Konjunkturbericht Frühjahr 2012

Handwerk schaut optimistisch in die Zukunft
Ergebnisse der Frühjahrskonjunkturumfrage

Die konjunkturelle Stimmung im Handwerk ist weiterhin sehr gut. Auch der Blick in die Zukunft ist optimistisch wie selten. Das Geschäftsklima – also die Selbsteinschätzung der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen - sank unwesentlich um zwei Punkte auf 33.

Ihre aktuelle Geschäftslage schätzen 39 Prozent der Unternehmer als gut ein. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als bei der Frühjahrsbefragung 2011. Weitere 46 Prozent der Befragten sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Das heißt, nur 15 Prozent beurteilen ihre Geschäftslage als „schlecht“, während 85 Prozent positiv gestimmt sind – ein Spitzenwert seit Beginn der Konjunkturbewertung im Jahr 1993. Offenbar trägt die Schuldenkrise und die damit verbundene Verunsicherung dazu bei, dass auch die Sachsen ihr Geld in die eigenen vier Wände investieren und dabei Wert auf handwerkliche Qualität legen. Davon profitiert das Handwerk und schaut optimistisch in die nächsten Monate: So rechnen 92 Prozent der Befragten in den kommenden Monaten mit guten oder zufriedenstellenden Geschäftslagen, nur acht Prozent befürchten eine schlechtere Geschäftslage.

Handwerkskonjunktur im Kammerbezirk Dresden - Entwicklung des Geschäftsklimas seit 1994

Insbesondere das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe sowie die Gesundheitshandwerke verzeichnen gute Auftragseingänge, eher rückläufig ist die Tendenz im Kfz-Gewerbe, bei den Nahrungsmittelhandwerken und den personenbezogenen Handwerken. Die insgesamt gute Auftragslage schlägt sich auch in der Umsatzentwicklung nieder: 41 Prozent der Befragten wiesen gleichbleibende Umsätze aus, 15 Prozent meldeten Umsatzsteigerungen.

Große Sorgen bereiten den Handwerksbetrieben die steigenden Einkaufspreise – das gilt insbesondere für die Energie- und Rohstoffpreise. 70 Prozent der Befragten registrierten erneut Preiserhöhungen im Einkauf. Besonders hart betroffen ist das Nahrungsmittelhandwerk – hier sehen sogar 83 Prozent der Befragten ein Problem. Zwei Drittel der Handwerker hielten ihre Verkaufspreise trotzdem stabil. „Aber wer mobil sein muss, ein energieintensives Handwerk ausübt oder Rohstoffe immer teurer einkaufen muss, wird nicht umhin kommen, die höheren Einkaufspreise über kurz oder lang an die Endkunden weiterzugeben“, so Hauptgeschäftsführer Dr. Brzezinski.
Das hohe Investitionsniveau im Handwerk setzt sich fort. Über ein Drittel aller befragten Handwerker investierten durchschnittlich 18.000 €. Die größten Investitionsvorhaben hatten die handwerklichen Zulieferer.

Ausführliche Fakten auch zu Regionen und Branchen entnehmen Sie bitte dem Konjunkturbericht - Frühjahr 2012