Exportförderprojekt Automobilindustrie

Exportförderprojekt „Automobilindustrie – Kfz-Zulieferer, Maschinenbau, Automatisie-
rungstechnik“ bietet gezielte Marktentwicklung in Tschechien für Unternehmen aus 
den neuen Bundesländern


Im Sog der großen Automobilbauer entwickelt sich sehr dynamisch die Kfz-Zulieferindustrie. Die Produktion von Kfz-Teilen- und Komponenten hatte im Jahr 2006 einen Anteil von rund 60 % an der Leistung der Fahrzeugbranche. An mehr als zwei Dritteln der fast 300 Zulieferbetriebe im Land sind ausländische Investoren beteiligt. Mehr als 40 Prozent der globalen Top 100 der deutschen Automobil-
zulieferer haben schon eine Produktions- oder Montagestätte in der Tschechischen Republik. Viele Unternehmen folgten ihren Kunden, den Automobilproduzenten und Systemherstellern. Das eröffnet auch zunehmende Chancen für Zulieferer in zweiter und dritter Fertigungsstufe. In der Tschechischen Republik erhöhen sich die Anforderungen an die Kfz – Zulieferer. Sie müssen schneller und flexibler auf die Kundenwünsche reagieren. Just – in - Time Lieferungen sind an der Tagesordnung und bedürfen eines hohen Organisationsgrades des zuliefernden Unternehmens. Hier zeigen sich die Wettbewerbsvorteile eines renommierten Unternehmens mit langjähriger Produktionserfahrung, sicherer Produktionsplanung sowie zuverlässiger Vormaterialisierung und Bevorratung.

Marktpotenziale sehen wir für Unternehmen aus den neuen Bundesländern, insbesondere in der Automobilzulieferindustrie. Lieferchancen ergeben sich vor allem dort, wo man gegenüber dem Wettbewerb aus Tschechien und den übrigen MOEL mit Know - How – Vorsprung punkten kann. Denn bei technisch anspruchsvollen Teilen stoßen viele Hersteller aus den MOEL an ihre Grenzen. Wir erleben derzeit in Tschechien eine zunehmende Unternehmensdynamik bis hin zu einem sehr kunden- und marktnahen Agieren. Im letzten Jahr hat die tschechische Investitions- und Wirtschaftsförderungsagentur CzechInvest 176 Investitionsprojekte gemeldet. Die meisten der Automobilzulieferer siedeln sich im Nordwesten Tschechiens (Region Usti) an. Somit ergeben sich auch aus logistischen Gründen Vorteile für Zulieferer aus der zweiten und dritten Fertigungsstufe aus den grenznahen Gebieten der neuen Bundesländer.

Ostdeutsche Anbieter können auf Grund der Nähe zum tschechischen Kunden leichter in bestehende Just-In-Time Lieferkonzepte integriert werden. Diese Entwicklung wird auch von Unternehmen aus den neuen Bundesländern genutzt, die Tschechien in ihre wirtschaftlichen Aktivitäten einbeziehen.

Diese Situation bietet für die Zulieferbetriebe aus den neuen Bundesländern die Chance, sich an einem wachsenden Markt zu beteiligen. Die potenziellen Geschäftschancen sind vielfältig und reichen von der Vergabe von Lohnferti-gungsaufträgen an tschechische Unternehmen zur Kostensenkung über den Aufbau von strategischen Produktions- und Vertriebskooperationen und grenzüberschreitenden Partnerschaften zur Nutzung von Synergieeffekten bis hin zu eigenen Produktionsstätten in Tschechien. Primär soll aber mit dem Vermarktungshilfeprogramm die direkte Liefermöglichkeit an tschechische Kfz-Zulieferbetriebe unterstützt werden.

Die a.i.m. Unternehmensberatung mit Sitz in Kulmbach und Karlovy Vary in Zusammenarbeit mit
AHP – Ecopol Consult in Berlin wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) 
beauftragt, ab sofort bis Juni 2008 ein auf die Bedürfnisse ostdeutscher Anbieter rund um die Automobilindustrie ausgerichtetes Exportförderprojekt in Tschechien durchzuführen. Das Vermarktungshilfeprojekt bietet eine gezielt vorbereitete Kontaktvermittlung zu tschechischen Kunden und Vertriebspartnern als Einstieg in den tschechischen Markt und eignet sich auch für die Erweiterung einer bestehenden Kontaktbasis in Tschechien.

Der Teilnehmerkreis an der Gruppen-Intensivberatung ist auf 15 Unternehmen begrenzt. Der Eigenanteil am Projekthonorar beträgt 1.500 Euro. Interessenten können sich ab sofort bei a.i.m. / ECOPOL CONSULT registrieren lassen.

Weitere Informationen:
Ansprechpartner:
Katja Schleicher
Telefon: 0351
4640-943
Telefax: 0351
4640-34943
E-Mail: katja.schleicher@
hwk-dresden.de


Jana Westphälinger
Telefon: 0351
4640-503
Telefax: 0351
4640-34503
E-Mail: jana.westphälinger@
hwk-dresden.de