Informationen zu finanziellen Hilfen für Unternehmen

© André Wirsig

Informationen zu finanziellen Hilfen für Unternehmen

Finanzhilfen in der Coronakrise für Solo-Selbständige und Unternehmen

Ansprechpartner

Liquidität, Wirtschaftlichkeit
Claudia Rommel
Abteilungsleiterin Beratung

Telefon: 0351 4640-934
Fax: 0351 4640-34934
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Liquidität, Wirtschaftlichkeit
Andreas Leidig

Telefon: 0351 4640-935
Fax: 0351 4640-34935
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Finanzhilfen vom Bund

Soforthilfe-Zuschuss des Bundes für kleine Unternehmen und Selbstständige 

Mit dem Soforthilfe-Zuschuss unterstützt der Bund kleine Unternehmen und Solo-Selbständige, die aufgrund von Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Schieflage geraten sind. 

Wer wird gefördert? 

Antragsberechtigt für die Förderung sind Solo-Selbständige im Haupterwerb und kleine Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent) mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen.

Was wird gefördert?

Der Soforthilfe-Zuschuss wird als Billigkeitsleistung zur Überwindung einer existenzgefährdenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Coronakrise vom Frühjahr 2020 entstanden ist. Eine existenzgefährdende Wirtschaftslage wird dann angenommen, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingraten) zu zahlen.

In welchem Umfang wird der Soforthilfe-Zuschuss gewährt?

Die Soforthilfe dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von Unternehmen und Selbstständigen und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise. 

  • Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) erhalten einen einmaligen Zuschuss bis zu 9.000 Euro für 3 Monate.
  • Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) erhalten einen einmaligen Zuschuss bis zu 15.000 Euro für 3 Monate.

Hinweis: Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der gegebenenfalls nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Antragsfrist

Die Anträge können bei der Sächsischen Aufbaubank bis spätestens 31.05.2020 online gestellt werden. 

Kombination mit anderen Beihilfen und steuerliche Relevanz

Eine Kombination mit anderen Hilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist grundsätzlich möglich. Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen. Der Zuschuss ist grundsätzlich steuerpflichtig, wird aber bei den Steuervorauszahlungen für 2020 nicht berücksichtigt. Steuerlich wirkt sich der Zuschuss erst aus, wenn die Steuererklärung für 2020 eingereicht wird.

Hinweis: Aufgrund der sehr hohen Nachfrage kann es passieren, dass das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank kurzfristig nicht erreichbar ist. Bitte versuchen Sie es in diesem Fall zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Alternativ ist ab sofort auch die Antragstellung über ein PDF-Formular, dass über die Homepage der SAB erhältlich ist, möglich.

 

Ausfüllhinweise

zu Feld 1.2:

Im Feld Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer tragen Sie bitte die Steuernummer aus Ihrem Steuerbescheid ein.

Die Branchenzuordnung entnehmen Sie der PDF-Datei "Klassifikation der Wirtschaftszweige". Hier finden Sie über die Standardsuchfunktion (z. B. Strg+F) die Branchenkennziffer des Antrages Soforthilfe Corona - Bundeszuschuss.

zu Feld 4:

In die Ermittlung der Höhe des Liquiditätsengpasses sind ausschließlich betriebliche Sach- oder Finanzaufwendungen einzubeziehen. Personalkosten können über das Kurzarbeitergeld unterstützt werden. Kosten für die private Lebensführung des Unternehmers sind hier ebenfalls nicht zu berücksichtigen. Informationen zur Unterstützung des Unternehmers erhalten Sie hier.

Bitte informieren Sie sich zu den Abgabemöglichkeiten des Antrages.

KfW- Schnellkredit 2020 für kleine bis mittlere Unternehmen angekündigt

Ziel des neuen KfW-Schnellkredits 2020 ist es, insbesondere kleine bis mittlere Unternehmen durch KfW-Darlehen in Höhe von 3 Monatsumsätzen pro Unternehmen bis zu einem Höchstbetrag von 800.000 € und 100 % Haftungsfreistellung mit einer raschen Liquiditätshilfe zu unterstützen. Der neue KfW-Schnellkredit ergänzt das bereits bestehende KfW-Sonderprogramm 2020 und die bereits bestehende Soforthilfe für Unternehmen bis 10 Beschäftigte.

Neu an dem "KfW-Schnellkredit 2020" ist, dass keine Zukunftsprognose für das beantragende Unternehmen zu stellen ist, sondern das auf vergangenheitsbezogene Daten abgestellt wird. Der "KfW-Schnellkredit 2020" soll allen Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl zwischen 10 und 249 Mitarbeitern offenstehen. Das Kreditvolumen bemisst sich bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019 und beträgt maximal 800.000 € für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern. Für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern beträgt das Kreditvolumen maximal 500.000 €.

Das Unternehmen muss mindestens seit dem 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sein (Aufnahme der Geschäftstätigkeit, das heißt Datum der ersten Umsatzerzielung). Zudem darf das Unternehmen zum 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gem. EU-Definition gewesen sein. Es muss geordnete wirtschaftliche Verhältnisse zum 31. Dezember 2019 ausgewiesen haben.

Ziel ist eine schnelle Kreditvergabe. Deshalb stellt die KfW den Finanzierungspartner (Hausbank) zu 100 % von der Haftung frei. Der "KfW - Schnellkredit" hat eine Zinsmarge von 3%. Bei außerplanmäßigen Tilgungen oder bei vorzeitiger Rückzahlung des Kredits werden keine Vorfälligkeitsentschädigungen erhoben. Der Kredit ist in 10 Jahren in gleichen Raten zurückzuzahlen. Es können zwei tilgungsfreie Anlaufjahre in Anspruch genommen werden. Die Mittel können für Betriebsmittel und Investitionen verwendet werden. Eine Umschuldung bestehender Kreditlinien ist unzulässig. Eine Kumulierung mit anderen andren KfW - Mitteln und mit Instrumentarien des Wirtschaftsstabilisierungsfonds ist ebenso nicht möglich. Das Angebot des KfW-Schnellkredits ist vorerst bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

Derzeit arbeitet die KfW mit Hochdruck an der Umsetzung des Programms.

Ergänzend sind auf der Bundesebene die Darlehensprogramme der KfW-Corona-Hilfe nutzbar.

Finanzhilfen vom Freistaat Sachsen

Soforthilfe-Darlehen „Sachsen hilft sofort“

Wer ist antragsberechtigt?

Solo-Selbständige sowie Unternehmen mit Betriebsstätte im Freistaat Sachsen mit bis zu 100 Mitarbeitern.

Unter welchen Voraussetzungen kann das Darlehen gewährt werden?

Der Antragsteller muss zum 31. Dezember 2019 ohne wirtschaftliche Schwierigkeiten gewesen sein und für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise einen Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent erwarten. Die Rückzahlung des Darlehens sollte innerhalb desen Laufzeit realistisch sein. Hinweis: Das Darlehen darf nicht zur Umschuldung bestehender Betriebsmittelfinanzierungen gewährt werden.

In welcher Höhe wird das Darlehen gewährt?

Die Zuwendung wird für zunächst vier Monate als Projektförderung gewährt und zwar in Form eines zinslosen Nachrang-Darlehens. Die Höhe des Darlehens orientiert sich am Liquiditätsbedarf, bzw. den weiterlaufenden Betriebsausgaben. Das Darlehen wird in einer Höhe von mindestens 5.000 Euro und (für Antragsteller mit einem Jahresumsatz bis eine Mio. Euro) höchstens 50.000 Euro gewährt und wird auf einmal ausgezahlt.

Für Antragsteller mit einem Jahresumsatz von über eine Mio. Euro - in Ausnahmefällen auch für Antragsteller mit einem Jahresumsatz von weniger als eine Mio. Euro -  ist die Darlehenshöhe auf bis zu 100.000 Euro begrenzt.

Antragstellung

Die Beantragung und Ausreichung erfolgt über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) - für Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 100 Mitarbeitern voraussichtlich ab dem 15. April.

Hinweis: Die Antragsformulare für Unternehmen ab 10 Mitarbeitern werden dann ebenfalls an dieser Stelle verlinkt. Nachfolgend finden Sie die Formulare für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern.

Wann und wie hat die Rückzahlung zu erfolgen?

Das Darlehen ist für die gesamte Laufzeit von 10 Jahren zinslos und bis zu 36 Monate tilgungsfrei. Auf Antrag des Unternehmens kann nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit eine individuelle Tilgungsvereinbarung getroffen werden. Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Wichtig ist, dass das Darlehen nachrangig ausgestaltet ist, also nicht zur Überschuldung führen oder beitragen kann.

Bonusregelung: Bei Tilgung des Darlehens in Höhe von 90 %der Darlehenssumme innerhalb von 3 Jahren nach Darlehensgewährung soll der restliche Darlehensbetrag erlassen werden. Wird das steuerlich festgestellte Jahresergebnis für das Jahr 2019 bis zum 31. Dezember 2023 nicht erreicht, so soll auf Antrag ein Teilerlass von bis zu 20 Prozent gewährt werden.

Kombination mit anderen Hilfen

Ansprüche auf Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz, Versicherungsleistungen für Betriebsunterbrechungen sowie Hilfsprogramme des Bundes sollen vorrangig in Anspruch genommen werden.

Hinweis:
Das bestehende Soforthilfeprogramm wird künftig auf Unternehmen bis zu 100 Mitarbeitern ausgeweitet. Die neue Richtlinie tritt voraussichtlich am 14.04.2020 in Kraft; geplant ist die Möglichkeit der Antragstellung ab 15.04.2020 bei der Sächsischen Aufbaubank.

Finanzhilfen von der Stadt Dresden

Soforthilfe in der Coronakrise für Selbstständige und Kleinstunternehmen mit Sitz in Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden hat ein Soforthilfe-Programm für Selbstständige und Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 2 Millionen Euro aufgelegt. Antragsberechtigt sind diese dann, wenn sie durch die Coronakrise starke Umsatzeinbußen hatten und in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Die Soforthilfe wird als nichtrückzahlbarer Zuschuss in Form einer Pauschale von 1000 Euro gewährt und ist branchenoffen.

Bei Fragen zu dem Soforthilfe-Programm der Stadt Dresden erreichen Sie die Hotline des Wirtschaftsservices Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter 0351-4888726.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren und den notwendigen Unterlagen finden Sie auf der Seite des Wirtschaftsservices der Stadt Dresden.

Letzte Aktualisierung: 02.04.2020, 10:10 Uhr