Zahl der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Dresden erneut gestiegen
Jetzt 22.854 Mitgliedsbetriebe – Anstieg um 157 innerhalb eines Jahres
Im Kammerbezirk Dresden sind mit Stand 31.12.2012 insgesamt 22.854 Handwerksbetriebe angesiedelt. Das sind 157 Betriebe (+ 0,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort.
Die Zahlen der Zugänge (1.678) und der Abgänge (1.521) zeugen von Sta-bilität. Zuwächse konnte nur das zulassungsfreie Handwerk verbuchen (4.666 Betriebe). Im zulassungspflichtigen Handwerk gingen die Bestände erstmals seit zehn Jahren um 56 auf 14.745 Betriebe und im handwerksähnlichen Ge-werbe wiederholt leicht auf 3.456 Betriebe (- 31) zurück.
Insgesamt 7.570 Betriebe im Kammerbezirk sind der Gruppe Bau/Ausbau zuzuordnen, gefolgt von Elektro/Metall (7.000), sowie Gesundheit, Körper-pflege, Reinigung (3.430) und den Holzhandwerken (2.330). Jeweils rund 1.000 Betriebe gehören zu den Gruppen Nahrungsmittel sowie Beklei-dung/Textil/Leder. 760 Betriebe zählt der Bereich Glas/Papier/Keramik.
Innerhalb des zulassungspflichtigen Handwerks zählten die Friseure (+ 31) und Kraftfahrzeugtechniker (+ 11) die meisten Zuwächse bei den Betriebszahlen. Sie entwickelten sich mit 1.543 (bei den Friseuren) bzw. 1.569 Betrieben (bei den Kraftfahrzeugtechnikern) zum dritt- und zweitgrößten Gewerbezweig im zulassungspflichtigen Handwerk. Noch höhere Zahlen haben nur Elektrotechniker (1.601 Betriebe). Stärker sinkende Betriebszahlen zeichnen sich erstmals bei den Metallbauern (- 21) in den grenznahen Landkreisen Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie bei den Tischlern (- 16) in den Landkreisen Görlitz, Bautzen und Meißen ab. Bei Maurern (- 19) und Installateuren und Heizungsbauern (- 14) verlangsamte sich der Abwärtstrend.
Im zulassungsfreien Handwerk konnten insbesondere die Gebäudereiniger (+ 45), Fotografen (+29), Maßschneider und Raumausstatter (je +22) größerer Zuwächse verbuchen. Die Anzahl der Fliesenleger nahm im letzten Jahr regional sehr unterschiedlich, insgesamt aber wieder stärker zu. Höherer Zuwächse gab es vor allem im Landkreis Görlitz sowie in der Stadt Dresden. Mit mehr als 2.100 Betrieben ist das Fliesenlegergewerbe das zahlenmäßig größte Gewerbe im gesamten Handwerk des Kammerbezirkes Dresden. Allerdings verzeichnet es mit unverändert 15 Prozent auch die höchste Fluktuationsrate. Die durchschnittliche Fluktuationsrate erreicht nicht einmal die Hälfte.
Mit Blick auf die Regionen im Kammerbezirk sind die meisten Handwerksbetriebe in der Stadt Dresden angesiedelt (5.334). Im Landkreis Bautzen war die Zahl mit derzeit 4.942 Betrieben in den letzten zwei Jahren geringfügig rückläufig. Der Landkreis Görlitz verzeichnet leicht steigend 4.511 Betriebe und im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge wuchs die Zahl auf 4.256 sowie im Landkreis Meißen auf 3.811 Betriebe.
Mit 14,1 Betrieben je 1.000 Einwohner liegt die Handwerksdichte im Kammerbezirk Dresden über dem bundesdeutschen Durchschnitt (12,1).