Krisenbewältigung
Auf Grund der gegenwärtig angespannten Wirtschaftssituation in der Bundesrepublik Deutschland ist es für jeden klein- und mittelständischen Unternehmer von besonderer Bedeutung die Zahlen seines Betriebes zu kennen, einordnen zu können und ggf. entsprechende Maßnahmen zur Vorbeugung einer Krise einzuleiten. Auch Ihnen als Mitgliedsbetrieb wollen wir mit den nachfolgenden Informationen einen Leitfaden für entsprechendes Handeln und Reagieren zur Verfügung stellen.

Kontaktieren Sie bei diesen Fragen oder bereits aufgetretenen Problemen am besten unverzüglich die betriebswirtschaftlichen Berater Ihrer Handwerkskammer als Ansprechpartner. Auch diese Beratung gehört zu unserem kostenfreien Dienstleistungsangebot für Mitgliedsbetriebe.

Eine Übersicht des Leistungsangebotes der Handwerkskammer Dresden für Mitgliedsbetiebe in der Krise finden Sie hier.

Existenzsicherung ist die Hauptaufgabe aller kleinen und mittleren Betriebe. Wer Krisen frühzeitig erkennt und sein Unternehmen den Markt- und Kundenanforderungen rechtzeitig anpasst, wird die finanziellen Auswirkungen der Krise meistern und gestärkt aus ihr hervorgehen.

Für Krisen gibt es 2 Hauptgründe: 
  • der Markt verändert sich unerwartet
  • die Zahlungsfähigkeit ist gefährdet oder eine Überschuldung droht 
Unternehmenskrisen sind fast immer „hausgemacht“.
Das bedeutet: Die Gründe liegen oft in Fehlern der Unternehmensführung.

Ursachen für Unternehmenskrisen:
  • Unternehmerperson (mangelnde kaufmännische Qualifikation)
  • Fehlende Unternehmensplanungen (Controlling)
  • Unternehmensführung (Mitarbeiter, Produkt, technische Ausstattung)
  • Finanzen (keine Liquiditätsplanung, späte Rechnungslegung, zu hohe Kosten)
  • Kunden (verspätete Zahlung, Forderungsausfälle)
Der typische Ablauf einer Unternehmenskrise kann wie folgt dargestellt werden:
  Strategische Krise
(Differenz zwischen Plan- und Ist-Umsatz) Die Differenz bezeichnet man als strategische Lücke. 
Dem Unternehmer wid angezeigt, dass seine Bemühungen auf dem Markt unzureichend sind. 
—---→  Ertragskrise
             Verlusterwirtschaftung durch das Unternehmen Die Ertragskrise führt zum Aufbrauchen des Eigenkapitals. Es besteht die Gefahr der Überschuldung.
——----→  Liquiditätskrise
       Bestehen einer konkreten und akuten Gefahr der Zahlungsunfähigkeit oder bereits Erlöschen der Zahlungsfähigkeit
——-----—→  Insolvenz
        Eintritt von (drohender) Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung.
Informationen zur Insolvenzvermeidung und -verlauf finden Sie auch auf der Homepage der Stadt Dresden. Das Kommunalforum Dresden hat dazu eine Broschüre erarbeitet.
       
Kommunikation in Krisenzeiten

Denken Sie auch in schwierigen Zeiten immer daran: Liquidität geht vor Rentabilität!

Informieren Sie Mitarbeiter, Auftraggeber, Lieferanten und Banken rechtzeitig über Ihre schwierige Lage. Hinweise dazu finden Sie hier.

Erschließen Sie Ihre betrieblichen Liquiditätsreserven durch:
  • Kontrolle und Überwachung des Forderungsbestandes mit dem Ziel der Minimierung der Außenstände
  • Einführung eines internen Mahnwesens und Forderungsmanagements
  • Kontrolle des Materiallagers mit dem Ziel des Abbaus von Beständen
  • Kontakt mit Steuerberater und /oder Finanzamt mit dem Ziel der Anpassung Ihrer Steuervorauszahlungen (Einkommensteuer und Gewerbsteuer an die aktuelle Ertragssituation)
  • Kontakt mit der Bundesagenturagentur für Arbeit zur Klärung der Möglichkeiten einer Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld. Beurlauben Sie Ihre Mitarbeiter nicht, sondern nutzen Sie die Angebote zur Qualifizierung und Fortbildung.
Weitere Auskünfte und Terminvereinbarungen geben Ihnen unsere betriebswirtschaftlichen Berater.
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