Handwerk fordert schlüssiges Verkehrskonzept für Dresden

Verkehrsplanung muss für Unternehmen und Bürger transparent und verlässlich sein

Die von der Landeshauptstadt Dresden angekündigten Haushalteinsparungen bei der Realisierung von Verkehrsprojekten stoßen beim Handwerk auf wenig Verständnis. Insbesondere das geradezu verwirrende „Hin und Her“ bei der Planung und Realisierung von Schwerpunkten, die sich auf das gesamte Verkehrsgeschehen der Stadt und des Umlands auswirken, kann nicht hingenommen werden.

Zum für die Unternehmen und Bürger schwer nachvollziehbaren Sachstand kritisiert der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich: „Die Meldungen über geplante Einsparungen oder Verschiebungen von Investitionen der Verkehrsinfrastruktur in Dresden reißen nicht ab. Ein klares Konzept über die Prioritäten der einzelnen Verkehrsprojekte und eine planmäßige Umsetzung sind für das Handwerk wie für alle Gewerbetreibenden und Bürger notwendig. Die Staus auf Ausfallstraßen und Elbquerungen belasten auch das Handwerk – Mitarbeiter und Fahrzeuge, die im Stau stehen, sind nicht produktiv und verursachen den Betrieben Kosten.“ Die handwerklichen Unternehmen akzeptieren die Notwendigkeit von Einsparungen, vermissen jedoch seit Jahren eine konsequente Abarbeitung einer eindeutigen Rangfolge von zu bearbeitenden Verkehrsprojekten.

Deshalb fordert der Präsident der Handwerkskammer Dresden von den Stadträten einen sofortigen verbindlichen Beschluss auf der morgigen Stadtratssitzung, damit umgehend mit den notwendigen Investitionen begonnen werden könne. Nur so könne der momentane Stillstand bei der Vergabe von Aufträgen unterbrochen werden und das Handwerk für die Stadt Dresden, ihre Bürger und Gäste tätig werden.

Dittrich appelliert an Bund und Deutsche Bahn, die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung zu stellen und nicht durch permanente, nicht abschätzbare Kürzungen einen Stillstand der benötigten Verkehrsvorhaben in Dresden zu provozieren.
 

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