Informationen zu finanziellen Hilfen und Konjunkturmaßnahmen in der Coronakrise

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Informationen zu finanziellen Hilfen und Konjunkturmaßnahmen in der Coronakrise

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Liquidität, Wirtschaftlichkeit
Claudia Rommel
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Überbrückungshilfe des Bundes, Überbrückungshilfe II und III, November und Dezemberhilfe

Aktuell plant die Bundesregierung ein Paket an weiteren Unterstützungsmaßnahmen. Hierfür sind unter anderem außerordentliche Wirtschaftshilfen und eine Verlängerung der Überbrückungshilfe für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 (Überbrückungshilfe III) geplant. Darüber hinaus wurde der Anspruchskreis für den KfW-Schnellkredit auf Soloselbständige und kleine Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten erweitert. Die Antragstellung wurde für diese Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern ab dem 9.11.2020 geöffnet. Den aktuellen Stand der geplanten Maßnahmen finden Sie hier.

Information vom 11.06.2021

Verlängerung der Überbrückungshilfen III bis 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus 

Die Bedingungen der Corona-Wirtschaftshilfen Überbrückungshilfe III werden insgesamt noch einmal verbessert und verlängert.

Auch die Härtefallhilfen der Länder sollen bis zum 30.09.2021 fortgeführt werden.

Die Obergrenze für die Zuschüsse aus den Corona-Hilfen wird erhöht. Zudem wird die Neustarthilfe für Soloselbstständige weiter ausgebaut. Auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren ganz direkt durch die beschlossene Verlängerung des Kurzarbeitergeldes und die „Restart-Prämie“. Es ist ein neuer, sozial gerechter Aspekt des breiten Hilfsangebots, das Anreize zur Beendigung von Kurzarbeit und zu Neueinstellungen setzt.

Die Bundesregierung erhöht auch die Obergrenze für die Förderung im Rahmen der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus. Künftig können Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind, bis zu 40 Mio. Euro als Schadensausgleich im Rahmen der Überbrückungshilfe geltend machen.

Ergänzende Informationen zur Fortführung der Überbrückungshilfe III:

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III wird mit dem neuen Programm Überbrückungshilfe III Plus umgesetzt, das inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III ist. Auch in der Überbrückungshilfe III Plus sind nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm wird ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes beantragt.

Für beide Programme gemeinsam gilt künftig:

  • Die maximale monatliche Förderung in der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus beträgt 10 Mio. Euro.
  • Die Obergrenze für Förderungen aus beiden Programmen beträgt maximal 52 Mio. Euro und zwar 12 Mio. Euro aus dem geltenden EU-Beihilferahmen bestehend aus Kleinbeihilfe, De-Minimis sowie Fixkostenhilfe plus 40 Mio. Euro aus dem neuen Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich. Die neue EU-Regelung zum Schadensausgleich gilt für Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind. Diese können künftig Schäden von bis zu 40 Mio. Euro geltend machen.

Neu im Programm der Überbrückungshilfe III Plus ist:

  • Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.

Neustarthilfe für Soloselbständige im Rahmen der Überbrückungshilfe III wird ebenfalls bis 30.September 2021 verlängert und erhöht und ab 01.07.2021 als Neustarthilfe Plus weitergeführt

Seit 16.02.2021 können Soloselbstständige im Rahmen der Überbrückungshilfe III die Neustarthilfe beantragen. Diese Finanzhilfe unterstützt Soloselbständige, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. September 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Soloselbständige, welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch nehmen, können einmalig als Unterstützungsleistung (Neustarthilfe) 50 Prozent des im Vergleichszeitraum erwirtschafteten Referenzumsatzes erhalten. Die Neustarthilfe erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Die FAQ zur Überbrückungshilfen werden derzeit überarbeitet und zeitnah veröffentlicht. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die bekannte Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgen in der Verantwortung der Länder.

Die Härtefallhilfen der Länder sollen im Gleichklang mit der Überbrückungshilfe ebenfalls bis Ende September 2021 verlängert werden.

Der Antrag muss, mit Ausnahme von Soloselbständigen, durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder steuerberatenden Rechtsanwalt gestellt werden. Soloselbständige können die Beantragung selbst vornehmen. Als Voraussetzung hierfür benötigen sie ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf dem ELSTER-Portal.

Für Unternehmen, die über keinen Steuerberater verfügen oder deren Steuerberater aktuell keine freien Kapazitäten zur Beantragung der Überbrückungshilfe hat, wurde durch die Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen eine Liste mit dafür zur Verfügung stehenden Steuerberatern veröffentlicht. 

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der
freien Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro.

Im Rahmen der Schlussabrechnung wird eine Nachschusspflicht eingeräumt, sofern Zuschüsse zu vorsichtig beantragt wurden und z. B. der Umsatzeinbruch letztendlich höher ausfiel als gedacht.

Information vom 04.01.2021

November- und Dezemberhilfe 

Seit 4. Januar 2021 ist nun neben der Novemberhilfe auch die Beantragung der Dezemberhilfe ausschließlich über die Seite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich. 

Folgende Punkte sind zu beachten: 

  • Antragsberechtigt sind ausschließlich Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der auf Grundlage des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 erlassenen sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 30.Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb bereits im November einstellen mussten und auch im Dezember durchgehend noch von diesen Schließungen betroffen waren. Genaue Regelungen hierzu finden Sie hier.
  • Diese Unternehmen erhalten Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes im November und Dezember 2019. Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Andere staatliche Leistungen (insbesondere Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfe), die für den Förderzeitraum gezahlt werden, werden angerechnet.
  • Wenn trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.
  • Der Antrag muss, mit Außnahme von Soloselbständigen, durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder steuerberatenden Rechtsanwalt gestellt werden.
  • Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro direkt antragsberechtigt. Als Voraussetzung hierfür benötigen sie ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf dem ELSTER-Portal.
  • Anträge auf die November- und Dezemberhilfe können bis zum 30.04.2021 gestellt werden.
  • Häufige Fragen werden hier beantwortet.

Unternehmen, die erst aufgrund der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 11. Dezember 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten sind nicht für die Dezemberhilfe antragsberechtigt. Diese können eine Antragsberechtigung auf die Überbrückungshilfe III prüfen. 

Häufige Fragen zur Überbrückungshilfe III werden hier beantwortet.

Information vom 21.10.2020

Überbrückungshilfe II

Seit dem 21. Oktober 2020 kann die Überbrückungshilfe II elektronisch unter Einbeziehung des Steuerberaters beantragt werden. Neu ist der maximale Förderbetrag für kleine Unternehmen, der in vier Monaten bei max. 200.000 Euro liegen kann. Außerdem verdoppelt sich die Personalkostenpauschale von bislang 10% auf 20% der förderfähigen betrieblichen Fixkosten. Die neuen Regelungen gelten rückwirkend ab Anfang September 2020. 

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe (Überbrückungshilfe II) umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können seit dem 21. Oktober2020, über die bekannten Kanäle gestellt werden:

  1. Leistungszeitraum der Überbrückungshilfe II sind die Monate September bis Dezember 2020

  2. Antragsberechtigt sind Betriebe ab Oktober 2020, wenn sie in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt der Monate April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum hatten.

  3. Förderfähig sind unverändert die fortlaufenden fixen Betriebskosten (siehe Positivliste unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Allerdings wird die Personalkostenpauschale, die bisher bei 10 Prozent der förderfähigen Kosten liegt, auf nunmehr 20 Prozent angehoben.

  4. Berechnung der konkreten Zuschusshöhe erfolgt auch künftig in Abhängigkeit der Umsatzentwicklung im Förderzeitraum. Aber die Zuschusshöhe wird wie folgt angepasst:

    • 90 Prozent der Fixkosten (bisher 80 Prozent) bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
    • 60 Prozent der Fixkosten (bisher 50 Prozent) bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent
    • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch)
    • Umsatzeinbruch unter 30 Prozent – keine Erstattungen
  5. Maximaler Förderbetrag der Überbrückungshilfe II wie bisher bei 50 TEUR je Monat, also insgesamt für September bis Jahresende 2020 bei maximal 200 TEUR. Für Kleinst- und Kleinbetriebe entfallen die bisherigen Deckelungen der Zuschussbeträge für Betriebe mit bis zu 5 Beschäftigten (9 TEUR) bzw. mit bis zu 10 Beschäftigen (15 TEUR) entfallen künftig.

  6. Die Antragstellung ist zwingend über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte) zu stellen, die auch die Schlussrechnung erstellen. Neu: Im Rahmen der Schlussabrechnung wird eine Nachschusspflicht eingeräumt, sofern Zuschüsse zu vorsichtig beantragt wurden und z. B. der Umsatzeinbruch letztendlich höher ausfiel als gedacht.

Weitere Informationen zum Antragsablauf finden Sie auf der extra hierzu eingerichteten Informationsseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. 

Für Unternehmen, die über keinen Steuerberater verfügen oder deren Steuerberater aktuell keine freien Kapazitäten zur Beantragung der Überbrückungshilfe hat, wurde durch die Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen eine Liste mit dafür zur Verfügung stehenden Steuerberatern veröffentlicht. 

Für die von den zusätzlichen Schließungs-Entscheidungen vom 13. Dezember 2020 erfassten Unternehmen werden Zuschüsse zu den Fixkosten gezahlt. Hierzu gibt es die für den Zeitraum von November 2020  bis Ende Juni 2021 geltende Überbrückungshilfe III. 

Neustarthilfe für Soloselbständige im Rahmen der Überbrückungshilfe III

Seit 16.02.2021 können Soloselbstständige im Rahmen der Überbrückungshilfe III die Neustarthilfe beantragen. Diese Finanzhilfe unterstützt Soloselbständige, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Soloselbständige, welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III nicht in Anspruch nehmen, können einmalig als Unterstützungsleistung (Neustarthilfe) 50 Prozent des im Vergleichszeitraum erwirtschafteten Referenzumsatzes erhalten. Die Neustarthilfe beträgt maximal 7.500 Euro. Nähere Informationen finden Sie hier

Antragsschluss ist der 31. August 2021, bis zum 31. Dezember 2021 muss eine Schlussrechnung eingereicht werden.

Corona-Dokumentation

Wir empfehlen zur Vermeidung von Nachkalkulationen, Rückforderungen oder Schätzungen die Anfertigung einer „Corona-Dokumentation.“ Diese kann Ihnen als Grundlage dienen, um bei späteren Rückfragen, beispielsweise im Rahmen einer Betriebsprüfung, belegbare Auskünfte gegenüber dem Finanzamt oder dem Fördermittelgeber erteilen zu können.

Hier erhalten Sie dazu weitere Informationen und ein Muster zum Download.  

Ansprechpartner

Claudia Rommel
Abteilungsleiterin Beratung

Telefon: 0351 4640-934
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Andreas Leidig

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Förderprogramm „Regionales Wachstum“

Zuschussprogramm durch den Freistaat Sachsen

Das im Rahmen der Corona-Maßnahmen des Freistaat Sachsen für das Jahr 2020 aufgelegte Sonderprogramm „Regionales Wachstum“ mit 30 Millionen Euro wurde inzwischen wieder geschlossen. Über 500 Anträge sind bereits bewilligt bzw aktuell in der Prüfung. Dementsprechend sind die Mittel nunmehr verplant.

Neue Anträge sind nicht mehr möglich. Vor dem 1. Dezember gestellte Anträge werden weiterhin bearbeitet.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier.

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Claudia Rommel
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Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

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Das Bundeskabinett hatte Ende Juni 2020 finanzielle Hilfen für Ausbildungsbetriebe auf den Weg gebracht, die durch die Corona-Pandemie in erheblichen Umfang betroffen sind.

Für die erste Förderrichtlinie können seit Anfang August 2020 Anträge bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt werden. Durch eine erste Änderungen der ersten Förderrichtlinie wurden die Förderbedingungen nochmals angepasst. Die Änderungen sind am 11. Dezember 2020 in Kraft getreten und gelten auch rückwirkend. Anträge auf Förderungen können innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war, die aber von den geänderten Voraussetzungen erfasst sind. Dies gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag aus diesen Gründen abgelehnt worden ist. Alle Prämien werden rückwirkend für alle Ausbildungsverhältnisse, die die Voraussetzungen erfüllen und die im Ausbildungsjahr 2020/2021 ab dem 1. August 2020 beginnen, gezahlt. Über die Vergabe der Fördermittel wird nach der Reihenfolge des Antragseingangs mit den vollständigen Unterlagen entschieden. Die Auszahlung der Prämien erfolgt nach erfolgreicher Probezeit.

Was wird bzw. wurde bisher gefördert?

  1. Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsbeginn bis 31.05.2021): Ausbildungsbetriebe werden mit Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 Euro gefördert, wenn sie im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen und dabei weiterhin in einem Umfang ausbilden wie in den drei Jahren zuvor. Die Durchführung von Kurzarbeit wird dabei auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt. Ausbildungen, die vom 24. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, werden in die Ausbildungsprämie miteinbezogen.
  2. Ausbildungsprämie plus bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsbeginn bis 31.05.2021): Eine Ausbildungsprämie in Höhe von 3000 Euro erhalten Betriebe, die trotz Kurzarbeit (mindestens ein Monat) oder Umsatzeinbußen von 60 Prozent in den Monaten April und Mai 2020 ihr Ausbildungsengagement im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen.
  3. Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit (bis März 2021):
    Betriebe, die trotz eines Arbeitsausfalles von 50 Prozent ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist.
  4. Übernahmeprämie (bis März 2021): Betriebe, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, erhalten eine Prämie von 3000 Euro pro übernommenen Auszubildenden. Dies ist unabhängig von der Betriebsgröße (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten).

     

Das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ wird für das Ausbildungsjahr 2021/22 verlängert und erweitert. Alle vorgesehenen Änderungen finden Sie im oben stehenden Artikel - Förderrichtlinie "Ausbildungsplätze sichern" für das Ausbildungsjahr 2021/22.

 

Wie erfolgt die Antragstellung?

Als Handwerkskammer Dresden bestätigen wir Ihnen über das Formular "Bescheinigung der zuständigen Stelle" die neuen und bestehenden Ausbildungsverhältnisse sowie die vereinbarte Ausbildungsvergütung. Bitte senden Sie hierfür die vorausgefüllte "Bescheinigung der zuständigen Stelle" möglichst per E-Mail an Lehrlingsrolle@hwk-dresden.de. Wir schicken Ihnen anschließend die Bescheinigung(en) unterschrieben zurück.

Ansprechpartner

Berufsausbildung
Göran Zerbe
Abteilungsleiter

Telefon: 0351 4640-971
Fax: 0351 4640-34971
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Claudia Kalinka
Referentin Bildungspolitik/Grundsatzfragen

Telefon: 0351 4640-968
Fax: 0351 4640-34968
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Konjunkturelle Maßnahmen

Bund und Freistaat haben eine Vielzahl von Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergriffen

Fördermaßnahmen seitens der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat in einem Eckpunktepapier vielfältige Maßnahmen zur Stützung der konjunkturellen Entwicklung ergriffen. 

Nachfolgend einige Schwerpunkte aus dem Eckpunktepapier, das nach und nach durch konkrete Gesetze umgesetzt wird:

  • Unterstützung schwerstgeschädigter kleiner und mittelständischer Unternehmen durch die Überbrückungshilfe
  • Unterstützung von ausbildenden Betrieben, die eine starke Vorschädigung durch Corona aufweisen
  • zusätzliche Kaufprämie für Elektrofahrzeuge
  • Ausgabe von Gutscheinen in Höhe von 300 € für Familien mit Kindern sowie 
  • Senkung der Mehrwertsteuer im Jahr 2020

und viele weitere Maßnahmen.

 

Befristete Absenkung der Mehrwertsteuer


Im Zuge des Konjunkturprogramms des Bundes erfolgte eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer. Diese ist mit dem Jahreswechsel 2020 /2021 wieder außer Kraft getreten. 

Die häufigsten Fragen unserer Handwerksbetriebe werden in dieser Handlungsempfehlung beantwortet.

 

Sächsisches Impulsprogramm "Sachsen startet durch"


Auch die Sächsische Staatsregierung hat weitere Unterstützungsmaßnahmen zur Stabilisierung und Wiederbelebung der sächsischen Wirtschaft beschlossen. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte:

1.) Stabilisierungsfonds

Aufbau eines Fonds zur Unternehmensfinanzierung durch Beteiligungen in Höhe von 400 Mio. € . Dieser bei der SAB eingerichtete Stabilisierungsfond dient zur Stärkung des Eigenkapitals von mittelständigen Unternehmen in Form von stillen und offenen Beteiligungen

Durch den Stabilisierungsfonds wird kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel in Form von stillen Beteiligungen mit Rangrücktritt zur Verfügung gestellt. Damit können sowohl Investitionen als auch Betriebsmittel finanziert werden. Ziel ist es, krisenbedingte Verluste an Eigenkapital zu mildern, die Rückkehr der Unternehmen auf den Wachstumspfad zu ermöglichen und Arbeitsplätze zu erhalten.

Voraussetzungen:

  • Antragsteller: kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit klaren Zukunftsperspektiven und Sitz oder Betriebsstätte im Freistaat Sachsen
  • positives Ergebnis der Prüfung über die Beteiligungsvoraussetzungen durch die

SBG – Sächsische Beteiligungsgesellschaft mbH (http://www.sbg.sachsen.de/stabilisierungsfonds.html)

Beteiligungskonditionen:

Hinweis: Bis auf weiteres sind nur Antragstellungen auf Basis der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 möglich.

-          Förderbetrag:                   max. 800 TEUR

-          Laufzeit:                              max. 10 Jahre, endfällig

-          Festes Entgelt:                 3,0 % p.a., endfällig

Verfahren:

Die SBG – Sächsische Beteiligungsgesellschaft mbH ist beauftragt, das Programm durchzuführen, insbesondere die Anträge zu bearbeiten sowie Entscheidungsvorlagen für den Beteiligungsausschuss Stabilisierungsfonds vorzubereiten. Anträge finden Sie unter(http://www.sbg.sachsen.de/stabilisierungsfonds.html)

2.) Corona Start-up Hilfsfonds (CSH)

Stärkung des Gründungslandes Sachsen durch Beteiligungsprogramme der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen sowie des Technologiegründerfonds Sachsen 

Mit dem CSH sollen wissensbasierte, technologieorientiere Start-up Unternehmen in Sachsen, die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind unterstützt werden. Antragsberechtigt sind wissensbasierte, technologieorientiere Existenzgründungen in Sachsen, die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind.

Voraussetzungen:

  • Eigenmittel in Höhe von 10% werden vorausgesetzt
  • positives Ergebnis der Prüfung über die Beteiligungsvoraussetzungen durch die

MBG –Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen

(http://www.mbg-sachsen.de/beteiligungen/start-up-hilfsfonds/)

Beteiligungskonditionen:

-          Förderbetrag:                  max. 800 TEUR

-          Laufzeit:                             max. 10 Jahre

-          Festes Entgelt:                 7% zzgl. 1% gewinnabhängig

-          Bearbeitungsgebühr:    nach Bewilligung 1,0% des Beteiligungsbetrages

Verfahren:

Die MBG –Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen ist beauftragt, das Programm durchzuführen. Anträge finden Sie unter http://www.mbg-sachsen.de/beteiligungen/start-up-hilfsfonds/

3.) Neudotierung des Programmes "Regionales Wachstum" mit nochmals 30 Mio. € im Jahr 2020 

4.) Erleichterung der Bedingungen für die Richtlinie GRW RIGA (Gründung und Wachstum regionale Initiative) 

5.) Programme zum Klimawandel

6.) Belebung der sächsischen Bauwirtschaft durch Investitionen in die sächsische Bildungsinfrastruktur im Umfang von 20 Mio. €

 

Ansprechpartner

Andreas Leidig

Telefon: 0351 4640-935
Fax: 0351 4640-34935
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Liquiditätssicherung

Hilfsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität

Viele fiskalpolitische Maßnahmen verfolgen für die Unternehmen das Ziel der Liquiditätssicherung.

Einen Gesamtüberblick zu Möglichkeiten der Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit finden Sie in einer Liquiditätsmatrix, die in der Seitenleiste eingesehen oder zum Download genutzt werden kann.

 

Mit dem Bonitätsnachweis der Creditreform schneller Liquidität erlangen

Zur Beantragung der KfW-Förderdarlehen über die Hausbank benötigen Betriebe einen Nachweis darüber, dass das Unternehmen vor der Corona-Krise wirtschaftlich gesund war und der aktuell bestehende Darlehensbedarf aus der Pandemie resultiert. Mit dem neuen Angebot einer kostenlosen Auskunft "Bonitätsnachweis 2019" unterstützt die Creditreform mit einem entsprechenden Bonitätsnachweis.

Kredit- und Darlehensprogramme

KfW- Kreditprogramme

Die KfW bietet verschiedene Kredite zur Unterstützung in der Corona-Krise für Unternehmen unterschiedlicher Größe.

 

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern
    Kreditprogramm für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbietern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind. Der Schnellkredit kann zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln genutzt werden. Das Kreditvolumen ist abhängig vom Jahresumsatz des Unternehmens auf 500.000 Euro bis 800.000 Euro begrenzt. Dabei übernimmt die KfW 100% des Bankrisikos. Beantragung erfolgt über Ihre Hausbank. 

 

  • KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
    Kreditprogramm für etablierte Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind. Der Unternehmerkredit kann zur Finanzierung von Investitonen und Betriebsmitteln genutzt werden. Er ist gleichermaßen für kleinere oder auch große Kreditbeträge bis zu 100 Mio Euro geeignet. Dabei übernimmt die KfW für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90% des Bankrisikos. Beantragung erfolgt über Ihre Hausbank. 

 

  • ERP-Gründerkredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind Kreditprogramm für Gründer und junge Unternehmen das zur Finanzierung von Investitonen und Betriebsmitteln genutzt werden kann. Der Kredit ist gleichermaßen für kleinere oder auch große Kreditbeträge bis zu 100 Mio Euro geeignet. Dabei übernimmt die KfW bis zu 90% des Bankrisikos. Beantragung erfolgt über Ihre Hausbank. 

 

Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen durch die Bürgschaftsbank Sachsen


Die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH ist eine Selbsthilfeeinrichtung der sächsischen Wirtschaft und ermöglicht durch die Gewährung von Bürgschaften einen Zugang zu Kreditfinanzierungen.  

Auch bei der Bewältigung der Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus ist die Bürgschaftsbank Sachsen Partner für kleine und mittlere Unternehmen und für die Kreditinstitute. Welche Maßnahmen werden für Kredite zur Überbrückung der Corona-Krise umgesetzt?

Der bisherige Bürgschaftshöchstbetrag wird von 2.000.000 € auf 2.500.000 € erhöht.

Die Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite werden verbessert. Die Verbürgung erfolgt bis zu 90% der Kredithöhe statt der bisher 60% der Kredithöhe. Die Bearbeitungsgebühr wird halbiert.

Der Bewilligungsprozess wird beschleunigt. Der Turnus für die Bewilligungsausschüsse wurde von 14-tägig auf wöchentlich reduziert.
  
Zusagen von „Express-Liquidität“ – Bürgschaften von bis zu 500.000 € können innerhalb eines Bankarbeitstages erfolgen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bürgschaftsbank Sachsen.

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Claudia Rommel
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