. Darlehen sind „banküblich" abzusichern und können zu festen oder zu variablen Zinssätzen ausgezahlt werden. Die Zinsen der Bankkredite liegen im Regelfall über denen öffentlicher Förderkredite.

Dabei sind die folgenden Finanzierungsgrundsätze zu beachten:

  • Goldene Bilanzregel: Das Anlagevermögen sowie das dauernd gebundene Umlaufvermögen sollten durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt werden.
  • Goldene Finanzierungsregel: Die Tilgungsdauer des von einem Unternehmen aufgenommenen Fremdkapitals muss sich mit der Lebensdauer der angeschafften Anlage decken.

 

Eigenkapital:

Sie können Eigenkapital in Form von Ersparnissen und/oder als Sacheinlagen einbringen

Beteiligung:

Auch über Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH) ist eine Finanzierung möglich. Derartige Gesellschaften beteiligen sich jedoch nur eine bestimmte Zeit – in der Regel 10 Jahre – an einem Unternehmen.

Kredite:

Kreditgeber sind die Hausbank und die Förderbanken des Landes (Sächsische Aufbaubank GmbH) und des Bundes (KfW - Mittelstandsbank). Eine Übersicht über aktuelle Darlehensprogramme finden Sie unter Öffentliche Förderung.

Zuschüsse / Zulagen:

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Handwerkskammer nach Investitionszuschüssen, Zuschüssen zur Existenzgründung und gegebenenfalls bei Investitionen.

Leasing / Mietkauf:

Leasing oder Mietkauf stellen eine mögliche Alternative zu Darlehen der Banken dar. Jedoch sollten Sie auf Grund der vielfältigen Vertragsgestaltung sehr sorgfältig mit diesen Finanzierungsinstrumenten umgehen.

Fremdmittel wie Hausbankdarlehen und öffentliche Fördermittel sind im Regelfall “banküblich“ abzusichern. Dies bedeutet, in der Mehrzahl der Fälle ist das gesamte Privatvermögen als eigene Sicherungsmöglichkeit einzusetzen. Eine Risikobeschränkung gegenüber dem Geldinstitut ist kaum möglich.

Im Falle fehlender Sicherheiten besteht die Möglichkeit bei der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH einen Antrag auf Übernahme einer Ausfallbürgschaft zu stellen.

Je ein Muster für die Berechnung des Kapitalbedarfs und Finanzierungsplan stehen als Download zu Verfügung.

Bonität der Kreditnehmer entscheidet zukünftig über die Kreditkosten

Die Eigenkapitalrichtlinien für Banken, verändern die Kreditkosten. Jedes Unternehmen genau unter die Lupe genommen - es wird geratet. Fällt das Rating schlecht für das Unternehmen aus muss es mehr an zinsen zahlen.

Bei der Bewertung der Unternehmen werden sowohl Finanzkennzahlen als auch sogenannte qualitative Faktoren berücksichtigt. Die Finanzkennzahlen (Angaben zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) werden aus den Jahresbilanzen und aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Unternehmen ermittelt. Ergänzt werden die Kennzahlen durch die qualitativen Faktoren, wie beispielsweise Angaben zu Einkaufsbedingungen, Lagerbeständen, Preisgestaltungen, Know-how des Führungspersonals und Kundenbeziehungen. Dabei ist die Gewichtung der Fragen für einzelne Branchen unterschiedlich. So spielt die Auslastung von Produktionsanlagen für Maschinenbauunternehmen eine wesentlich wichtigere Rolle als für Unternehmen, die reine Lohnleistungen anbieten. Des Weiteren ist die Frage des Personalmanagements bei großen Unternehmen bedeutungsvoller als bei Unternehmen mit lediglich einem Mitarbeiter. Unabhängig von Größe und Branche sind allerdings die Angaben zum Kontoverhalten und Zahlungsgewohnheiten, zum Einsatz von betriebswirtschaftlichen Planungs- und Controllinginstrumenten sowie zu Fragen der Nachfolgeregelung.

Für jedes Rating unabhängig von welcher Bank oder Sparkasse durchgeführt gilt allerdings, dass das Ergebnis in hohem Maße von den Unterlagen und Informationen, die der Unternehmer zur Verfügung stellt, abhängt. Jede nicht beantwortete Frage wird als höchst negativ bewertet. Deshalb sollten Sie folgende Unterlagen bei einem anstehenden Rating bereithalten:

  • Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, eine aktuelle Monatsauswertung,
  • Gesellschafterverträge,
  • Ehevertrag,
  • Unterlagen zu Kreditsicherheiten,
  • eine aktuelle Aufstellung des Forderungs- und Warenbestandes,
  • eine aktuelle Aufstellung mit den Angaben zu den wichtigsten Verbindlichkeiten,
  • eine Erfolgs- und Liquiditätsvorschau,
  • einen Investitionsplan (wenn vorhanden),
  • eine Umsatz-, Kosten- und Ertragsplanung für die kommenden drei Jahre,
  • ggf. Unterlagen über privat wirtschaftliche Verhältnisse.

Ansprechpartner

Andreas Leidig

Telefon: 0351 4640-935
Fax: 0351 4640-34935
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