Ergebnisse der Umfrage "Sächsisches Handwerk International 2011"
Umfrage Sächsisches Handwerk International 2011Sächsisches Handwerk baut Auslandgeschäft aus
Wichtigste Auslandsmärkte in angrenzenden westeuropäischen Staaten

Bei der Suche nach Aufträgen und Kooperationen sind sächsische Handwerksunternehmen zunehmend grenzüberschreitend aktiv. Die Erbringung von Handwerksleistungen in den angrenzenden westeuropäischen Staaten steht dabei weiterhin im Vordergrund, obwohl die nach wie vor hohe Regelungsdichte im EU-Ausland als störend empfunden wird. Dies geht aus der zweiten gemeinsamen Umfrage „Sächsisches Handwerk International“ der Handwerkskammern Chemnitz, Dresden und zu Leipzig hervor.

Bau- und Ausbau- sowie Metall- und Elektrogewerbe im Ausland aktiv

Die Mehrheit der im Ausland aktiven Betriebe ist im Bau- und Ausbau-gewerbe, dem Metall- und Elektrogewerbe sowie dem Holzgewerbe tätig. In der Regel sind dies mittlere Unternehmen mit fünf und mehr Beschäftigten. Als Gründe für das Auslandsengagement werden meist die Erschließung neuer Märkte (35 Prozent), zufällige Geschäftskontakte (17 Prozent) sowie eine Verbesserung von Kundennähe und Wettbewerbssituation (jeweils 11 Prozent) angeführt.

Anteil der Auslandsumsätze gesteigert

Insgesamt haben die sächsischen Handwerksunternehmen ihr Auslandsgeschäft im Vergleich zur letzten Umfrage von 2009 ausgedehnt. Bei jedem dritten Unternehmen (32 Prozent) haben die Auslandsaktivitäten deutlich zugenommen. Auch der Anteil des Auslandsumsatzes ist gestiegen. In acht Prozent der Unternehmen liegt dieser bei über 50 Prozent (plus 2 Prozentpunkte). 29 Prozent der Betriebe fahren einen Auslandsumsatz zwischen 10 und 50 Prozent ein (plus 7 Prozent) und der überwiegende Teil (6 von 10 Befragten) erwirtschaftet einen Auslandsumsatz von bis zu 10 Prozent. Durch ihre Auslandsaktivitäten konnten die Firmenchefs das unternehmerische Risiko erfolgreich streuen und die eigene Firma unabhängiger von der Auftragslage im heimischen Markt machen.

Wichtigste Zielmärkte bleiben Österreich und Schweiz

 

Zu den wichtigsten Zielmärkten des sächsischen Handwerks zählen nach wie vor Österreich und die Schweiz, aber auch die westeuro-päischen Nachbarstaaten sowie die neuen EU-Mitgliedsstaaten Mittel- und Osteuropas werden bearbeitet.

Bürokratie und Regelungsdichte sind Hemmschuhe

Trotz der Freiheiten auf den europäischen Märkten gibt es nach wie vor einige Barrieren, die den Markteintritt für kleine und mittlere Handwerksunternehmen erschweren. Zu den Haupthemnissen zählen die Befragten die rechtlichen Rahmenbedingungen in den Zielmärkten sowie die zum Teil recht hohe Regelungsdichte und Bürokratie bei der Erbringung von Handwerksleistungen im Ausland. Zudem erschwert häufig die Suche und Auswahl verlässlicher Geschäftspartner den Einstieg in einen Auslandsmarkt.

enterprise europe network - eenBeratung durch EEN und Handwerkskammern

Beratungen zu außenwirtschaftlichen Fragen und Unterstützung bei der Suche nach ausländischen Geschäftspartnern erhalten Handwerksbetriebe durch die Außenwirtschaftsberatung der sächsischen Handwerkskammern und das Enterprise Europe Network.

Stand: Juni 2011

Ansprechpartner:

HwK Chemnitz
Andrea D’Alessandro
Telefon: 0371 5364-203
E-Mail: a.dalessandro@
hwk-chemnitz.de


HwK Dresden
Katja Schleicher
Telefon: 0351 4640-943
E-Mail: katja.schleicher@
hwk-dresden.de
 

HwK zu Leipzig
Antje Barthauer
Telefon: 0341 2188-304
E-Mail: barthauer.wifoe@
hwk-leipzig.de