Betriebsstatistik
Zuwachs bei Handwerksbetrieben im Jahr 2011

Insgesamt stieg die Zahl der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Dresden um 185 auf nunmehr 22.697 (+ 0,8 Prozent). 1.751 Zugängen stehen 1.566 Abgänge gegenüber. Sowohl Neugründungs-, als auch Löschungszahlen waren in den letzten zwei Jahren rückläufig. Per Saldo konnten das zulassungspflichtige Handwerk (14.740 Betriebe) sowie das zulassungsfreie Handwerk (4.273 Betriebe) Zuwächse verbuchen. Leichte Rückgänge gab es beim handwerksähnlichen Gewerbe auf 3.456 Betriebe.

Entwicklung der Betriebszahlen im Kammerbezirk Dresden

Der kontinuierliche Zuwachs in den zulassungspflichtigen Meisterhandwerken zeugt von einer stabilen positiven Entwicklung des Handwerks.

7.500 Betriebe im Kammerbezirk sind der Gruppe Bau/Ausbau zuzuordnen, gefolgt von Elektro /Metall (7.030), sowie Gesundheit, Körperpflege, Reinigung (3.320) und den Holzhandwerken (2357). 908 Betriebe gehören zur Gruppe Nahrungsmittel, 849 zu Bekleidung/Textil/Leder und 733 zu Glas/Papier/Keramik.

Bei den Friseuren gab es die meisten Zuwächse (+ 7,8 %) im Vergleich zum Jahresbeginn. Sie entwickelten sich mit 1.512 Betrieben zum drittgrößten Gewerbezweig im zulassungspflichtigen Handwerk bei den Mitgliederzahlen. Noch höhere Zahlen haben nur Elektrotechniker (1.604 Betriebe) und Kfz-Techniker (1.558 Betriebe). Stärker sinkende Betriebszahlen gibt es zurzeit bei Maurern (-33) sowie Installateuren und Heizungsbauern (-22). Offenbar wechselten aufgrund der hervorragenden konjunkturellen Lage im letzten Jahr eine Reihe von „Einzelkämpfern“ wieder ins Angestelltenverhältnis zurück.

Die Anzahl der Fliesenleger (im zulassungsfreien Handwerk) wuchs seit Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai 2011 kaum noch. Sie ist mit knapp 2.000 Betrieben das zahlenmäßig größte Gewerbe im gesamten Handwerk und hat aber auch mit 15 % die höchste Fluktuationsrate. Die durchschnittliche Fluktuationsrate erreicht nicht einmal die Hälfte.

Nach wie vor die meisten Handwerksbetriebe sind in der Stadt Dresden angesiedelt (5.217). Im Landkreis Bautzen sind es nunmehr 4.949, im Landkreis Görlitz 4.475, im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge 4.245 und im Landkreis Meißen 3.809.
Die Entwicklung der Betriebszahlen verlief im vergangenen Jahr in den Landkreisen sehr unterschiedlich. Während der Bestand in Dresden am meisten zunahm (+ 165 Betriebe), gefolgt von den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (je + 23 Betriebe), sanken die Zahlen in Görlitz und Bautzen geringfügig (- 17 bzw. – 9 Betriebe).

Mit 14 Betrieben je 1.000 Einwohner liegt die Handwerksdichte im Kammerbezirk Dresden über dem bundesdeutschen Durchschnitt (12,1).