Warum ein eigener Umweltstandard für das sächsische Handwerk?
Die Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EG-Öko-Audit-Verordnung oder auch nach DIN ISO 14000 ff ist vergleichsweise zeitaufwendig, kostenintensiv und für kleine Betriebe nur mit großen Mühen umsetzbar und daher eher weniger geeignet. Dennoch ist es auch für Handwerksbetriebe sinnvoll, sich mit der Thematik Umweltmanagement auseinander zu setzen. Schwachstellen und Handlungsbedarf wird es, wenn auch nach Art und Umfang unterschiedlich, in jedem Betrieb geben.
Als regionale Variante in Anlehnung an das oben genannte System wurde daher als Initiative der sächsischen Handwerkskammern im Rahmen der
Umweltallianz Sachsen ein an den Besonderheiten im Handwerk orientiertes System für das sächsische Handwerk erarbeitet, der „Umweltstandard Handwerk“.
Ziel ist es, durch eine handwerksnahe Struktur des Verfahrens und einfache, nachvollziehbare Vorgehensweise kosten- und zeitsparend angepasste Managementbausteine in Handwerksunternehmen einzuführen, ohne dass dadurch wesentliche Qualitätsverluste gegenüber anderen Umweltmanagementsystemen entstehen. Regional tätige Unternehmen können dann mit einem anerkannten Umweltsiegel werbewirksam auf dem Markt agieren. Das Siegel dient keiner Produktwerbung, sondern einer umweltschutzorientierten Imageprofilierung des überprüften Unternehmens.