Prognos-Studie: Zukunft Handwerk!
Prognos-Studie bestätigt Innovationsstärken im HandwerkPrognos-Studie bestätigt Innovationsstärken 
im Handwerk

Am 19. April 2006 wurde die aktuelle Studie der Prognos AG „Zukunft Handwerk! Der Beitrag des Handwerks im Innovationsprozess“ von Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), und Vertretern der auftraggebenden Handwerkskammern - unter ihnen der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich - im Bundeswirtschaftsministerium an Staatssekretär Hartmut Schauerte übergeben.

Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen, Befragungen und Expertengespräche kommt die Prognos AG zu dem eindeutigen Schluss, dass das Handwerk in vielfältiger Art und Weise in die allgegenwärtigen Innovationsprozesse der Wirtschaft schon aus seiner Natur heraus unmittelbar eingebunden ist.

Ob Entwicklung oder Modifikation von Verfahren, Produkten und Dienstleistungen, deren Markteinführung, Anwendung und kundenorientierte Anpassung bis hin zur Verbreitung in der eigenen Branche oder auch darüber hinaus - das Handwerk ist mit seinem spezifischen Können und kreativen Wirken an allen Phasen eines Innovationsprozesses beteiligt.

Das Handwerk wird in diesen Prozessen als wesentlicher Impulsgeber, Problemlöser, Optimierer und Multiplikator sowie als Technologiemittler in bestehenden und neuen Märkten identifiziert.

Wenn es um Erfolg und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland geht, dann müssen konsequent alle Innovationspotenziale erkannt, stimuliert, gefördert und ausgeschöpft werden. Das Handwerk ist mit seinem Innovationspotenzial in nahezu allen Prozessebenen und flächendeckend sowohl punktuell als auch vernetzend wirksam.

Die vorliegende Studie ist ein markanter Beitrag für die dringend gebotene intensivere Wahrnehmung der Rolle des Handwerks im volkswirtschaftlichen Innovationsgeschehen.

Die Studie macht aber auch deutlich, dass die nicht selten anzutreffende Eigenkapitalschwäche der kreativen Handwerksbetriebe ein wesentliches Hemmnis für die Entfaltung deren innovativen Leistungsvermögens ist. Hier sind Staat und Handwerksorganisation gefordert, dem im Handwerk originär vorhandenen Innovationspotenzial eine adäquate Förderung zu erschließen und damit die notwendige Transformation in wirtschaftliche und gesellschaftliche Leistungskraft zu erleichtern.

Die Studie hebt gleichfalls den Zusammenhang zwischen innovativen Leistungen und der Qualifikation der Unternehmerpersönlichkeiten hervor, letztendlich genau das, was meisterliches Können und Wissen auszeichnet.
Ansprechpartner:

Dr. Andreas Hübner
Technische Beratungsstelle
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