Hinweise zum Arbeitsschutz

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Hinweise zum Arbeitsschutz

Sicherheit und Gesundheitsschutz haben insbesondere am Arbeitsplatz in Zeiten der Corona-Pandemie oberste Priorität. Damit wird die zentrale Rolle des Arbeitsschutzes erneut untermauert.

Am 16. April 2020 wurden die vom Bundesarbeitsministerium und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gemeinsam konkret formulierten Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Pandemie veröffentlicht. Eine allgemeingültige Zusammenfassung zum SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des BMAS vom 16. April 2020 finden Sie hier.

Eine umfassende Übersicht der vorhandenen branchenspezifischen Konkretisierungen stellt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung auf ihrer Homepage zur Verfügung.

Zur Erstellung des individuellen, unternehmensbezogenen Hygienekonzepts, welches die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt, ist der Arbeitsschutzstandard entsprechend zu nutzen. 

Der Freistaat Sachsen hat am 12.05.2020 in diesem Kontext ebenfalls die Allgemeinverfügung Hygiene erlassen. Ab Freitag, den 15.05.2020 gelten für die zu öffnenden Ladengeschäfte entsprechende Vorschriften.

Als Erleichterung für die Umsetzung und Einhaltung der Vorgaben der jeweiligen Corona-Schutz-Verordnung und der Allgemeinverfügung Vollzug des Infektionsschutzgesetzes Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie (Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus) stellen wir einen zusammengefasten allgemeinen Leitfaden als Download zur Verfügung.

Schutz durch Hygiene

  • Abstand von mindestens 1,50 m zu anderen Menschen einhalten
  • Wenn der Mindestabstand nicht einhaltbar, ist ein Mund-Nasenschutz zu tragen
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind
  • Verzicht auf das Händeschütteln
  • Hände und Werkzeuge desinfizieren
  • Hust- und Niesetikette beachten
    • Niesen bzw. Husten am besten in ein Einwegtaschentuch
    • oder in die Armbeuge, wenn kein Einwegtaschentuch zur Hand ist
    • nach dem Husten o. Niesen gründlich die Hände waschen
  • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern

Weitere Informationen finden Sie hier.

Den vollständigen Text der Allgemeinverfügung Hygiene finden Sie nebenstehend zum Download.

Ansprechpartner

Claudia Rommel
Abteilungsleiterin Beratung

Telefon: 0351 4640-934
Fax: 0351 4640-34934
E-Mail schreiben

Nora Tintner

Telefon: 0351 4640-453
Fax: 0351 4640-34453
E-Mail schreiben

Hinweis:
Unsere Hotline erreichen Sie Mo–Do von 8–18 Uhr, Fr–So von 8–16 Uhr. Senden Sie Ihre Fragen per E-Mail an: fragen@hwk-dresden.de

Spezielle Maßnahmen für Handwerker mit Ladenlokal/Verkaufsraum

  • Abstand zwischen Kunden und Beschäftigten einhalten durch ausreichend breite Verkaufstheken (ggf. durch Verbreitern mit Transportkisten o. ä.)
  • Personal im Kundenkontakt hat eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen
  • Ein- und Ausgangstüren, die nicht automatisch öffnen und schließen, sind während der Öffnungszeiten grundsätzlich offen zu halten
  • Im Eingangsbereich sind Desinfektionsmittel für Kunden zum Gebrauch bereitzustellen
  • Flächen und Gegenstände, die häufig von Kunden berührt werden, sind mehrmals täglich zu desinfizieren
  • Kennzeichnung der Abgrenzung der Stehflächen durch Klebeband
  • Ist der Abstand von 1,50 m nicht einzuhalten, sind ausreichend dimensionierte Abtrennungen an Verkaufstheken und Kassen anzubringen
  • Arbeitsmittel sind personenbezogen zuzuweisen und zu verwenden
  • Die Arbeitsorganisation ist so zu gestalten, dass sich die Mitarbeiter nicht gegenseitig behindern (z. B. durch eine Einteilung in feste Arbeitsbereiche)
  • Ware und Geld nicht direkt übergeben, sondern über eine Ablage
  • Wenn möglich, das Bedienen und Kassieren trennen
  • Das bargeldlose Bezahlen wird empfohlen
  • Die Einführung eines "Einbahnstraßensystems" ist zu prüfen
  • Personal ist in Bezug auf die Einhaltung der pandemiebezogenen Hygieneregeln aktenkundig zu schulen und zu belehren

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe und die der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik.

Spezielle Maßnahmen für Handwerke mit direktem Körperkontakt zur Kundschaft (z. B. Friseure und Kosmetiker)

  • Die Distanz von min. 1,50 m muss um jeden Arbeitsplatz in alle Richtungen eingehalten werden
  • Die einzelnen Bewegungsräume sollen durch Markierungen und/oder Absperrungen deutlich gemacht werden
  • Haareschneiden nur im Nassschnittverfahren
  • Beschäftigte tragen verpflichtend Einmalschutzhandschuhe während der Behandlung mit Hautkontakt
  • Nach jedem Kunden sind die Hände zu desinfizieren oder zu waschen
  • Sämtliche Utensilien wie Pinsel, Nagellacke oder Kosmetika dürfen nicht durch Kunden oder Kundinnen genutzt werden
  • Nach jeder Behandlung sind die Kontaktflächen sowie Arbeitsflächen, Liegen und Decken mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger abzuwischen
  • Im Anschluss an jede Behandlung müssen Umhänge, Handtücher, Laken und Decken gewechselt und bei min. 60° C mit Vollwaschmittel gewaschen werden
  • Bei einer gesichtsnahen Behandlung (z. B. Make-up oder Bartpflege) muss der Friseur/Kosmetiker einen FFP2 Schutz ohne Ausatemventil tragen (alternativ können auch Masken mit der Bezeichnung N95 und KN95 verwendet werden), ergänzt durch eine Schutzbrille o. ein Geschichtsschild
  • Im Kassenbereich sollte eine „Plexiglasabtrennung“ aufgestellt werden
  • Kontaktloses Bezahlen ist zu bevorzugen

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Letze Aktualisierung: 02.06.2020, 14:35 Uhr

Spezielle Maßnahmen für lebensmittelverarbeitende Handwerke (z. B. Fleischer und Bäcker)

  • Arbeitsabläufe in allen betrieblichen Bereichen auf den Mindestabstand von 1,50 m überprüfen
  • Können die Mindestabstände nicht eingehalten werden, sind die Arbeitsabläufe entsprechend anzupassen (z. B. durch Schichtbetrieb o. ä.)
  • Produktionsbereiche können durch Anbringung von flexiblen, transparenten Kunststoffvorhängen in Teilbereiche eingeteilt werden
  • Können mehrere Mitarbeiter zur Ausübung ihrer Tätigkeit den Mindestabstand nicht einhalten, so müssen alle Beschäftigten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen
  • Arbeitsplätze sind regelmäßig, insbesondere nach Schichtwechsel, zu reinigen
  • Bei Abluftanlagen, z. B. an Räucheranlagen und Fritteusen, ist auf regelmäßiges Reinigen bzw. Filterwechsel zu achten
  • Durch entsprechende Arbeitsorganisation kann die Bedienung bestimmter Maschinen und Geräte auf eine einzelne Person übertragen werden
  • Griffe und Oberflächen, die durch mehrere Personen berührt werden, sind vor der Benutzung entsprechend zu reinigen
  • Zur Sicherstellung der Reinigung der Arbeitskleidung wird empfohlen, einen Wäscheservice zu beauftragen und geeignete Doppelspinde in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu haben um Arbeitskleidung und die persönliche Schutzausrüstung getrennt von der Alltagskleidung aufbewahren zu können

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe.

Spezielle Maßnahmen für das Baugewerbe

Hinweise zum Schutz vor Ansteckung

  • Infektionsmaßnahmen bei mehreren, gleichzeitig auf Baustellen tätigen Unternehmen abstimmen
    • Maßnahmen mit Bauherrn, Bauleitung und Baustellen-/SiGe-Koordinator abstimmen
    • Einen internen Koordinator benennen und die Baustellenordnung um die festgelegten Hygienemaßnahmen ergänzen
    • Führen einer Liste mit den auf der Baustelle tätigen, eigenen Beschäftigten
  • Möglichst den empfohlenen Abstand von 1,50 m zu anderen Personen einhalten. Wenn dies nicht möglich ist, müssen weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden, wie z. B. das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz
  • Es wird empfohlen kleine, feste Arbeitsteams zu bilden. Die Anzahl der Teammitglieder soll so gering wie möglich gehalten werden
  • Fahrzeuge sollen teamgebunden zugewiesen werden
  • Pausen sollten so gestaltet werden, dass die Ansammlung von Personen vermieden wird
  • Arbeitsmittel sollten nach Möglichkeit personenbezogen verwendet werden. Kann dies nicht gewährleistet werden, müssen die Arbeitsmittel regelmäßig gereinigt bzw. desinfiziert werden
  • Arbeitskleidung und die persönliche Schutzausrüstung getrennt von der Alltagskleidung aufbewahren.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 02.06.2020, 14:40 Uhr

 

Spezielle Maßnahmen für Handwerke mit Werkstatt bzw. Produktion

  • Arbeitsabläufe in allen betrieblichen Bereichen auf den Mindestabstand von 1,50 m überprüfen
  • Zutritt für betriebsfremde Personen auf ein Minimum reduzieren
  • Verwaltung und Produktion trennen
  • Arbeitswerkzeuge sind durch eine entsprechende Arbeitsplatzorganisation zu personalisieren
  • Bei übergreifender Nutzung von Arbeitsmitteln sind die Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren
  • Entzerrung der Belegungsdichte von Arbeitsbereichen und gemeinsam genutzten Einrichtungen, z. B. durch Schichtbetrieb
  •  Innenräume und Bedienteile von Gabelstaplern und Hubwagen regelmäßig und bei Personenwechsel reinigen
  • Pausen sollten so gestaltet werden, dass die Ansammlung von Personen vermieden wird, z. B. durch zeitlich gestaffelte Pausen

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Internetseite der Berufsgenossenschaft Holz und Metall.