Umweltallianz Sachsen

Umweltallianz SachsenAm 6. November 2008 wurde die 1998 gegründete Umweltallianz Sachsen ein weiteres Mal für fünf Jahre fortgeschrieben. Im Oktober 2010 erfolgte im Rahmen der

7. Sächsischen Umweltmanagement-Konferenz auf der Grundlage des entsprechenden Beiratsbeschlusses die Fusion der beiden sächsischen Umweltallianzen „Umwelt und Wirtschaft“ und „Land- und Forstwirtschaft“. Neben synergetischen Effekten in der Organisation ergeben sich neue strategische Vorteile hinsichtlich Wettbewerb und Markt durch Wissenstransfer und Netzwerkbildung innerhalb von Wertschöpfungsketten, so zu lesen in der anlässlich der Fusion verfassten Vertragstextergänzung.

Das einstimmige Votum für die Fortschreibung der Umweltallianz im Jahr 2013 ist ein Richtung weisendes Beschlussergebnis aus der jüngsten und ersten gemeinsamen Beiratssitzung am 31. Januar 2011 unter Vorsitz des Sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer. In Vorbereitung der Fortschreibung steht nunmehr die Aufgabe, die bisherigen Grundlagen und Ziele der Umweltallianzen zu einem neuen gemeinsamen Vertragswerk für alle Allianzpartner weiterzuentwickeln und den erforderlichen Vertragstext zu entwerfen.

Die Umweltallianz Sachsen ist eine freiwillige Vereinbarung zwischen der Sächsischen Staatsregierung und der sächsischen Wirtschaft zur Erreichung von förderlichen Rahmenbedingungen für eine umweltverträgliche Wirtschaftsentwicklung im Freistaat Sachsen. Die Sächsische Staatsregierung und die sächsische Wirtschaft haben sich in der nach wie vor gültigen gemeinsamen Vereinbarung (Vertragstext) zu konkreten Zielen und Leistungen verständigt.

An der Umweltallianz Sachsen können und sollen sich auch viele Handwerksbetriebe beteiligen. Dies geschieht durch schriftlichen Antrag auf der Grundlage einer freiwillig erbrachten Leistung zum Schutz der Umwelt, die den Zielen der Umweltallianz entspricht. Hierfür steht ein nahezu unbegrenztes Betätigungsfeld zur Verfügung.

Folgende freiwillige Leistungen berechtigen beispielsweise zu einer Teilnahme an der Umweltallianz:
 

- die Einführung eines Umweltmanagementsystems oder die Durchführung einer betrieblichen Umweltprüfung
- Beiträge zur Durchsetzung des Kreislaufwirtschaftsprinzips und zur wesentlichen Reduzierung von Abfallmengen bzw. deren Gefährlichkeit
- Maßnahmen zur Energie- und CO2-einsparung, z. B. durch Kraft-Wärme-Kopplung, energieeffiziente Produktionstechniken oder die Nutzung erneuerbarer Energien
- Reduzierung der Verwendung besonders gefährlicher Stoffe durch den Einsatz besser umweltverträglicher Ersatzstoffe
- Beiträge zu umweltgerechter Mobilität, z. B. durch Reduzierung des Transportaufkommens und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen
- Maßnahmen zum integrierten Umweltschutz und zur Ressourcenschonung
- Beiträge zur Verbesserung des Immissionsschutzes, des Gewässerschutzes, des Naturschutzes und zum Schutz des Bodens
 
Die Teilnahme an der Umweltallianz ist auch möglich auf der Grundlage des speziell für das sächsische Handwerk entwickelten und durch die Sächsische Staatsregierung anerkannten Umweltmanagementsystems „Umweltstandard Handwerk“. Gleiches gilt bei Erfüllung der Kriterien nach dem System QuB (Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe) oder einer erfolgreichen Teilnahme an einem ÖKOPROFIT-Projekt. Mit diesen niederschwelligen Umweltmanagementsystemen wird das Ziel verfolgt, durch eine für kleinere Betriebe geeignete Struktur des Verfahrens sowie einfache und zielorientierte Vorgehensweise kosten- und zeitsparend Umweltmanagementbausteine auch im Handwerk erfolgreich zu etablieren.

Betriebe, die auf dem Gebiet des Umweltschutzes freiwillig Vorbildliches leisten, sind aufgerufen, sich an der Umweltallianz zu beteiligen. Es ist davon auszugehen, dass eine ganze Reihe von Handwerksbetrieben auf dem Gebiet des Umweltschutzes nennenswerte Leistungen erbracht hat. Wenn derartiges für Ihren Betrieb zutrifft und Sie diese freiwillige Leistung gegenüber der Öffentlichkeit dokumentieren möchten, dann wenden Sie sich bitte an den Umweltberater Ihrer Handwerkskammer, Herrn Dr. Andreas Hübner, oder auch direkt an die Geschäftsstelle der Umweltallianz Sachsen beim Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Dort finden Sie weiterführende Informationen und auch eine aktuelle Teilnehmerliste.

Umweltallianz SachsenDie Teilnehmer an der Umweltallianz Sachsen erhalten eine Urkunde und die Möglichkeit mit dem Teilnahme-Logo gegenüber der Öffentlichkeit werbewirksam auf ihr Umweltschutzengagement aufmerksam zu machen. Eine Produktwerbung ist jedoch nicht zugelassen. Kosten sind mit der Teilnahme an der Umweltallianz nicht verbunden. Die Teilnehmer der Umweltallianz können darüber hinaus kostenlos den Internetdienst von umwelt.online.de nutzen und haben damit immer Zugriff auf den aktuellen Stand der Umweltschutzgesetzgebung von der EU- bis zur Landesebene. Weiterhin erhalten Mitglieder der Umweltallianz Rabatte auf die Teilnahmegebühr bestimmter Fortbildungs- oder Fachveranstaltungen und exklusive Informationen mit dem mehrmals jährlich zugesandten Infobrief.
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