Hinweise zu Arbeitsschutz und Hygiene

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Hinweise zu Arbeitsschutz und Hygiene

Neue Corona Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) beschlossen

In Ergänzung zu den bereits bestehenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregeln hat das Bundeskabinett am 20. Januar 2021 eine neue Corona Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) beschlossen. Die Verordnung wurde am 22. Januar 2021 im Bundesanzeiger veröffentlicht und tritt am 27. Januar 2021 in Kraft. 

Darin sind folgende Maßnahmen in den Betrieben vorgesehen:

Maßnahmen zur Kontaktreduzierung

  • Arbeitgeber haben ihren Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen (Home-office).
  • Betriebsbedingte Zusammenkünfte mehrerer Personen sind auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren.
  • Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen.
  • In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden

Verpflichtung zur Verfügungstellung und zum Tragen medizinischer Masken:

  • Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen. Es wird spezifiziert, dass es sich hierbei um medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nase-Schutz), FFP2-Masken oder um in der Anlage zur Verordnung näher bezeichnete vergleichbare Atemschutzmasken handeln kann.
  • Arbeitnehmer haben die zur Verfügung gestellten Masken zu tragen

Die Erläuterungen zur Verordnung enthalten folgenden Hinweis:

„Ein subjektives Klagerecht von Beschäftigten ist, wie im Arbeitsschutzrecht üblich, damit nicht verbunden. Die Arbeitsschutzbehörden der Länder sowie die Unfallversicherungsträger kontrollieren die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben. Beschäftigte und Arbeitgeber können sich bei Problemfällen an diese wenden.“

Die Verordnung tritt  am 27. Januar 2021 in Kraft. Ihre Geltung ist bis zum 15. März 2021 befristet.

Stand 26.01.2021

Ansprechpartner

Claudia Rommel
Abteilungsleiterin Beratung

Telefon: 0351 4640-934
Fax: 0351 4640-34934
E-Mail schreiben

Datenschutz und Vergaberecht
Nora Tintner

Telefon: 0351 4640-459
Fax: 0351 4640-34459
E-Mail schreiben

Arbeits - und Sozialrecht
Uta Görbert

Telefon: 0351 4640-453
Fax: 0351 4640-34453
E-Mail schreiben

Hygieneregeln und Grundsätze

Neue ergänzende Hygieneauflagen

Ergänzend zur geltenden Corona-Schutz-Verordnung wurde die neue Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit -2019 veröffentlicht.

Wesentliche Inhalte für das Handwerk ergeben sich unter anderen wie folgt:

  • Erstellung und Umsetzung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes mit den Regelungen dieser Hygieneanordnung
  • Aktenkundige Schulung und Belehrung des Personals zur Einhaltung der Hygieneregeln
  • Festlegung zum Tragen von medizinischen Gesichtsmasken, FFP2-Masken ohne Ausatemventil oder vergleichbarer Atemschutzmaske und Mund-Nasen-Schutz des Personals im Kundenkontakt
  • Kunststoffvisiere und Vergleichbares gelten nicht als Mund-Nasen-Schutz
  • Empfehlung zum Angebot gesonderter Öffnungszeiten für Senorinnen und Senioren in Läden und Geschäften
  • Bereitstellung von Desinfektionsmitteln für Kunden im Eingangsbereich
  • Angebot bevorzugte bargeldlose Bezahlung
  • Kosmetische Produkte (Make-up, Lippenstifte) dürfen vor dem Verkauf nur von einer Person probiert werden
  • Friseurbetriebe und Fußpflegen ab 1. März 2021 – Abstandsregelungen von mindestens 1, 5 Meter zwischen Kunden und Personal und Personal untereinander sowie zu den Arbeitsplätzen
  • Kunden müssen eigenen Mund-Nasen-Schutz mitbringen
  • Routinemäßige Reinigung von Werkzeugen, Gegenständen und Flächen
  • Hinweisschilder zu den Hygienevorgaben, ggf. Piktogramme

 

Weitere Grundsätze: 

  • Nur Personen ohne COVID-19-Verdacht dürfen Betriebe, Einrichtungen und Angebote besuchen bzw. nutzen.
  • Die Husten- und Niesetikette ist zu beachten und einzuhalten.
  • Über die SächsCoronaSchVO hinaus wird in geschlossenen Räumen das Tragen einer
    Mund-Nasen-Bedeckung dringend empfohlen, wenn ein regelmäßiges intensives Lüften und die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden können.
  • Abstandsmarkierungen auf dem Boden können als Orientierung hilfreich sein. Auf die Abstandsregelungen ist ggf. auch vor dem Gebäude hinzuweisen.
  • Enge Bereiche sind zu vermeiden und ggf. umzugestalten. Maßnahmen der Besucherlenkung sollten ergriffen werden.
  • Auf Hinweisschildern/-plakaten sollten alle Hygienevorgaben, die an dem jeweiligen Ort gelten, prägnant und übersichtlich dargestellt werden, ggf. unter Verwendung von Piktogrammen.
  • Es sind Vorkehrungen zu treffen, dass sich alle Personen nach dem Betreten die Hände waschen bzw. desinfizieren können.
  • Dem häufigen Händewaschen und ggf. Desinfizieren ist der Vorzug gegenüber dem Tragen von Einmalhandschuhen zu geben.
  • Genutzte Räume sind häufig gründlich zu lüften. Dabei sollten Büroräume mindestens stündlich, Seminar- und Besprechungsräume aller 20 Minuten gründlich gelüftet werden.
  • In Betrieben, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen ist eine verantwortliche Person für die Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzanforderungen zu benennen.
  • Arbeitgeber haben auf der Grundlage einer aktualisierten Gefährdungsbeurteilung besondere Arbeitsschutzmaßnahmen durchzuführen. Dabei sind der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard, die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel und, soweit vorhanden, deren branchenspezifischen Anpassungen durch den
    zuständigen Unfallversicherungsträger oder die Arbeitsschutzbehörde sowie die einschlägigen Empfehlungen des Robert Koch-Institutes zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen geltenden Fassung und ergänzend Konzepte und Empfehlungen der Fachverbände zu berücksichtigen.
  • Die Nutzung der Corona-Warn-App des Bundes wird dringend empfohlen.

Weitere Details, u. a. zu Klima- und Raumluftanlagen, Kantinen und Geschäften entnehmen Sie bitte direkt der neuen Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung der CoronavirusKrankheit-2019 (COVID-19).

Allgemeine Hinweise zum Gesundheitsschutz

Allgemeine Hinweise

Sicherheit und Gesundheitsschutz haben insbesondere am Arbeitsplatz in Zeiten der Corona-Pandemie oberste Priorität.

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel konkretisiert den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard und stellt für alle Bereiche des Wirtschaftslebens Maßnahmen vor, mit denen das Infektionsrisiko für Beschäftigte gesenkt und auf niedrigem Niveau gehalten werden.

Der Arbeitgeber hat unter Berücksichtigung der jeweiligen Verordnungen und Regeln eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen. Diese kann mit Hilfe der Fachkraft für Arbeitssicherheit unter Beachtung der betriebsspezifischen Anforderungen erfolgen. Zudem hat der Arbeitgeber nach der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung die Pflicht ein Hygienekonzept zu erstellen, welches die örtlichen Begebenheiten berücksichtigt (siehe Leitfaden zur Erstellung eines Hygienekonzeptes im Handwerksbetrieb). Das Hygienekonzept muss einen Verantwortlichen vor Ort benennen sowie die eingehaltenden Maßnahmen aufführen.

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt spezifiziert diese Regelungen auf Länderebene durch die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung in Verbindung mit der Allgmeinverfügung zur Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus.

Berufsspezifische Gegebenheiten werden durch die zuständigen Unfallkassen geregelt und komplementieren die Präventionsmaßnahmen in Bezug auf die Verbreitung des Corona-Virus im Arbeitsumfeld.

Auf die Notwendigkeit zur Berücksichtigung der psychischen Belastungen, welche sich im Arbeitsfeld aufgrund der Corona-Situation ergeben, sind die zuständigen Berufsgenossenschaften ebenfalls beratende Stellen.

Lüften in Corona-Zeiten

Richtig Lüften in der Heizperiode sorgt für ein gesundes Raumklima. Insbesondere in Zeiten von Corona bekommt das Thema Lüften eine besondere Bedeutung, da sich das Corona-Virus in schlecht belüfteten Räumen schneller ausbreiten kann.

Zu diesem Thema hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DEGUV) eine App entwickelt, den sog. CO²-Timer. Mittels dieser App soll ein ordnungsgemäßes und dem Virus vorbeugendes Lüften gewährleistet werden.

Zu Fragen zum Lüften wenden Sie sich bei Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft oder direkt an die Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Spezielle Maßnahmen für Handwerker mit Ladenlokal/Verkaufsraum

  • In Geschäften bis zu 800 Quadratmetern Fläche gilt: pro Kunde sind 10 m² Verkaufs- bzw. Präsentationsfläche einzuhalten. Für darüber hinausgehende Verkaufsflächen verdoppelt sich diese pro Kunde auf 20 m² (Beispiel: Bei einer Verkaufsfläche von 1.000 m² müssen für 800 m² pro Kunde 10 m² einzuhalten sein, für die restlichen 200 m² gilt dann die Regel pro Kunde 20 m² einzuplanen)
  • Abstand zwischen Kunden und Beschäftigten sind durch ausreichend breite Verkaufstheken (ggf. durch Verbreitern mit Transportkisten o. ä.) einzuhalten            
  • Personal im Kundenkontakt hat eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen
  • Ein- und Ausgangstüren, die nicht automatisch öffnen und schließen, sind während der Öffnungszeiten grundsätzlich offen zu halten
  • Im Eingangsbereich sind Desinfektionsmittel für Kunden zum Gebrauch bereitzustellen
  • Flächen und Gegenstände, die häufig von Kunden berührt werden, sind mehrmals täglich zu desinfizieren
  • Kennzeichnung der Abgrenzung der Stehflächen durch Klebeband
  • Ist der Abstand von 1,50 m nicht einzuhalten, sind ausreichend dimensionierte Abtrennungen an Verkaufstheken und Kassen anzubringen
  • Arbeitsmittel sind personenbezogen zuzuweisen und zu verwenden
  • Die Arbeitsorganisation ist so zu gestalten, dass sich die Mitarbeiter nicht gegenseitig behindern (z. B. durch eine Einteilung in feste Arbeitsbereiche)
  • Ware und Geld nicht direkt übergeben, sondern über eine Ablage
  • Wenn möglich, das Bedienen und Kassieren trennen
  • Kassen mit Mitarbeiterbedienung sind durch Vorrichtungen (z.B. Acrylglasscheiben) abzuschirmen
  • Das bargeldlose Bezahlen wird empfohlen
  • Die Einführung eines "Einbahnstraßensystems" ist zu prüfen
  • Personal ist in Bezug auf die Einhaltung der pandemiebezogenen Hygieneregeln aktenkundig zu schulen und zu belehren
  • Es wird empfohlen, dass Läden und Geschäfte gesonderte Öffnungszeiten für Seniorinnen und Senioren anbieten

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe und die der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik.

Handwerke mit direktem Körperkontakt zur Kundschaft (z. B. Friseure und Kosmetiker)

Muster-Gefährdungsbeurteilung für das Friseurhandwerk überarbeitet

Diese Vorlage dient zur Orientierung, welche Maßnahmen bei Infektionsgefährdung durch SARS-CoV-2 bei Friseurtätigkeiten und Kundenkontakt zusätzlich umzusetzen sind. 

Aktualisiert wurden auch die Handlungsempfehlung für die Gesellenprüfung sowie der Pandemieplan

NEU! Testpflicht für Friseure und Fußpflegebetriebe

Betriebsinhaber und -inhaberinnen sowie Beschäftigte von Friseuren und Fußpflegebetrieben haben sich auf das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 einmal wöchentlich testen zu lassen. Auch Azubis fallen unter die Testpflicht.

Grundsätzlich sind die vom Robert-Koch-Institut aufgeführten Testverfahren zulässig. Hierzu zählen u. a. der sogenannte Schnelltest (PoC) und der PCR-Test. Für die Testpflicht ist ein Schnelltest ausreichend.

Die Tests sollten durch Personen durchgeführt werden, die eine entsprechende Ausbildung haben. Selbsttests werden nicht anerkannt.

Zu Angeboten für die ärztliche Testungen informieren Sie sich bitte auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen: Test- und Schwerpunktpraxen in Sachsen

Ein positives Testergebnis ist meldepflichtig. Gemeldet werden muss an das örtlich zuständige Gesundheitsamt.   

Bei einem Antigen-Schnelltest ist das Ergebnis zu dokumentieren. Die Dokumentation muss folgende Informationen enthalten:

Name der getesteten Person,
Adresse,
Geburtsdatum,
Angabe der testenden Stelle und
Datums des Tests. 

Hier geht es zum Formular Schnelltest 

Die Kosten trägt der Arbeitgeber. Eine Kostenübernahme ist bisher nicht vorgesehen. Allerdings hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, dass ab 1. März 2021 kostenfreie Testmöglichkeiten verfügbar sein sollen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

 

Hinweise, wie auch nicht medizinisches Personal Schnelltests durchführen kann, gibt es vom Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe hier

 

Aufgrund vergleichbarer Bedingungen wurden die branchenspezifischen BGW-Arbeitsschutzstandards für die Kosmetik sowie für Fußpflegeeinrichtungen und Nagelstudios aktuell zusammengelegt.

Wichtige Änderungen im neuen geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Kosmetik-, Nagelstudios und Fußpflegeeinrichtungen (Stand 15.02.2021) sind u. a.:

  • Eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person darf nicht unterschritten werden, befinden sich mehrere Personen im Raum.
  • Pausenräume müssen durchgängig gelüftet werden, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten.
  • Beschäftigte tragen immer mindestens Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmaske), auch bei Hausbesuchen.
  • Für Kundinnen und Kunden gilt die vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase nach den jeweiligen Verordnungen der Länder.
  • Die Verwendung von FFP2-Masken beim Bedienen ist präzisiert, wenn Kundinnen und Kunden Mund und Nase nicht bedecken können, etwa bei Gesichtsbehandlungen oder aus medizinischen Gründen.
  • Die Studioleitung muss Beschäftigten für Büroarbeit oder vergleichbare Tätigkeiten Homeoffice anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dagegenstehen.

Den vollständigen Wortlaut des Arbeitsschutzstandards für die Kosmetik, Fußpflegeeinrichtung und Nagelstudios finden Sie nebenstehend zum Download.

 

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Weitere Informationen finden Sie auf der Corona-Seite des Landes Sachsen.

 

Wichtige Änderungen im neuen ab 19. Februar 2021 geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sind u. a.:

  • Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person
  • Notwendigkeit der Abtrennungen vom Nachbararbeitsplatz mit angepassten Abmessungen
  • Gewährleistung der Abstandsreglungen auch in den Pausenräumen
  • Sicherung des regelmäßigen Luftaustauschs (Stoßlüftung) im Salon und den Pausenräumen, ergänzende kontinuierlichen Lüftung möglich
  • Beschäftigte tragen immer mindestens Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmaske), auch bei Hausbesuchen
  • Kundinnen und Kunden müssen die laut Landesverordnung geltende vorgeschriebene Mund und Nase Bedeckung tragen
  • Verwendung von FFP2-Masken beim Bedienen von Kundinnen und Kunden, die keine vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase tragen können, wurde präzisiert.
  • Salonleitung muss Beschäftigten für Büroarbeit usw. Homeoffice anbieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dagegenstehen.

Denn vollständigen Wortlaut des Arbeitsschutzstandards für das Friseurhandwerk finden Sie nebenstehend zum Download.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Letze Aktualisierung: 11.02.2021

Spezielle Maßnahmen für lebensmittelverarbeitende Handwerke (z. B. Fleischer und Bäcker)

  • Bei einem Verkaufsraum bis zu 800 Quadratmetern darf sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. 
  • Arbeitsabläufe in allen betrieblichen Bereichen auf den Mindestabstand von 1,50 m überprüfen
  • Können die Mindestabstände nicht eingehalten werden, sind die Arbeitsabläufe entsprechend anzupassen (z. B. durch Schichtbetrieb o. ä.)
  • Produktionsbereiche können durch Anbringung von flexiblen, transparenten Kunststoffvorhängen in Teilbereiche eingeteilt werden
  • Können mehrere Mitarbeiter zur Ausübung ihrer Tätigkeit den Mindestabstand nicht einhalten, so müssen alle Beschäftigten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen
  • Arbeitsplätze sind regelmäßig, insbesondere nach Schichtwechsel, zu reinigen
  • Bei Abluftanlagen, z. B. an Räucheranlagen und Fritteusen, ist auf regelmäßiges Reinigen bzw. Filterwechsel zu achten
  • Durch entsprechende Arbeitsorganisation kann die Bedienung bestimmter Maschinen und Geräte auf eine einzelne Person übertragen werden
  • Griffe und Oberflächen, die durch mehrere Personen berührt werden, sind vor der Benutzung entsprechend zu reinigen
  • Zur Sicherstellung der Reinigung der Arbeitskleidung wird empfohlen, einen Wäscheservice zu beauftragen und geeignete Doppelspinde in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu haben um Arbeitskleidung und die persönliche Schutzausrüstung getrennt von der Alltagskleidung aufbewahren zu können
  • Aus Gründen des Infektionsschutzes bestehen keine Bedenken gegen das Befüllen von durch die Kunden mitgebrachten Behältnissen
  • Es wird empfohlen, dass Läden und Geschäfte gesonderte Öffnungszeiten für Seniorinnen und Senioren anbeiten

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe.

Spezielle Maßnahmen für das Baugewerbe

Hinweise zum Schutz vor Ansteckung

  • Infektionsmaßnahmen bei mehreren, gleichzeitig auf Baustellen tätigen Unternehmen abstimmen
    • Maßnahmen mit Bauherrn, Bauleitung und Baustellen-/SiGe-Koordinator abstimmen
    • Einen internen Koordinator benennen und die Baustellenordnung um die festgelegten Hygienemaßnahmen ergänzen
    • Führen einer Liste mit den auf der Baustelle tätigen, eigenen Beschäftigten
  • Möglichst den empfohlenen Abstand von 1,50 m zu anderen Personen einhalten. Wenn dies nicht möglich ist, müssen weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden, wie z. B. das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz
  • Es wird empfohlen kleine, feste Arbeitsteams zu bilden. Die Anzahl der Teammitglieder soll so gering wie möglich gehalten werden
  • Fahrzeuge sollen teamgebunden zugewiesen werden
  • Pausen sollten so gestaltet werden, dass die Ansammlung von Personen vermieden wird
  • Arbeitsmittel sollten nach Möglichkeit personenbezogen verwendet werden. Kann dies nicht gewährleistet werden, müssen die Arbeitsmittel regelmäßig gereinigt bzw. desinfiziert werden
  • Arbeitskleidung und die persönliche Schutzausrüstung getrennt von der Alltagskleidung aufbewahren.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 13.12.2020

 

Spezielle Maßnahmen für Handwerke mit Werkstatt bzw. Produktion

  • Arbeitsabläufe in allen betrieblichen Bereichen auf den Mindestabstand von 1,50 m überprüfen
  • Zutritt für betriebsfremde Personen auf ein Minimum reduzieren
  • Verwaltung und Produktion trennen
  • Insbesondere die genutzten Räume sind häufig gründlich zu lüften
  • Arbeitsmittel/Werkzeuge sind nach Möglichkeit, personenbezogen zu verwenden. Wo das nicht möglich ist, ist eine Reinigung der Werkzeuge zu ermöglichen und die Hände sind regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren
  • Entzerrung der Belegungsdichte von Arbeitsbereichen und gemeinsam genutzten Einrichtungen, z. B. durch Schichtbetrieb
  • Innenräume und Bedienteile von Gabelstaplern und Hubwagen regelmäßig und bei Personenwechsel reinigen
  • Pausen sollten so gestaltet werden, dass die Ansammlung von Personen vermieden wird, z. B. durch zeitlich gestaffelte Pausen

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft Holz und Metall.

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